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Das kann der Nachfolger des Internet Explorers

Der Ruf des Internet Explorers ist längst ruiniert, nun zieht Microsoft den Stecker: In Windows 10 gibt es mit Microsoft Edge einen neuen Standard-Browser. Wir stellen ihn genauer vor und verraten, was er kann.

  Im neuen Browser Microsoft Edge kann man Texte und Bilder markieren

Im neuen Browser Microsoft Edge kann man Texte und Bilder markieren

Mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 geht bei Microsoft eine Ära zu Ende gehen - zumindest in Sachen Internet: Nach 20 Jahren ist der Standard-Webbrowser des Systems nicht mehr der Internet Explorer, sondern der neue Browser Microsoft Edge.

Mit der Abkehr vom Internet Explorer will Microsoft den schlechten Ruf des Browsers hinter sich lassen und einen Schlussstrich ziehen. Kein Wunder, die Konkurrenz war längst am einstigen Platzhirsch vorbeigezogen, mit zahlreichen Sicherheitslücken stand der Internet Explorer immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Weil aber einige Unternehmen und Nutzer für ältere Programme immer noch auf den betagten Browser angewiesen sind, ist der IE nach wie vor installiert.

Microsoft Edge: Schneller und moderner

Microsoft Edge kommt als sogenannte "Universal App", er läuft also auf PCs, Laptops, Smartphones und Tablets und passt sich optisch an das jeweilige Gerät an. Allerdings kommt er nur auf Windows 10 zum Einsatz - Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 müssen weiterhin mit dem Internet Explorer vorlieb nehmen.

Edge ist deutlich moderner als sein Vorgänger. Der Browser kommt besser mit Programmiersprachen wie CSS3 und HTML5 klar und bietet eine neue Rendering-Engine. Für Webentwickler ist es somit deutlich komfortabler, ihre Webseiten an den neuen Standard-Browser anzupassen.

Doch nicht nur für Entwickler gibt es zahlreiche neue Features, auch die User profitieren vom Wechsel. Denn Edge drückt im Internet mächtig aufs Gas: In Speed-Tests erreicht der neue Microsoft-Browser Spitzenergebnisse und landet auf Augenhöhe mit Googles Chrome-Browser oder dem aktuellen Firefox.

Weniger ist mehr

Optisch setzt Microsoft auf das Motto "Weniger ist mehr": Edge punktet mit einem schlichten, aufgeräumten Design.

Zudem bietet Edge auch neue Funktionen. Praktisch ist der neue Lese-Modus, der alle störenden Elemente einer Webseite ausblendet. Der eignet sich vor allem für längere Texte. Ein Highlight ist die eingebaute Notizfunktion: Mit einem virtuellen Stift kann man Webseiten bekritzeln und Anmerkungen hinterlegen, die bearbeitete Seite kann man anschließend an Freunde verschicken. In Edge steckt ein eingebauter PDF-Viewer, mit dem Dokumente (etwa Zugfahrkarten oder Bedienungsanleitungen) direkt im Browser geöffnet werden können.

Der Sprachassistent Cortana ist tief in Microsoft Edge integriert. Ruft man etwa die Webseite eines Restaurants auf, zeigt Cortana die dazugehörige Telefonnummer und die Öffnungszeiten ein - das Feature kennt man bereits von Google.

Der neue Browser unterstützt weder ActiveX-Inhalte noch die Silverlight-Technologie.Videos werden im Browser via HTML abgespielt. Flash wird über den in Windows 10 integrierten Flash Player abgespielt, auf Wunsch kann die Technik aber im Browser deaktiviert werden.

Fazit: Ein guter Anfang

Es ist gut, dass der Internet Explorer eingemottet wurde. Der neue Browser Microsoft Edge ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Das aufgeräumte Design wirkt moderner, die mitgelieferten Funktionen überzeugen auf den ersten Blick. Doch es wird spannend zu sehen sein, ob Microsoft am Ball bleibt oder ob Chrome, Firefox und Co. in wenigen Monaten wieder enteilt sind.

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