So sollen Hacker gejagt werden

13. November 2012, 14:16 Uhr

Ihr Ziel sind fremde Daten: Im Visier von Cyberkriminellen stehen immer häufiger Unternehmen und Behörden. Deutsche Wissenschaftler wollen Hackern nun das Handwerk legen.

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Der Krieg im Datennetz ist bereits in vollem Gange: weltweit hat sich der Handel und der Einsatz von Spionageprogrammen und gezielte Hackerangriffe zu einem Milliardenmarkt entwickelt. mehr...

Im Visier der Cyber-Kriminellen sind nicht nur Computernutzer zuhause oder im Büro: sondern vor allem auch Unternehmen und Behörden mit ihren Daten und ihren Systemen. O-Ton: Jens Fromm, IT-Sicherheitsexperte Fraunhofer Fokus „Wir brauchen regelbasierte Systeme, die auf Angriffe genau das tun, was bestenfalls ein Mensch tun würde, nur viel schneller und effektiver.“ Dazu entwickeln und testen Sicherheitsexperten am Fraunhofer Institut diese nächste Generation von Schutzsystemen für Computer und IT-Netze. Ihre Programme werden dabei von einem Team eigener Hacker attackiert und auf mögliche Schwachstellen abgeklopft. Angriffe von außen werden ebenso simuliert, wie das Ausspionieren von sensiblen Daten durch Mitarbeiter – das heißt Angriffe von innen, die oft nur schwer festzustellen aber umso gefährlicher sind. O-Ton: Philip Müller, IT-Sicherheitsexperte CSC „Das Meiste, was diese Hacker tun, läuft unter einer Wahrnehmungsschwelle ab, so dass die Firewalls und die Anti-Virensoftware, die wir haben, nicht einschreiten. Das heißt, was wir jetzt heutzutage brauchen, ist ein System, was uns erlaubt, unterschiedliche kleine Auffälligkeiten zusammenzutragen, zu aggregieren, so dass wir es feststellen können und darauf dann reagieren können.“ Bis solche intelligenten Schutzprogramme zuverlässig laufen, ist es ein weiter Weg. Aber die Software-Entwickler des Fraunhofer-Projekts hoffen, dass sie den Cyber-Kriminellen dann endlich einen vielleicht entscheidenden Schritt voraus sind. Schließen