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Die besten Tablets fürs Weihnachtsfest

Android oder iOS? Ist ein Retina-Display wichtig? Und muss es wirklich ein iPad sein? Wir zeigen die besten Tablets für den Platz unterm Weihnachtsbaum und sagen, welches sich für wen lohnt.

Von Christoph Fröhlich

  Qual der Wahl: Viele Tablet-Hersteller kämpfen um den Platz unterm Weihnachtsbaum.

Qual der Wahl: Viele Tablet-Hersteller kämpfen um den Platz unterm Weihnachtsbaum.

Lag in den vergangenen Jahren ein Tablet unter dem Weihnachtsbaum, hatte es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen angebissenen Apfel auf der Rückseite. Vor zwei Jahren, im Jahr seiner Einführung, war das iPad noch weitgehend allein auf weiter Tablet-Flur, auch im letzten Jahr war das iPad weitgehend konkurrenzlos.

Doch in diesem Jahr hat es Apple nicht ganz so leicht: Obwohl der iPhone-Hersteller 2012 gleich zwei Versionen seines Flaggschiff-Tablets auf den Markt gebracht und mit dem iPad Mini eine sehenswertes Gerät neu eingeführt hat, muss sich die Konkurrenz nicht verstecken. Viele Hersteller buhlen mit Geräten in allen Größen, Farben und verschiedenen Betriebssystemen um die Gunst der Käufer. Einige bieten ein besseres Display als das iPad, andere setzen auf interessante Zusatz-Features wie Stifte oder Schutzhüllen mit eingebauter Tastatur. stern.de zeigt die besten Tablets für den Weihnachtsbaum.

iPad 4

Die mittlerweile vierte Auflage des iPads dürfte für viele Tablet-Käufer trotz der verfältigen Konkurrenz die erste Wahl sein. Nicht ohne Grund: Das 9,7 Zoll große Retina-Display des Apple-Tablets zeigt knackige Bilder mit brillanten Farben, im Inneren arbeitet ein pfeilschneller A6X-Prozessor. Selbst bei anspruchsvollen 3D-Spielen kommt das Gerät nicht ins Stocken. Im Vergleich zum Vorgänger ist das iPad 4 je nach Testprogramm noch einmal 15 bis 100 Prozent schneller. Es gibt eine Wifi- und eine UMTS-Variante, auch das ultraschnelle mobile Internet LTE wird unterstützt, wenn auch nur im Telekom-Netz. Mit mehr als einer Million Apps hat Apples App-Store zudem die größte Auswahl an Anwendungen.

Eine der wesentlichen Neuerungen ist der Lightning-Connector an der Geräteunterseite, der auch beim iPhone 5 und beim iPad Mini verbaut wird. Der kleine Stecker hat den Vorteil, dass es egal ist, wie herum er in die Buchse geschoben wird. Allerdings passt altes Zubehör wie Dockingststationen oder Hüllen mit eingebauten Akkus nicht mehr. Zwar gibt es verschiedene Adapter, die sind mit Preisen ab 29 Euro aber alles andere als günstig. Preislich liegt das iPad 4 je nach Ausstattung zwischen 499 und 829 Euro, damit gehört es zu den teuersten Tablets am Markt.

Das iPad 4 eignet sich für alle, die viel Wert auf eine gute Verarbeitung oder Performance legen, bereits ein weiteres Apple-Gerät besitzen oder gerne mit iOS arbeiten wollen.

Hier finden Sie den ausführlichen Test zum iPad 4.

Nexus 10

Ein bisschen größer als das iPad 4 ist Googles Nexus 10: Der Androide besteht im Gegensatz zum Apple-Tablet nicht aus Aluminium, sondern aus Plastik. Das macht sich im Preis bemerkbar: Mit 399 Euro ist das Nexus 10 wesentlich günstiger als das iPad 4. Das Zehn-Zoll-Display des Google-Tablets hat eine Auflösung von 2560 mal 1600 Pixeln und liefert mit mehr als vier Millionen Pixeln gestochen scharfe Bilder.

Als Betriebssystem ist die neue Android-Version 4.2 namens Jelly Bean installiert. Wie auch beim iPad ist der Speicher nicht mit microSD-Karten erweiterbar. Der verbaute Prozessor ist zwar langsamer als die Konkurrenz aus Cupertino, sorgt aber dennoch für butterweiche Animationen. Die Akkulaufzeit entspricht etwa der des iPads, allerdings stört der stark spiegelnde Bildschirm.

Das Nexus 10 ist eines der besten Android-Tablets und eignet sich für alle, die viel Leistung für verhältnismäßig wenig Geld haben wollen und dafür in der Verarbeitung Abstriche in Kauf nehmen.

Samsung Galaxy Note 10.1

Samsung setzt mit dem Galaxy Note 10.1 auf ein besonderes Feature: Ein im Tablet verborgener Stift erlaubt dank eingebauter Handschrifterkennung das Schreiben auf dem Touchdisplay. Praktisch: Der interne Speicher kann mit Speicherkarten um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden. Mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten ist der Bildschirm des Tablets weniger detailliert als bei der Konkurrenz, das iPad 4 schafft mehr als dreimal so viele Pixel. Mit knapp 500 Euro spielt Samsungs Kritzeltablet in der oberen Liga der Tablets.

Das Gerät ist vor allem für Kreative und Studenten geeignet, die regelmäßig auf Bildern, PDFs oder Präsentationen Notizen anfertigen müssen.

Microsoft Surface

Microsoft war fleißig in diesem Jahr: Windows 8 für PCs, Windows Phone 8 für Smartphones - und mit Surface hat Microsoft Ende Oktober sogar ein eigenes Tablet auf den Markt gebracht. Mit einem 10,6-Zoll-Display im 16:9-Format hat das Windows-Tablet einen der größten Bildschirme unter den Flachcomputern. Allerdings ist die Auflösung mit 1366 mal 768 Bildpunkten weit unter dem Niveau von iPad 4 oder Nexus 10.

Besser bestückt ist das Gerät im Inneren: Mit einem Vierkernprozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher liegt es im Spitzenfeld unter den Tablets. Durch das Magnesiumgehäuse wirkt das Surface sehr edel, und es liegt gut in der Hand. Toll sind die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten, so gibt es einen miniHDMI-Ausgang und einen vollwertigen USB-Steckplatz. Das Highlight ist das separat erhältliche Zubehör: Microsoft hat eine Schutzhülle mit eingebauter Tastatur entwickelt, die mit mehr als 100 Euro aber alles andere als günstig ist.

Auf mobiles Internet müssen Surface-Käufer bislang verzichten, auch die App-Auswahl ist im Vergleich zu Android- und iOS-Geräten schlecht. Somit eignet sich Surface für alle, die gerne mit Windows-Geräten unterwegs arbeiten, denen eine gute Verarbeitung und viele Anschlussmöglichkeiten wichtig sind und die nur wenig Wert auf Spiele legen.

iPad Mini

Das iPad Mini war der Star der letzten Apple-Präsentation, seit Anfang November steht der Winzling in den Regalen der Händler. Das Gerät beeindruckt vor allem mit einem geringen Gewicht von gerade einmal 308 Gramm und einem 7,2 Millimeter flachen Aluminiumgehäuse. Der 7,9-Zoll-Bildschirm ist etwas größer als der des Nexus 7 oder des Kindle Fire HD, mit einer Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln hat das iPad Mini aber kein Retina-Display. App-Symbole und Schriften wirken bei genauem Hinsehen etwas ausgefranst und weniger detailreich.

Dank einer intelligenten Grifferkennung kann der Nutzer das Tablet trotz des schmalen Rahmens halten, ohne aus Versehen eine App zu starten. Der eingebaute Akku hält rund zehn Stunden, mit der verbesserten iSight-Kamera ist Videotelefonie in HD möglich. Praktisch ist, dass alle Apps, die für das große iPad optimiert wurden, auch auf dem kleinen Gerät problemlos laufen. Obwohl im Inneren der betagte A5-Prozessor steckt, laufen 3D-Spiele dank der niedrigen Auflösung flüssig.

Das iPad Mini eignet sich für alle, die viel unterwegs, gerne Apples iOS-Betriebssystem nutzen und auf Retina-Auflösung verzichten können. Das hat allerdings seinen Preis: Zwischen 329 und 659 Euro werden für das kleine iPad fällig.

Nexus 7

Klein und fein, das ist Googles Nexus 7: Zwar fühlt sich das Android-Tablet mit seiner Plastikummantelung nicht so wertig an wie das iPad Mini, allerdings ist das Gerät mit 199 Euro wesentlich günstiger. Das Nexus 7 ist sehr schlank, leicht und liegt gut in der Hand. Dank der geriffelten Oberfläche fühlt es sich relativ wertig an. Allerdings ist der Bildschirm etwas dunkel, sodass man bei starkem Sonnenlicht nur wenig erkennen kann. Der eingebaute Vierkernprozessor schafft die nötige Leistung für jede der mehr als 675.000 Anwendungen, die in Googles Shoppingmeile Play zum Download bereitstehen.

Das Nexus 7 sollte bei allen unter dem Weihnachtsbaum legen, die sich ein kompaktes Tablet mit einer große App-Auswahl wünschen und nicht allzu tief ins Portemonnaie greifen wollen.

Kindle Fire HD

Bislang dominierte Amazon den Markt der Ebook-Reader, mit dem Kindle Fire HD attackiert der Onlineshoppinganbieter nun auch in Deutschland die Platzhirsche Samsung, Google und Apple. Das Gerät wirkt wegen des breiten Rahmens relativ schwer und klobig, dank der gummierten Rückseite liegt es aber stets gut in der Hand.

Ein großer Kritikpunkt ist die eingeschränkte App-Auswahl: Der Kindle Fire HD nutzt als Betriebssystem eine modifizierte Android-Version, die vor allem darauf ausgelegt ist, dass der Nutzer in Amazons Onlineangebot shoppen geht: Bücher gibt es im Kindle-Store, Filme und Serien bei Lovefilm, Musik in Amazons MP3-Angebot. Das geht kinderleicht, schränkt den Nutzer im Vergleich zu anderen Android-Geräten aber stark ein. Gut ist der Bildschirm mit einer hohen Auflösung von 1280 mal 768 Bildpunkten, allerdings spiegelt das Display sehr stark. Auch die Akkulaufzeit ist eher im Mittelfeld.

Der Kindle Fire HD eignet sich nicht für alle Nutzer: Wer bereits einen Kindle hat und seine Ebooks auf einem zweiten Gerät lesen oder ab und zu auch mal Apps ausprobieren und Filme anschauen möchte, kann zugreifen. Wem eine große App-Auswahl wichtig ist oder wer Bücher, Filme und Serien auch von anderen Anbietern kaufen möchte, sollte sich bei der Konkurrenz umsehen.

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