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BKA-Mail warnt vor Locky-Trojaner - und verseucht stattdessen Ihren PC

Der Erpressungs-Trojaner Locky wütet auf deutsche Rechnern. Nun warnt sogar das BKA schon vor dem fiesen Schädling. Das Problem: Die Mail ist nicht echt - und infiziert den Rechner mit einem Trojaner.

Locky Trojaner BKA

Vor dem Trojaner Locky warnt nun sogar schon das BKA - angeblich. Die Mail ist aber selbst ein Trojaner-Angriff.

Seit zwei Wochen tobt der Erpressungs-Trojaner Locky um die Welt, in Deutschland ist die Zahl der Infektionen besonders hoch. Mehr als 5000 Rechner pro Stunde sollen dem Schädling zeitweise zum Opfer gefallen sein. Die Dateien auf den befallenen PCs werden verschlüsselt, Kinderfotos und Steuerunterlagen sind für immer verschwunden. Es sei denn, man zahlt ein Lösegeld. Viele Nutzer haben verständlicherweise Angst. Und genau diese Unsicherheit nutzen nun andere Gauner aus - und verseuchen Rechner über angebliche Warnungen vor Locky.

Die "Offizielle Warnung vor dem Computervirus Locky" soll der Mail zufolge direkt vom BKA stammen, berichtet der Antiabzocke-Verein Mimikama. Und tatsächlich sieht das Schreiben erst einmal ziemlich echt aus. Im Text selbst warnt der vorgebliche IT-Beauftragte des BKA, Steven Braun, vor der besonderen Gefahr durch Locky. Und bietet gleich Hilfe an: Ein Sicherheitsratgeber und ein Analyse-Tool zum Auftreiben des Trojaners seien im Anhang zu finden. Wer den öffnet, erlebt allerdings eine böse Überraschung: Statt Schutz vor Locky zu bieten, verseucht die angehängte Installationsdatei "BKA Locky Removal Kit.exe" den Rechner nämlich selbst, wenn auch mit einem anderen Schädling.

Trojaner statt Hilfe

Zum Glück scheinen einige Antiviren-Programme den Trojaner gleich ausfindig zu machen. Was das Schnüffel-Programm genau tut und wieviel Schaden es anrichtet, ist zur Zeit noch nicht im Detail bekannt. Wer den Anhang bereits geöffnet hat, sollte schnell handeln. Der Rechner darf keinesfalls mehr für sicherheitskritische Zwecke wie Online-Banking benutzt und im Idealfall überhaupt nicht mehr in Windows benutzt werden. Stattdessen sollte er über eine Antiviren-DVD gestartet und dann gereinigt werden. Eine solche DVD findet sich kostenlos bei der Initiative Botfrei.de.

Locky selbst verbreitete sich ebenfalls bevorzugt über E-Mails. Statt auf Warn-Mails setzte der Trojaner allerdings lieber auf gefälschte Rechnungen und angeblich empfangene Fax-Nachrichten. Wie Sie sich am besten vor dem Erpresser-Programm und anderen Schädlingen dieser Art schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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