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Das sind die sieben besten Neuerungen für den Mac

Heute erscheint das neue Mac-Betriebssystem macOS Sierra. Der stern hat es bereits getestet und stellt die besten Neuerungen vor.

macOS Sierra wird am 20. September zum Download bereitgestellt

macOS Sierra wird am 20. September zum Download bereitgestellt

Erst waren es Raubkatzen, dann folgten kalifornische Landschaften: Bei der Benennung seiner Mac-Betriebssysteme zeigte sich Apple immer weit verspielter als bei den iPhone-Pendants, die stoisch durchnummeriert werden. An diesem Dienstag erscheint mit Sierra nun die nächste Betriebssystem-Version, sie ist benannt nach der Gebirgskette Sierra Nevada. Die eigentliche Überraschung ist diesmal aber das Kürzel vor dem Namen: Um die Produktlinien zu vereinheitlichen, hat Apple den Namen von OS X auf macOS gewechselt.

Doch was bringt das neue Betriebssystem, dass sich Mac-Nutzer ab Dienstagabend kostenlos herunterladen können und iPhone und Mac noch näher zusammenrücken soll? Wir haben es bereits getestet und stellen die besten Änderungen vor.

Siri gibt es nun auch für den Mac

Siri gibt es nun auch für den Mac

1. Siri für Mac

iPhone-Nutzer kennen den Sprachassistenten Siri schon seit vielen Jahren. Sein Debüt gab er auf dem iPhone 4s im Jahr 2011, danach kam Siri auch für die Apple Watch und den Apple TV 4. Jetzt gibt es Siri auch für den Mac: Nach dem Update erscheint im Dock oben rechts ein bunter Kreis. Klickt man darauf, startet Siri, alternativ hilft auch die Tastenkombination [CMD] und [Leertaste]. Anschließend kann man etwa einen Wecker stellen oder sich über die nächsten Bundesliga-Spiele informieren. Die Spracherkennung erweist sich vor allem im Datei-Management als praktisch: So kann man etwa nach Pages-Dokumenten suchen, die man in der letzten Woche bearbeitet hat.

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2. Besserer Messenger

Feuerwerk, Animationen, Sticker: Eine der wesentlichen Neuerungen in iOS 10 ist das überarbeitete iMessage. Auch auf dem Mac hat Apple die Nachrichten-App überarbeitet, so gibt es jetzt größere Emoji. Praktisch: Bekommt man jetzt einen Link zugeschickt, sieht man nicht mehr nur die URL, sondern eine Art Mini-Vorschau der Webseite.

3. Universal Clipboard

Wer sowohl iPhone als auch einen Mac besitzt, der kennt das Problem: Wie überträgt man schnell ein Bild oder nur ein paar Textschnipsel von einem Gerät aufs andere? Viele Nutzer behelfen sich mit E-Mails, doch das ist alles andere als intuitiv. Das Universal Clipboard soll Abhilfe schaffen: Ist auf beiden Geräten Wlan und Bluetooth aktiviert, kann man auf einem Gerät Text oder Bilder kopieren und auf dem anderen einfügen. Eine nette Ergänzung zum Dienst AirDrop, der sich auch nach Jahren noch wie eine Baustelle anfühlt.

Copy and Paste klappt nun bei Textn, Bildern und Videos auch vom iPhone auf den Mac - und umgedreht

Copy and Paste klappt nun bei Textn, Bildern und Videos auch vom iPhone auf den Mac - und umgedreht

4. Neue Fotos-App

Auf dem iPhone wurde die Fotos-App bereits aufgemotzt, nun zieht Apple auch auf dem Mac nach. Das Programm erkennt nun Personen, Orte und Gegenstände und ist in der Lage, automatisch Alben zu erstellen, auf Wunsch sogar eine mit Musik untermalte Slideshow. Apple versichert, dass keine privaten Daten des Nutzers in die Cloud übertragen werden, alles bleibt lokal auf dem Mac oder iPhone. Im Gegensatz zur Konkurrenz verdiene Apple das Geld mit Hard- und Software und nicht mit den Daten der Nutzer, betonte Konzernchef Tim Cook immer wieder.

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5. iCloud Desktop und Dokumente

Die meisten Nutzer speichern ihre Dateien an zwei Orten auf dem Rechner: Entweder im Dokumente-Ordner oder auf dem Schreibtisch. Mit der neuen Funktion "iCloud Desktop und Dokumente" hat man nun die Möglichkeit, Dateien aus diesen beiden Ordnern in der iCloud abzulegen. So hat man auch von unterwegs Zugriff auf den Desktop. Hat man aber viele große Dateien und braucht mehr Speicherplatz, benötigt man unter Umständen ein kostenpflichtiges Abonnement für die iCloud. Wer die Funktion aus Privatsphäre-Gründen nicht nutzen möchte, kann sie in den Systemeinstellungen einfach deaktivieren.

6. Speicherentlastung

Die tiefere iCloud-Integration bringt auch in anderer Hinsicht Vorteile: Platzt die Festplatte aus allen Nähten, kann macOS Sierra Dateien automatisch in die Cloud auslagern - etwa E-Mail-Anhänge oder lange nicht verwendete Dateien. Wird die Datei doch benötigt, lädt man sie einfach wieder herunter und speichert sie lokal auf der Festplatte - je nach Dateigröße kann das dann aber etwas dauern. Auch diese Funktion kann in den Einstellungen deaktiviert werden.

Doch auch abseits der Cloud gibt es ein paar Verbesserungen: So erinnert macOS den Nutzer nun daran, Installationsdateien nach vollendeter Installation zu löschen, doppelt heruntergeladene Dateien werden nun automatisch von der Festplatte entfernt.

Der Mac kann jetzt automatisch mit der Apple Watch entsperrt werden

Der Mac kann jetzt automatisch mit der Apple Watch entsperrt werden

7. Entsperren mit der Apple Watch

Macbook aufklappen und sofort loslegen, ohne ein Passwort eintippen zu müssen - das ist jetzt möglich, zumindest für Besitzer einer Apple Watch. Dazu benötigt man nur auf beiden Geräten das aktuellste Betriebssystem.

Sonstige Neuerungen

  • das Dateiformat wurde von HFS+ auf APFS (Apple File System) gewechselt. Dieses bietet eine native Verschlüsselungsfunktion, TimeMachine-Backups könnten in Zukunft außerdem schneller angelegt werden und es gibt mehr Flexibilität beim Speicherplatz von Partitionen.
  • Apple Pay wird auch auf Macs unterstützt. In Deutschland ist der Bezahldienst allerdings noch nicht verfügbar.
  • der Musikdienst Apple Music hat einen Neuanstrich bekommen und wirkt mit den größeren Weißräumen luftiger
  • viele Programme (etwa Pages, Mail, Numbers, Maps oder Keynote)  unterstützen nun eine Tab-Ansicht, wie sie Browser schon seit Jahren bieten. Das macht das Arbeiten mit mehreren Dokumenten übersichtlicher.
  • der Bild-in-Bild-Modus, den man bereits vom iPad Pro kennt, ist nun auch auf dem Mac verfügbar

Diese Macs bekommen macOS Sierra

macOS Sierra erscheint am 20. September und ist kostenlos. Das Betriebssystem ist kompatibel mit folgenden Macs:

  • MacBook (Herbst 2009 oder neuer)
  • MacBook Air (2010 oder neuer)
  • MacBook Pro (2010 oder neuer)
  • iMac (Herbst 2009 oder neuer)
  • Mac mini (2010 oder neuer)
  • Mac Pro (2010 oder neuer)
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