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28. März 2003, 13:56 Uhr

De-Installation mit unerwünschten Folgen

Auch beim Entfernen von Bestseller-Software wie Norton Antivirus oder dem Windows Media-Player kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Das berichtet die Zeitschrift PC-WELT.

Installierte Software wieder los zu werden ist häufig nicht so einfach

Neben Dialern und Viren, die einem Computer oder der Geldbörse des Anwenders Schaden zufügen wollen, haben auch populäre Software-Bestseller ihre Schattenseiten. Einem Bericht der Zeitschrift PC-WELT zufolge, hinterlassen auch diese mit guten Absichten eingesetzten Programme Spuren auf dem Rechner, verbrauchen viel Ressourcen oder bringen den Computer nach ihrer De-Installation durcheinander.

Nach De-Installation PC-Probleme

Demnach ist beispielsweise die De-Installationsroutine von Norton Antivirus unzuverlässig und scheitert auf vielen Computern. Zum einen bleiben oftmals zahllose verwaiste Registry-Einträge zurück. Zum anderen kann der Anwender unter Windows 2000 und XP danach unter Umständen auch keine Internet-Verbindung mehr herstellen, da der Einwahldienst gestört sein kann. Ein weiteres Beispiel für eine unsaubere De-Installation ist die zur Fritz-ISDN-Karte gehörende Software. Hier werden nur die reinen Programmdateien und ihre DLLs gelöscht, alles andere, wie etwa Faxdateien, bleibt auf dem Rechner zurück. Möchte der Anwender unter Windows 2000 oder XP nach Entfernen der Fritz-Software etwas konfigurieren, streikt sogar ein großer Teil der Computerverwaltung, unter anderem die Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen.

Software sucht nach Original-CD

Auch lassen die Standard-Formate des Windows Media Players, WMV und WMA, einiges an unerwünschter Eigeninitiative zu. Ebenso haben PC-Spiele mit Kopierschutz ihre Tricks: Auch wenn der Anwender die Installationsoption "vollständig" gewählt hatte - das sollte einer weitgehenden Unabhängigkeit von der Installations-CD entsprechen - wird er in vielen Fällen feststellen, dass die Software dennoch permanent auf den Datenträger zugreift und damit die Hardware strapaziert. Grund: Die Software vergewissert sich aus Kopierschutzgründen unentwegt, dass die Original-CD eingelegt ist.

Word-Dateien als "rtf" speichern

Unerwünschte Extras: Eine pdf-, doc- oder xls-Datei enthält wesentlich mehr Informationen, als der Urheber in der jeweiligen Anwendung - Acrobat, Word oder Excel - selbst erkennen kann. In vielen Fällen ist das tolerierbar, doch wird es leicht ärgerlich, wenn ein Außenstehender sehen kann, wer alles an der Erstellung eines Dokuments mitgearbeitet und wer bestimmte Kommentare abgegeben hat. Das Word-Standardformat kann zudem Makroviren transportieren. Es hilft bereits, das Word-Dokument einfach als rtf-Datei (Rich Text Format) zu speichern. So gehen nur die bewusst im Dokument aufgeführten Zeichen an den Empfänger.

 
 
 
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