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25. September 2009, 11:20 Uhr

Der Intel-Chip für den Fernseher

Der welgrößte Chiphersteller Intel hat die Produktion eines neuen Prozessors angekündigt. Der Mulitimedia-Chip CE4100 soll Fernseher fit machen für interaktive Funktionen und Internet-Inhalte.

Intel, Multimedia, Multimedia-Chip, Sodaville

© Miguel Riopa/AFP

Intel will seine Position im wachsenden Markt der Unterhaltungselektronik weiter ausbauen. Für moderne internetfähige TV-Geräte kündigte der weltgrößte Chiphersteller am Donnerstag den neuen Prozessor CE4100 an, mit dem der Fernseher zur multimedialen Unterhaltungszentrale ausgebaut werden soll. Die neue Chip-Familie mit dem Codenamen "Sodaville" soll die Fernseher fit machen für interaktive Funktionen, 3-D-Inhalte, Video-Angebote und die Einbindung von Internet-Inhalten, sagte Intel Manager Eric Kim in San Francisco auf Intels Entwicklerforum IDF.

Bei der Entwicklung neuer Angebote rund um das Fernsehen komme es immer mehr auf leistungsfähige Hardware-Komponenten und Prozessoren an, sagte Kim. Für den Ausbau neuer Funktionen arbeitet Intel unter anderem mit dem Netzwerkausrüster Cisco und dem Softwarehersteller Adobe zusammen. Erstmals will Adobe seinen Flash-Player für den Fernseher verfügbar machen. Die Software setzt auf Intels Architektur auf und soll im Frühjahr 2010 in der Version 10 auf den Markt kommen.

Flash sei für die Portierung von Web-Inhalten auf TV-Geräte essenziell, sagte Intel-Manager William Leszinske. Die Software soll künftig Spiele, Videos und andere Web-Inhalte auf den Fernseher bringen. Flash ist ein im Netz weit verbreiteter Standard für Filme und Animationen.

Abschied vom linearen Angebots-Modellen

Traditionelle TV-Sender verabschiedeten sich derzeit von ihrem Jahrzehnte alten linearen Angebots-Modell, sagte Kim. Künftig wollten sie ihren Zuschauern digitale Unterhaltung bieten, die mit 3-D- Spielen, zusätzlichen Video-Angeboten oder dem direkten Zugang zu sozialen Netzwerken angereichert sind.

Für die Einbindung von Internet-Inhalten auf dem Fernseher arbeitet Intel unter anderem mit dem amerikanischen TV-Sender CBS zusammen. Der Sender will auf der Basis von Intel-Software sein Angebot an sogenannten Widgets weiter ausbauen, über die die Zuschauer ausgewählte Inhalte wie den Wetterbericht, Spiele-Angebote oder Nachrichten abrufen können. Eine große Herausforderung sei derzeit die Navigation, mit der sich die Zuschauer bei dem immer reicheren Angebot zurechtfinden können, sagte George Schweitzer, Marketing-Chef von CBS. Die neue TV-Widget-Plattform soll es den Zuschauern erleichtern, für sie interessante Angebote schnell zu finden und sich ein persönliches Fernsehprogramm zusammenzustellen.

DPA
 
 
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