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28. Januar 2005, 13:57 Uhr

Rekordstrafe gegen Filmpiraten

Ein junger Mann aus Gießen hat über das Internet Raubkopien von DVDs vertrieben - und ist nun zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Vielleicht kommt auch noch ein Strafverfahren auf ihn zu.

Eine raubkopierte DVD von "Die Unglaublichen", hier auf einem Flohmarkt in China© Claro Cortes IV/Reuters

Weil er im Internet wiederholt Raubkopien von Kinofilmen auf DVDs verkauft hat, muss ein 28-Jähriger aus Gießen eine Rekordstrafe von 16.500 Euro zahlen. Das sei eine der höchsten je verhängten zivilrechtlichen Strafen gegen eine Privatperson, teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in Hamburg mit. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung seien 251 Datenträger mit Raubkopien entdeckt worden, darunter "Troja", "I, Robot" und "Spiderman 2". Gegen den Filmpiraten laufe ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Gießen. Die Behörde konnte das zunächst nicht bestätigen.

Verstoß gegen Unterlassungserklärung

Der Mann war erwischt worden, als er unter dem Pseudonym karol_cccp Raubkopien aktueller Filme in einer Internet-Auktionsbörse angeboten hatte. Daraufhin hatte er Mitte vorigen Jahres eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und sich gegenüber der Filmwirtschaft verpflichtet, bei einem Verstoß eine Geldstrafe zu zahlen. Nur wenige Tage später verschickte der 28-Jährige der Gesellschaft zufolge jedoch Mails an Bieter, in denen er ihnen erneut illegale Filmkopien anbot. Mit Hilfe von Testkäufen wurden drei seiner Filme als Raubkopien identifiziert.

DPA
 
 
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