. .
Computer - Neuigkeiten und Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. März 2006, 10:41 Uhr

Die Stromsparer

Intel und AMD setzen im Prozessorbau auf Konzepte, die den Energiehunger ihrer Chips deutlich drosseln - bei gleichzeitiger Leistungssteigerung. Was sich hinter der neuen Stromspar-Technologie verbirgt, präsentieren die Prozessorbauer auf der Cebit.

Der neue Core-Duo-Prozessor von Intel spart im Vergleich zum Vorgänger bis zu 50 Prozent Strom© Intel

Die Formel zur Leistungssteigerung eines Computerchips war in der Vergangenheit recht einfach: Mehr Transistoren und eine höhere Taktfrequenz der Halbleiter sorgten quasi automatisch dafür, dass die Performance des Chips ständig zulegte. Doch dieses Prinzip ist nun ausgereizt, denn der damit verbundene ständig steigende Stromverbrauch der Mikroprozessoren bereitet an allen Ecken und Ende immense Probleme. Daher setzen Intel und AMD inzwischen auf Konzepte, die den Energiehunger ihrer Chips deutlich drosseln und dabei dennoch Raum für Leistungssteigerungen ermöglichen.

Wärmeentwicklung kostet Strom

Der hohe Stromverbrauch moderner Chips wird im Betrieb des Computers vor allem in Hitze umgewandelt. Um die wertvollen Halbleiter vor dem Hitzetod zu bewahren, müssen in Computern meistens mehrere Lüfter eingesetzt werden, die den Rechner in ein lärmendes Gerät verwandeln und den Energiebedarf des Systems noch weiter in die Höhe treiben. Daher machen die meisten Laptops bereits nach zwei, drei Stunden Batteriebetrieb schlapp. Und lauten Multimedia-PCs blieb bislang der Weg ins Wohnzimmer verwehrt. "Energie beschäftigt uns alle. Es ist die nächste große Herausforderung", sagte Intel- Technologie-Chef Justin Rattner auf dem Entwickler-Forum seines Unternehmens in San Francisco.

Intel setzt dabei wie sein Konkurrent AMD auf die Verwendung mehrerer Prozessor-Kerne, die mit niedrigeren Taktfrequenzen betrieben werden als beispielsweise die bisherigen Pentium-Systeme. Durch eine Absenkung der Taktfrequenz um 20 Prozent verbraucht ein Chip nur noch die Hälfte des Stroms, verliert aber gleichzeitig nur 13 Prozent seiner Performance, erläuterte Rattner den Entwicklern in San Francisco. Fügt man zwei dieser "untertaktete" Systeme zusammen, landet man beim Stromverbrauch wieder auf dem Niveau des auf 100 Prozent getakteten Einzel-Systems. Die Leistung des Doppelkern-Systems liegt aber rund 70 Prozent darüber.

Lüfterfreie Systeme möglich

Im Laptop-Segment fällt der Stromspareffekt noch vergleichsweise gering aus, denn hier setzte Intel bereits auf Stromspar-Techniken, die wie das neue Core-Duo-System in Israel entwickelt wurden. Bei einem herkömmlichen Desktop-PC wird der Energiespar-Effekt schon sehr viel deutlicher. Der unter dem Codenamen Conroe entwickelte Doppelkern-Chip wird im Vergleich zu einem aktuellen Pentium-Prozessor 40 Prozent weniger Strom verbrauchen und gleichzeitig 40 Prozent mehr Leistung bieten. Mit Prozessoren wie dem Conroe wird der Weg frei für attraktive Multimedia-Systeme, die völlig ohne Lüfter auskommen und somit im Betrieb kaum mehr zu hören sind. Intel präsentierte in San Francisco das in Deutschland entwickelte System "BoxOne" der Hamburger HIGH-DEF Technology als Musterbeispiel.

Neue Impulse verspricht der Chipgigant sich auch von einer neuen Computerklasse, dem Ultra Light PC. Auf dem IDF wurden drei Vorserien-Modelle präsentiert. Kleiner als ein Notebook, aber größer als ein herkömmlicher Personal Digital Assistant (PDA), soll der Taschencomputer ständiger Begleiter der High-Tech-Nomaden werden, die unterwegs ständig auf Online-Informationen oder Unterhaltungsinhalte zugreifen wollen.

Christoph Dernbach/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Intel "Viiv" Schnellstart im Wohnzimmer

Der von Intel neu geschaffene "Viiv"-Systemstandard könnte den PC zukünftig ins Wohnzimmer führen. Stilvolle Alleskönner sollen dort für multimediale Unterhaltung sorgen. Die ersten Geräte wurden jetzt vorgestellt. mehr...

 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft