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27. April 2007, 15:11 Uhr

"Pflegen Sie Ihren Computerfreak"

Plötzlich tut er gar nichts mehr, nur eine kryptische Fehlermeldung zeigt der PC. Ein Computerexperte im Freundeskreis wäre jetzt die Rettung. Auch kommerzielle Helfer können bei PC-Notfällen Fragen beantworten oder herbeieilen. Doch dann wird es schnell teuer.

Hilfe in der PC-Not kann teuer werden© DPA

Bei vielen technischen Geräten kündigen sich Probleme vorher an. Spätestens dann ist es Zeit, sich über eine Reparatur Gedanken zu machen. Anders ist es bei Computern: Sie stürzen von jetzt auf gleich ab oder zeigen den Blue-Screen. PC-Laien bleibt das ursächliche Problem oft verborgen, sie sind auf Hilfe angewiesen. Doch viele PC-Notdienste lassen sich ihren Service teuer bezahlen.

Wer mit seinem Rechner noch ins Internet kommt, kann in einem der zahlreichen Fachforen sein Problem schildern. "Meist erhält man schon nach kurzer Zeit recht kompetente Antworten", sagt Thomas Zehetner, vom Portal "pcfreunde.de" aus Bad Schallerbach in Österreich.

Schlechte Noten für Hotlines

Daneben besteht häufig die Möglichkeit, eine Hersteller-Hotline anzurufen. Die Stiftung Warentest in Berlin testete die Service-Nummern großer Notebookhersteller. Der Test zeigte ein düsteres Bild: Keine der 14 Hotlines erhielt ein "Gut", dafür wurden fünf "Mangelhaft" vergeben. Neben hohen Kosten fielen inkompetente Aussagen negativ auf. Fazit der Tester: "Falls Sie einen Computerfreak kennen, hegen und pflegen Sie ihn."

Daneben bieten eigenständige Hotlines Hilfe an. "Bei kleineren Problemen ist die telefonische Beratung durchaus sinnvoll", sagt Zehetner. Der größte Nachteil: Wenn das Problem nicht sofort gefunden werden kann, summieren sich die Telefongebühren zu hohen Beträgen.

Händler helfen nicht rund um die Uhr

Wer eine Ferndiagnose scheut, kann den PC zu einem Händler am Ort bringen. Grundsätzlich gilt beim Kauf eines neuen Computers eine zweijährige Gewährleistungsfrist. Lag beim Kauf des PCs ein Mangel vor, kann der Kunde ihn innerhalb dieser Zeit zum Händler zurückbringen. Dieser muss den Mangel kostenlos beheben. "Gewährleistung bedeutet aber keine Rund-um-Betreuung", erklärt Bernd Ruschinzik, Jurist bei der Verbraucherzentrale Berlin. "Wird der PC wegen eines Virus' langsam, ist der Hersteller nicht verantwortlich."

In den ersten sechs Monaten der Frist muss der Händler beweisen, dass der PC beim Kauf in Ordnung war. Anschließend dreht sich diese Beweislast um, so Ruschinzik. Die Händler reparieren in der Regel nicht selbst, sondern schicken defekte Geräte zum Hersteller.

Hausbesuche werden teuer

Schnellere Hilfe bekommt der Kunde bei einer Werkstatt um die Ecke oder bei so genannten PC-Notdiensten, die nach Hause kommen. Dieser Service hat jedoch seinen Preis: Nach Angaben der PC-Freunde nehmen Notdienste bis zu 140 Euro pro Stunde. "Es ist schwierig vorher herauszufinden, ob jemand seriös ist", nennt Alfred Odenwald-Dal Médico, der bei der Verbraucherzentrale Berlin eine PC-Beratung anbietet, ein Problem. Sinnvoll sei, mehrere Angebote zu vergleichen und vorab eine verbindliche Preisabsprache zu treffen - sowohl für den erfolgreichen, als auch den misslungenen Reparaturversuch. Nicht immer ist das allerdings möglich.

Für eine seriöse Preiskalkulation muss der PC-Notdienst möglichst viele Informationen bekommen. Dazu gehören Marke, Hersteller und Infos zum Betriebssystem. Daneben sollte der Kunde das Problem genau beschreiben: Wann tauchte es zum ersten Mal auf, was wurde vorher gemacht und wie lässt es sich reproduzieren? Fragen, die auch bei der Beratung am Telefon oder bei einem Foreneintrag wichtig sind.

Carina Frey/AP
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
gmathol (30.04.2007, 11:02 Uhr)
Sichern ist wichtig!
Programme wie z. B. Partition Magic erlauben das sichern ganzer Festplatten in einem sogenannten Image das von allen auch den "Laien" wieder zuerueckgesichert werden kann. Installiert man z. B. neue Software die Einstellungen z. B. bei Windows XP in der Registry aendert, so sollte man auf jeden Fall vorher sichern. Wichtig auch nicht in Panik geraten! I. d. Regel kann man mit einem sogenannten Safe-Mode Boot Verfahren die neu installierte Software die z. B. den Explorer zum Absturz bringt wieder deinstallieren.
Linux Unbutu, Suse, Fedora oder Rhel erlauben den Restore eines Systems und man legt einfach die Installations-CD's oder DVD ein und folgt den Anweisungen. Lesen!!!
Ich betreibe mehrere System und Server: OS/2, NT, XP, Linux diverse und habe noch nie ein Problem gehabt.
PCFREUND (28.04.2007, 21:34 Uhr)
Na ein Glück
Ich bin da froh, das meine Firma (PCFreund) sehr günstig ist. Mittlerweile kann ich fast schon behaupten das ich den günstigten Computerservice in ganz Bonn anbiete. 52 Euro pro Stunde und wenn ich sehe das der Kunde nicht so viel Geld hat, gehe ich manchmal auch etwas runter. Naja aber ich bin der Meinung das die Erfolgsrate und die Kundenzufriedenheit bei diesem Beruf eine enorm große Rolle spielt. Und das ist mir auch wichtig.
Tommes1000 (28.04.2007, 20:56 Uhr)
Ubuntu-Linux-User helfen gern - und kostenlos!
Hallo,
als einer von vielen Benutzern des Betriebssystems Ubuntu Linux helfe ich in meiner Gegend auch - und zwar kostenlos, weil das bei Ubuntu-Linux-Anwendern so ein bischen ein Dankeschön an die Communitiy dafür ist, daß man dieses im Gegensatz zu Windows vollausgestattete Linux-System nämlich kostenlos nutzen darf. Aber: die Probleme eines PCs sitzen zu 98% vor dem PC. Dies deshalb, weil die Leute sich immer mehr weigern, mal ein Handbuch zu lesen oder sich im Internet in Wikis und Foren zu informieren. Geht leider konform mit der immer mehr um sich greifenden Unwilligkeit zum Lernen und Weiterbilden. Ach ja: für Ubuntu Linux gibt es als Wiki http://wiki.ubuntuusers.de und als Forum http://www.ubuntuusers.de - dort wird auch Ihnen geholfen.
Peter1958 (28.04.2007, 19:50 Uhr)
Lustig !!!
Ich habe auch einiges an Hotline Gebühren bezahlt!!! Immerhin bekam ich in den meisten Fällen kompetente Hilfe.
Die ultimative Lösung heisst jedoch : KAUFEN SIE SICH EINEN MAC !!! Ich habe seit 1984 mit PC's gearbeitet :-((( und seit ich mit mir einen Mac Pro gekauft habe ich keinerlei Probleme!!!
Ernst1 (28.04.2007, 17:12 Uhr)
Arbeiten Sie auch umsonst Frau Frey?
Oh je viel kein besseres Thema zum schreiben ein? Dann suchen sie sich mal ein Thema, wo Sie mehr Ahnung von haben. Es ist natürlich, dass ein Notdienst teurer ist, als wenn Sie einen "Bekannten" an Ihren Computer und Geschäftsdaten lassen.
Ich bin mal gespannt wenn der Aufruf kommt; "Halten sie sich einen Handwerker war" die sind meistens auch teurerer als Menschen die schwarz arbeiten. Also bitte demnächst Hirn einschalten und dann schreiben. Ansonsten kommt so ein Schwachsinn wie dieser Artikel raus.
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