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Schwupps

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Autodiebstahl
Autodiebstahl
Schwupps, da war der Laster weg...

Auf genauso dreiste wie simple Art hat eine Bande aus Hamm monatelang LKW-Anhänger geklaut und nach Moldawien verkauft. Die moderne Technik der Fahrzeuge wurde den Dieben schließlich zum Verhängnis.

Klitschko-Comeback
Klitschko-Comeback
Schwupps, da isser wieder

Die Box-Welt spielt verrückt: Erst ließ sich Teddybär Axel Schulz bei seinem Comeback-Fight windelweich prügeln, demnächst wird Box-Opa Henry Maske wohl auf die Ohren bekommen und jetzt auch noch das: Der ältere der beiden Klitschko-Brothers steigt wieder in den Ring. Viel Glück!

Der neue VW UP
Der neue VW UP
Der niedliche Volkswagen

Der Up gewinnt die Herzen, aber kühle Rechner kann er nur schwer überzeugen.

Merkels Kandidatenkür
Merkels Kandidatenkür
Nur Mut zur Gauck-Wende!

Die FDP will Joachim Gauck, die CDU nicht. Seine Wahl wäre das Eingeständnis des Scheiterns, heißt es, wie die Atom-Wende. Stimmt. Dennoch könnte Merkel davon profitieren.

Unfreiwilliges Bad
Fußgängerin auf Gehweg abgetaucht

Und schwupps, weg war sie: Eine Fußgängerin trat in Mainz auf einem Bürgersteig in eine Pfütze und versank bis zum Scheitel im Wasser. Schuld war eine gebrochene Hauptleitung.

Nach 23 Jahren
Nach 23 Jahren "Wetten, dass..?"
Adieu, Thommy

In seiner letzten "Wetten, dass..?"- Sendung spielte Thomas Gottschalk wie üblich den Clown. Tränen tabu. Ein bisschen rührselig war's trotzdem. Und er lieferte eine Überraschung.

Café au lait
Blog "Café au lait"
Die Hochzeit meiner besten Freundin...

...war perfekt vorbereitet. Bis auf ein kleines Details: mich, ihre Katastrophen-Trauzeugin. Schuld bin ja eigentlich nicht ich, sondern das hier: Eine für meine Freundin völlig gewöhnliche Szene am Küchentisch: Pü, alias Sophie, was Connys und Philipps rund einjährige Tochter ist, verweigert die Nahrungsaufnahme. Die 30 Minuten Gejammer und Geweine zuvor - da hungrig - sind schier vergessen. Voller Inbrunst presst das kleine Persönchen nun die Lippen zusammen und schüttelt den Kopf. Erst als Philipp und ich abwechselnd auf unseren Stühlen hoch und runter hüpfen, Grimassen schneiden , "Huhu" schreien und ähnliche, nicht ganz unserem Alter angemessene Kunststücke aufführen, entspannt sich das Wonneproppen -Kind. Für einige Sekunden starrt es uns staunend an - natürlich ein Ausdruck stummen Beifalls und Bewunderung und keinesfalls eine "Was um Himmels willen sind denn das für Clowns?"-Miene... Wie auch immer, Pü öffnet kurz den Mund, gerade lang genug, damit Conny mit einem lauten "Hmmmm" den Löffel Möhrenbrei mit Huhn hineinschieben kann. So geht das gefühlte 30 TAGE lang, bis Frau Pü endgültig den Brei verweigert und aus dem schwarz-weiß karierten Kinderstuhl gehoben wird. Philipp trägt sie eine Zeit lang durch die Wohnung, dann müssen Conny und Philipp plötzlich noch mal eben etwas durchsprechen und drücken mir das Ümmelpü auf den Arm. Leicht hilflos trage ich es in der Küche hin und her, tröte dann die nächsten 20 Minuten fröhlich " Iaaaa ", " Quaaak " und " Wihii " vor mich hin, bis mein neues Lieblings-Baby endgültig das Interesse an mir und den Tierbildern vor uns verliert, ein ohrenbetäubendes "Mamaaaa" von sich gibt und losweint. Am Ende des Tages liege ich erschöpft auf der Couch, mein Bett für diese vorletzte Nacht vor der Hochzeit, bevor die Braut und ich in eine Hotelsuite umziehen. Mit dem Bräutigam wird die Braut erst am Tag der Zeremonie wieder vereint. Und als ich so da liege, verspüre ich ein leichtes Ziehen im Rücken... Ich denke mir nur: "Normal, schließlich habe ich den ganzen Tag lang - ungewohnten - Sport mit Pü gemacht" und entschlummere sanft. Doch am nächsten Morgen sind die Schmerzen nicht weg, sondern werden stärker und stärker. Abends lege ich mich früh ins Bett, nehme zwei Dolipran und versuche, zu entschlummern. Doch so richtig funktioniert nicht, und als Conny gegen zwölf mit ihrer Cousine Ute reinkommt, ist aus dem leichten Stechen ein brennender Schmerz geworden. Ich humpele auf die beiden zu und frage Conny mit schmerzverzerrtem Blick, ob sie wohl noch eine Dolipran hat. Da greift Ute (eine gelernte Pharmazeutin) meine Hand, guckt mich mitfühlend an und meint, "Lisa, ich glaub, Du hast einen Hexenschuss oder sowas". Kurze Zeit später liege ich mit sich zusammenkrampfenden Rückenmuskeln auf dem Boden. Meine Beine sind auf dem Bett abgestützt, die Braut hält mit besorgtem Blick meine Hand. Ute ruft einen Krankenwagen . Und während ich so vor mich hin vegetiere, bricht Conny auf einmal in Lachen aus. "Sorry", meint sie und auch ich muss lachen - was die Schmerzen in meinem Rücken zunächst verzehnfacht und dann leicht abschwächt (der Entspannungseffekt scheint den Krämpfen entgegenzuwirken). "Aber das ist einfach zu skurril - so hab ich mir das nun wirklich nicht vorgestellt..." Wenige Minuten später kommen die Rettungsmänner durch die Tür. Einer von ihnen - jung und gutaussehend, doch gerade ein Einfamilienhaus bauend (wie ich später erfahre) und deswegen wohl doch kein potenzielles Opfer (wo kriegt die Bravo nur immer ihre Traum-Lovestories her? Eine bessere Vorlage als "Sie trafen sich bei einem (Nicht-)Bandscheibenvorfall vor der Hochzeit" gibt es ja wohl kaum...) - setzt sich auf die Bettkante und fragt besorgt "Na, was haben wir denn für Schmerzen?". Ich beschreibe es, während weitere Krampfblitze meinen Rücken durchfahren. Die zwei jungen Retter heben mich schwupps auf ihre Trage (die ich übrigens irrtümlicherweise immer wieder Bahre nenne). Als ich an der Rezeption vorbeigefahren werde, sieht das Personal hinter der Theke nur meinen rechten Arm unter dem Laken hervorwinken. Ich rufe kurz "Tschühüss" und es geht rein in meinen ersten (!) Rettungswagen, in dem selbst im Patienten-Teil Musik zu hören ist. Im Krankenhaus angekommen, erlebe ich allerdings den Zahnarzt-Effekt : Die vorher höllischen Schmerzen sind so gut wie abgeebbt, ich kann wieder laufen, Bandscheibenvorfall - und Nierencholikdiagnose sind negativ. So dass irgendwann, gegen halb drei Uhr morgens - Ute hat übrigens die ganze Zeit über tapfer die Stellung gehalten - der gutaussehende, junge Chirurg durch die Tür gerauscht kommt und sagt: "Frau Louis, Sie sind ein so unauffälliger Patient. Wir können nun wirklich nichts mehr für Sie tun." Dann drückt er mir Schmerztabletten und ein muskellösendes Mittel in die Hand und eh ichs mich verseh, sagt er "Auf Wiedersehen", und Ute und ich, die ich noch immer im (wenigstens brandneuen) Schlafanzug bin, nehmen ein Taxi in Richtung Hotel. An Hotel-Rezeption angekommen frage ich kurz nach einem neuen Schlüssel - mit dem Satz "Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern, aber ich wurde hier eben auf einer Bahre..äh...Trage hinausgefahren - da hab ich doch glatt meine Zimmerkarte vergessen..." Oben treffen wir Conny, die selbst jetzt, um halb drei Uhr morgens, noch immer aufrecht im Bett sitzt. "Ich bin völlig durch den Wind", sagt sie und guckt uns mit müden Augen an. "Ich war sogar im Schlafanzug unten an der Bar ein Bier kaufen." Drei Stunden Schlaf für die Braut vor der Hochzeit - und alles wegen mir. Den schönsten Tag ihres Lebens hatte sich Conny irgendwie anders vorgestellt. Ich mir übrigens auch: nur die Schmerzmittel retten mich über den Tag. Selbst wenn ich abends ein noch besseres Mittel gegen Rückenschmerzen finde: tanzen. Das mache ich dann auch, gleich neben meiner Lieblings-Braut. Bis sechs Uhr morgens. L.

Und jetzt ... Django Asül
Und jetzt ... Django Asül
Die Irlandflüsterin

Deutsche arbeiten, Griechen und Portugiesen liegen am Strand, Iren heben Geld ab oder spielen Golf. So funktioniert Europa. Und damit das so bleibt, zwängt Angela Merkel den Iren EU-Geld auf, das sie eigentlich gar nicht wollen.

Bundesvision Song Contest 2010
Bundesvision Song Contest 2010
Stefan Raab, Stuttgart 21 und der Nationalstolz

Für Unheilig war es der erste Sieg beim Bundesvision Song Contest, Stefan Raab dagegen hat schon alles gewonnen. So schien dem Moderator der sechste "BoViSoCo" so leicht zu fallen, wie das Knöpfedrücken bei "TV Total". Aber irgendwie war diese Show sehr politisch. Oder täuscht sich stern.de-Redakteurin Sophie Albers da?

Café au lait
Blog "Café au lait"
August in Paris…

...ist Ferienzeit . Dann flieht der Großteil der Pariser Eingeborenen aus der Großstadt und lässt eine ruhige, entspannte Metropole zurück - in der selbst Polizisten nichts zu tun haben... Angestrengt gucke ich nach vorne und konzentriere mich auf die nächste Ampel. Nein, ich sehe das Auto hinter mir mit der Aufschrift „Police" nicht. Und dass es gerade nicht mehr anders als ich nach links abbiegt, sondern genauso wie ich geradeaus fährt, hat ganz sicher nichts mit mir zu tun. Denke ich. Und gucke gemäß Vogelstrauß-Technik (wen ich nicht sehe, der sieht mich auch nicht) nach rechts, als das Auto links von meinem Roller auf gleiche Höhe fährt. Erst als einer der jungen Männer anfängt zu winken, die Blaulichter des Polizeiwagens angehen, und weit und breit außer mir keiner auf dieser Straße zu sehen ist, kann auch ich das Offensichtliche nicht mehr ignorieren: Mit einem Seufzer und leichtem Herzklopfen fahre ich rechts ran. „Ihre Papiere bitte!" sagt einer der drei Gesellen, während der zweite hinzufügt: „Woher kommen Sie?" „Ich bin Deutsche ", antworte ich daraufhin mit einem leicht nervösen Lächeln und übergebe Führerschein und Ausweis an Nummer Eins. „Nur eine Routine-Kontrolle...", murmelt der, während er auf mein deutsches Versicherungskennzeichen starrt. „Oh", meine ich schnell, „das ist ein deutsches Kennzeichen." Und füge hastig hinzu: „Das gilt aber in ganz Europa !" „Aha", sagt da Nummer Zwei und guckt verschreckt (?) hoch. „Ich hab so etwas noch nie gesehen... und wollte wissen, was das ist..." Ich, leicht verwirrt über diese Erklärung der Ausweiskontrolle, erkläre ihnen das deutsche Kennzeichensystem (dass das Nummernschild anders als in Frankreich jedes Jahr ausgewechselt wird, jedes Jahr eine andere Farbe hat etc.). Da sagt Nummer Eins: „Keine Sorge, wir checken das nur mal mit der Zentrale, dauert nicht lange." Und dann fängt er an, mit mir zu quatschen - woher ich denn genau käme, ob es mir in Paris gefalle und wie lange ich schon in Frankreich wohne, wie alt mein Roller sei etc. Nummer Zwei schlendert inzwischen im Hintergrund herum, rührt dabei allerdings sein Walkie-Talkie nicht an. Stattdessen tippt er mit einem Fragezeichen im Gesicht auf seinem iPhone herum. Was Nummer Drei in der Zwischenzeit macht, kann ich beim besten Willen nicht sagen - er richtet weder das Wort an mich, noch kann ihm auch nur ein Funken meiner Aufmerksamkeit schenken, werde ich doch die ganze Zeit von Nummer Eins beschäftigt. Nach etwa zehn Minuten Kaffeeklatsch mit Nummer Eins, sehe ich Nummer Zwei wieder auf uns zu schlendern - ohne dass er einen ersichtlichen Kontakt mit der Zentrale (in Deutschland?) hergestellt hätte. „Ok", sagt Nummer Eins und gibt mir meine Papiere wieder. „Ich wollte ja nur mal wissen...", fügt Nummer Zwei hinzu und - schwupps - packen sie Nummer Drei ins Auto und fahren weg. Tatsächlich - nix zu tun , denke ich mir und trete meinen Roller wieder an. L.

Alice's Adventures in Fashionland
Blog "Alice's Adventures in Fashionland"
Immer Ärger mit Alice

Im Frühjahr folgte Laden Nummer zwei. Ein sportlicherer, jüngerer, preiswerterer Ableger des Hauptgeschäftes. Zur Sortimentsbereinigung, damit unsere hochwertigere Ware in ansprechenden Bildern und Themen konsequent präsentiert werden kann. Sonst sähe es zwangsläufig auch bei uns in Kürze so aus, wie bei einem bekannten König in einer Landeshauptstadt. Jacken für 800 € aufwärts hängen “pfundweise“ eng aneinander gepresst auf gefühlt kniehohen Stangen und in ca. 7 Metern Höhe ( oder 1,90 Meter, aber das macht ja kaum einen Unterschied) fristet die zweite Rutsche Moncler -Kurzmäntel ihr Dasein. So sind auf  4 m² also mindestens satte 16000 € untergebracht. Unabhängig davon, dass die obere Stange rein physikalisch für die Durchschnittskundin kaum zu erreichen ist, wer will so inszenierte Ware denn schon noch??????!!!!!!! Eine Moncler-Jacke ist ein Statement aus feinster Daune , oftmals Prada -Ware ( relativ steif, wasserabweisend, winddicht, sehr viele Farben möglich, bekannt geworden vor zig Jahren durch Miuccia Prada ) oder dem, den Marken-Jüngerinnen sehr gut bekannten, typischen weichen Lack-Stoff. Häufig pelzverbrämt, immer atmungsaktiv, wasserdicht, definitiv wintertauglich, sportlich weiblich, trotz Herkunft dezent französisch und mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Sogar der modeunwillige Herzkönig erkennt deutlich: „Oh, sieh mal, wieder eine Moncler.“ ( "Wieder" daher, weil wir gerade durch Venedigs Gässchen schlenderten und die Marke beinahe jede zweite Italienerin warm hielt.) Daher und aufgrund des hervorragenden Brand-Managements auch der Preis. Unter 600 € ist eine Winterjacke in diesem Fall nicht zu bekommen und bis 2200 € ist jede Zwischenpreislage denkbar. Die übergeordnete pariserisch couturige Linie “ Gamme Rouge “ findet sich glücklicherweise aktuell nicht bei dem besagten Mantelhaus. Jetzt frage ich mich natürlich wieso der/die Visual Merchandiser/in glaubt, dass der Bentley im DOB -Outdoorbereich ramschartig auf der Fläche platziert werden sollte???!!!! Denken sich die Königs, dass eine Kundin hier auf ihre Einkaufserlebnis-Kosten kommt? Wer möchte schon 900 € für ein Kleidungsstück anlegen, dass es anscheinend in Unmengen und für jeden zu erwerben gibt. Die Exklusivität ist dahin. Der Aha-Effekt der Ware auch. Zudem sind dort die Verkäuferinnen sowieso nahezu allesamt unzulänglich. Mein Urteil ist hart, aber aufgrund mehrerer Stichproben gesichert. Beispiel: Alice: „Entschuldigen Sie bitte. Könnten Sie mir vielleicht da vorne bei den Moncler-Jacken weiterhelfen?“ Verkäuferin A hört auf weiter T-Shirts zusammenzufalten und fragt freundlich: „Wobei bitte?“ Alice ist vielleicht ungerechterweise schon leicht genervt, ob dieser Nachfrage und antwortet: „ Da vorne. Bei Moncler.“ Der fragende Ausdruck der Verkäuferin bleibt bestehen und so geht Alice zu der entsprechenden Wand und dem Rundständer vor. Verkäuferin A: „Ach so, bei den Jacken da. Ich hatte sie nicht richtig verstanden. Was möchten Sie denn wissen?“ Alice stellt eine simple Frage: „Ist in allen Daune und hält das auch richtig warm?“ Verkäuferin A: „Mmmhh, nein, ich denke nicht. (Alice innerlich „FALSCH.“) Die mit den Steppungen sind sicher wattiert (Alice = „FALSCH“), aber das hält ja auch viel wärmer („FAAAAALSCH“). Alice : „Aha, Danke. Und was sind das für Größen? Was ist denn eine 3?“ Verkäuferin A mit entschuldigendem Lächeln: „Oh je, erwischt. (Alice denkt sich „mehrfach.“) Ich hol mal rasch meine Kollegin.“ Kommt mit einer älteren Kollegin im Schlepptau zurück. Verkäuferin A: „Also, die Dame möchte wissen wie hier die Größen funktionieren. Also was z.B. eine 3 ist.“ Und an mich gewandt : „ Frau Bertram hilft Ihnen weiter, ja?“ Alice: „Ja, Danke.“ Frau Bertram: „Also, das sind amerikanische Größen (Alice bei sich „Falsch.“) und die 3 ist eine deutsche 38. („Yeah, richtig.“) Aber da die ja von den Amerikanern sind, fallen die sehr groß aus. („Falsch, fallen ziemlich knapp aus.“) Was brauchen Sie denn für eine Größe?“ Sollte sie eigentlich selber sehen, aber ich sage ihr, dass ich immer zwischen 3 und 4 liege, probiere noch etwas an und verabschiede mich dann, da ich den Preis für einen “wattierten“ Kurzmantel doch etwas happig empfinde. Frau Bertram pflichtet mir bei. Korrigiert nicht die Wattierungsaussage und lässt mich ziehen. So kann das Mäntelhaus natürlich keine Mäntel verkaufen. Oder gerade auf diese Weise? Fühlt die Kundin keine Schwellenangst und traut sich so alles anzufassen und sich selber zu helfen? Gewagte Taktik. Man bestücke ein renovierungsbedürftiges, riesiges Kaufhaus in der obersten Etage mit Top-Labels. Verzichte auf ausgebildetes oder auch nur interessiertes Personal, setze dafür auf Freundlichkeit und proppenvolle Regale. Schwupps merken die Käuferinnen gar nicht, dass dieser Mantel sie gerade ein halbes Monatsgehalt gekostet hat. Vielleicht für diese Stadt genau das Richtige, da es sich hier gegen hochmodische, exklusive Konkurrenz im direkten Umfeld durchzusetzen gilt. Meine Kritik an der Unternehmensführung und der Verkaufsraumgestaltung wird hiermit zurückgezogen, schließlich könnte genau dieser „Kaufhaus“-Look beabsichtigt sein. Nichtsdestotrotz wird diese Denkweise und Praxis sich bei uns nicht durchsetzen, so lange es meinem Willen obliegt. Ich liebe schöne Dinge, umgebe mich gerne mit ihnen und VERKAUFE sie erst recht liebend gern. ;-) Aber eben nur im entsprechenden Rahmen. Ehre wem Ehre gebührt. Der Bentley sollte auch als solcher klar erkennbar sein. Er ist kostbar, von der Passform perfekt und detailverliebt. Die Qualität sucht ihresgleichen und der Preis nun mal auch. Dafür hält ein solches Stück auch nahezu ewig und wird seltenst reklamiert. Dann allerdings ist die Retourenbearbeitung des Labels noch deutlich ausbaufähig. Zügiger und kulanter wäre wünschenswert. Leider läuft bei dieser Brand viel über Italien, was die Kundenwünsche wohl für immer in dasselbige Wunsch-Reich verbannt. Vielleicht liegt es aber auch an der “haarzähnigen“ Geschäftsführung der Düsseldorfer Moncler-Vertretung, die es hasst beim Lügen ertappt zu werden und sich eher eigenhändig mehrere Finger brechen würde, als uns, einem für Moncler sehr kleinen Kunden, auch nur ein wiiiiiinziges Stückchen entgegenzukommen. Aber auch das ist eine andere Kurzgeschichte. Den nächsten Ordertermin jedenfalls versuchen wir in München zu bekommen. Dort gibt man sein Geld in wesentlich angenehmerer Gesellschaft aus. Ups, das war es dann mit der Mini-Provision für Düsseldorf . Eure, gerade zu ihrer Schande etwas schadenfrohe, Alice.

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