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Dieser Roboter fährt per Anhalter durch Kanada

Er kann nicht mehr als den Daumen heben und sich unterhalten: Zwei Forscher schicken einen Roboter per Anhalter auf eine Reise quer durch Kanada - und hoffen auf die Hilfsbereitschaft der Autofahrer.

Von Timo Brücken

Würden Sie diesen Roboter mitnehmen? "hitchBOT" soll ab Ende Juli selbstständig durch Kanada trampen.

Würden Sie diesen Roboter mitnehmen? "hitchBOT" soll ab Ende Juli selbstständig durch Kanada trampen.

Stellen Sie sich vor, da steht plötzlich dieses Ding am Straßenrand, das aussieht wie eine Kaffeemaschine mit Hut und Gummistiefeln. Und es hält den Daumen raus, also wolle es per Anhalter fahren. Würden Sie dieses seltsame Etwas in ihrem Auto mitnehmen? Eine Frage, die zwei Forscher aus Kanada nun beantworten wollen, indem sie einen Roboter quer durchs Land schicken, von Halifax im Osten bis nach Victoria ist der westlichen Provinz British Columbia. Trampen soll die Maschine, ganz auf sich allein gestellt.

Denn "hitchBOT", wie der kleine Mann in Anlehnung an das englische Wort für Anhalter ("Hitchhiker") heißt, kommt selbst nicht vom Fleck. Nur sein Arm ist beweglich, eine abgeschnitte Schwimmnudel mit einem Handschuh am Ende. So hebt "hitchBOT" den Tramperdaumen - und hofft darauf, dass freundliche kanadische Autofahrer ihn mitnehmen. Damit er dabei nicht im Kofferraum sondern möglichst auf dem Beifahrersitz landet, macht der Roboter Konversation.

Wikipedia sorgt für Gesprächsstoff

Seine Sprachsoftware sorgt dafür, dass "hitchBOT" Unterhaltungen folgen und sogar daran teilnehmen kann, dank Wikipedia gehen ihm nie die Gesprächsthemen aus. Der Roboter soll sogar mehrere Gespräche gleichzeitig führen können, etwa mit den Menschen im Auto und seinen Fans in den sozialen Medien. Durch Wlan- und Mobilfunkmodule ist er nämlich ständig mit dem Internet verbunden. "Ich liebe es, neue Leute zu treffen und ihre Geschichten zu hören", schreibt der Roboter auf seiner Website.

Dort wird zum einen seine Reise, die Ende Juli beginnen soll, in einem Tagebuch dokumentiert. Zum anderen können Fans ihre eigenen Anhalter-Geschichten teilen. Und wie es sich für einen modernen Reisenden gehört, hat "hitchBOT" natürlich Accounts bei Twitter, Facebook und Instagram.

Die Forscher Frauke Zeller und David Smith wollen mit ihrem Projekt in Erfahrung bringen, "wie Menschen auf Roboter reagieren, wenn sie ihnen in einer nicht observierten und unkontrollierten Umgebung begegnen." Also auf der Straße und im Auto statt zum Beispiel in einem Labor. Fragt sich nur, ob der elektronische Anhalter am Ende wirklich in Victoria ankommt und nicht einfach am Straßenrand stehen gelassen oder gar geklaut wird. "Wir glauben, dass 'hitchBOT' charmant und vertrauenswürdig genug ist, um es sicher durch Kanada zu schaffen", sagen Zeller und Smith. Bisher hätten die Menschen sich immer die Frage gestellt: Können wir Robotern vertrauen? Diesmal sei es eben umgekehrt: "Können Roboter Menschen vertrauen?"

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