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stern.de-Autor Scheibe hat wieder Lust zum Lesen. Die alten Spenser-Romane von Krimi-Großmeister Robert B. Parker müssen es sein. Leider sind die fast alle vergriffen. Wie gut, dass es ja noch das moderne Antiquariat im Internet gibt. Hier treten Ebay und der Amazon Marktplatz gegeneinander an. Mal sehen, wer gewinnt.
Spenser, Privatdetektiv in Boston: Viele Krimifreunde kennen den smarten Ermittler mit den harten Fäusten und dem feinen Humor nur aus dem TV. Was die wenigsten wissen: Die Bücher sind noch besser. Ein Verlag bringt die Reihe neu an den Start.
Nun ist iBooks endlich auch im deutschen AppStore erschienen. Die kostenlose App für das iPad erlaubt es, ganze Bücher digital einzukaufen, um sie dann am Bildschirm zu lesen. Es ist Zeit für einen ersten Test. Der zeigt: Die App ist super. Es fehlt nur an geeigneten Büchern. Eine Sache war mir die ganze Zeit über völlig klar. Es macht doch überhaupt keinen Sinn, ein Gerät zu kaufen, das nichts anderes kann als elektronische Bücher auf den Schirm zu holen. Die ganzen "komischen" Standalone-eBook-Reader der letzten Monate kosten viel Geld, verfehlen aber völlig ihr Ziel. Sie können einfach zu wenig und kosten zu viel. Aus diesem Grund dachte ich von Anfang an, dass das iPad das perfekte Gerät ist, um dem eBook zum Durchbruch zu verhelfen. Wenn das Gerät zum Spielen taugt, Filme zeigt, Musik spielt, Zeitungen liest, im Internet surft und die E-Mails abruft, dann sollte es auch dazu in der Lage sein, elektronische Bücher zu lesen. Da ich gern lese und zugleich auch sehr in der digitalen Welt verwurzelt bin, war ich von Anfang an scharf darauf, die eBook-Funktionalität des iPads zu testen. Umso verblüffter war ich, dass es auf meinem nagelneuen iPad keine vorinstallierte iBooks-Anwendung gab. Ob es vielleicht an der Importware aus den USA lag? Ich suchte und suchte - und fand nichts. Auch im deutschen AppStore war keine entsprechende Anwendung zu entdecken. Es vergingen einige Wochen - ohne digitalen Buchladen. Ich war ganz schön frustriert. Heute war es dann soweit. Die kostenlose Apple-App iBooks schlug im deutschen AppStore auf. Die App nur für den iPad war natürlich schnell installiert. Einmal gestartet zeigt sich ein hölzernes Buchregal, das sich mit dem Finger nach oben und unten scrollen lässt - für den Fall, das einmalmehr Bücher im Regal stehen, als im aktuellen Sichtbereich zu sehen sind. Die Bücher stehen nicht auf die klassische Weise im Regal. Man kann demnach nicht ihre Rücken sehen, sondern bekommt stattdessen immer das ganze Cover präsentiert. Es nennt den Namen des Buches und den Autor. Als Geschenk steht übrigens von Hause aus eine englische Version von "Winnie-the-Puuh" im Regal. Tippt man eins der Bücher mit dem Finger an, wird es sofort aufgeschlagen. Das iPad gibt die perfekte Größe vor, sodass eine Buchseite wirklich fotorealistisch auf dem Bildschirm nachgebaut wird. Der Leser kann mit dem Finger umblättern, schnell das Inhaltsverzeichnis des Buches aufrufen oder am unteren Rand über eine Leseleiste fahren, die es gestattet, gezielt und schnell zu einer bestimmten Buchseite zu wechseln. Oben rechts stehen drei weitere Hilfsmittel zur Verfügung. Sie erlauben es, die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung zu dimmen, eine andere Schriftgröße und Schriftart zu wählen und eine buchinterne Suche zu starten. Wer ein Wort im Text mit dem Finger markiert, kann es außerdem in einem internen Lexikon nachschlagen oder an dieser Stelle ein Lesezeichen setzen. Keine Frage, das Lesen auf dem iPad ist äußerst angenehm und besser als erwartet. Gerade auf dem heimischen Sofa oder auf Reisen im Auto oder im Flieger ist das iPad ein würdiger Ersatz für das gedruckte Buch - zumal sich beliebig viele e-Bücher auf einmal im Gerät verstauen lassen, während immer nur zwei, drei Taschenbücher ins Handgepäck passen. Allerdings ist das iPad recht schwer. Schwerer als ein Taschenbuch, leichter als ein Hardcover. Aber egal: Das iPad wird sich durchsetzen und im Zuge davon wird auch das digitale Buch sehr schnell mehr Gewicht bekommen. Da stellt sich gleich die Frage: Wie sieht es eigentlich aus mit den ersten Büchern für die App iBooks? Ein Fingerzeig auf "Store" dreht das Bücherregal um 180 Grad und lädt so den Store für die Bücher. Er bietet viele kostenfreie englische Romane von Jules Verne, Alexandre Dumas, Charles Dickens oder Oscar Wilde an, die sich mit einem Fingertipp laden und ins eigene Bücherregal stellen lassen. Auch bei den deutschen Büchern stehen schier unendlich viele kostenlose e-Bücher aus dem Gutenberg Projekt zur Verfügung, darunter viele Werke von Goethe, Schiller, Heine, Wilhelm Busch oder Mark Twain. Natürlich finden sich hier einige Highlights wie "Romeo und Julia", "Max und Moritz" oder eben "Faust". Wunderbar. Aber: Der Sinn steht einem ja doch eher nach aktueller Bestseller-Ware oder zumindest nach den eigenen Lieblingsautoren. Hier finde ich es enttäuschend, dass Apple zum Start nicht wenigstens ein paar coole, kleine deutschen Verlage dazu überredet hat, ihre Bücher in den Store zu stellen. Aus meinem deutschen Account heraus kann ich anscheinend noch nicht einmal die aktuellen US-Angebote durchforsten, die ja in der amerikanischen Version des AppStores durchaus schon gegeben sind. Ich kann jedenfalls keine entsprechenden Angebot finden. So bleiben mir nur die deutschen Klassiker. Von denen gibt es zwar sehr viele, aber auf Goethe und Schiller habe ich nach Arbeitsschluss dann doch keine Lust. Wenn schon keine neuen deutschen Werke zum Start vorhanden sind, dann hätte ich gern ein paar US-Originale von meinen Lieblingsautoren Robert B. Parker und Andrew Vachss gelesen. Warum hier eine solche Flaute herrscht, ist mir schwer erklärlich. Wichtiger Hinweis : Nachdem die deutsche App iBooks am 25. Mai recht früh am Tag im deutschen AppStore freigeschaltet wurde, war sie am Abend schon nicht mehr verfügbar. Vielleicht hat Apple die App ja noch einmal zurückgezogen, um sie zum offiziellen iPad-Start am 28. Mai neu anzubieten und dann auch mit einigen deutschen Büchern. Wir werden sehen - und berichten. Update : Heute am 26. Mai ist die App wieder da - in der Version 1.0.1. Es gab eine "Fehlerbereinigung zur Verbesserung der Leistung". ( Carsten Scheibe ) iBooks 1.0.1 Entwickler: Apple Größe: 6,7 MB Preis: Gratis-App Sprache: Deutsch Wertung: ***** (5 von 5) Link zur Homepage Link zum AppStore
Das Hirn sagt: Los, arbeite, du hast Termine. Der Bauch sagt: Nö, keine Lust. stern.de-Kolumnist Scheibe kennt inzwischen tausend Methoden, um nur ja nicht arbeiten zu müssen. Wenn es sein muss, räumt er sogar seine Favoriten auf und sortiert Urlaubsfotos.
stern.de-Kolumnist Scheibe fliegt erst in den Urlaub - und dann auch schon wieder zurück. Unglaublich, aber wahr: Der Rückflug ist fast noch chaotischer als der Hinflug. Domina-Frauen am Flugschalter, Lüftungsprobleme im Cockpit und Inka Bause eine Reihe vor ihm: Es gibt viel zu berichten.
stern.de-Kolumnist Scheibe freut sich aufs Wochenende. Den Freitag nutzt er aber, um die Woche noch einmal im Kopf Revue passieren zu lassen. Diskussionen um den Web-Auftritt einer Schule, das globale Buchangebot von Amazon und eine Grammatik-kundige Omi sind dieses Mal die Highlights.
stern.de-Kolumnist Scheibe kann es nicht mehr ertragen. Ständig betteln eBay- und Amazon-Marketplace-Verkäufer darum, von ihm bewertet zu werden. Was für eine extrem sinnlose Zeitverschwendung. Aber wenn schon bewerten, dann doch bitte wenigstens richtig!
stern.de-Mitarbeiter Scheibe freut sich: Täglich öffnen neue Web-2.0-Communitys ihre Pforten im Internet und laden mit den verrücktesten Ideen zum gemeinschaftlichen Mitmachen im geschlossenen Netzwerk ein. Scheibe würde ja gerne - wenn er nur die Zeit hätte.
Ist man 15 Jahre alt, denkt man nur ans nächste Date. Ist man erst einmal 30, dann ans letzte. Wir Thirtysomethings schwelgen gerne in der Vergangenheit. Wie gut, dass das Internet dabei hilft, die nostalgische Stimmung mit Fakten zu unterlegen.
Politische Korrektheit, Anstand, Moral - für Detektiv John Shaft Fremdworte. Darum wurden die Shaft-Romane in den 70er Jahren zensiert. Jetzt legt "Pendragon" sie neu auf. Ungekürzt und unzensiert.
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Robert B. Parker ist US-amerikanischer Schriftsteller. Bekannt ist er für seine Krimifigur Spenser, einen Bostoner Privatdetektiv in der literarischen Tradition der "Hard-boiled"-Detektive von Chandler und Hammett.