Preiswert und schnell müssen Computer heutzutage sein. Doch dass PCs richtig Krach machen können, daran denkt kaum ein Käufer. In einer neuen Serie schildert stern.de die Erfahrungen beim Selbstbau eines "Silent-PC".

Dieses Gehäuse gilt es zu füllen - wir zeigen, wie es geht.© Gregor Franz
So mancher Euro wird bei der Konzeption preiswerter Komplett-PCs in schnellere CPUs, mehr Speicher, größere Festplatten und leistungsfähigere Grafikkarten gesteckt, um die Konkurrenz auszustechen. Das Betriebsgeräusch des Computers spielt nur eine untergeordnete Rolle - oder gar keine. Manche zunächst ruhige Rechner mutieren auch erst nach einiger Zeit zu wahren Flugzeugturbinen. Einige PCs laufen irgendwann nicht mehr rund, da sie zu warm werden. Auf anfängliche Begeisterung über den neuen Rechner folgt daher häufig Ernüchterung.
Seit einiger Zeit zeichnet sich aber ein Trend ab: Man legt Wert auf Ruhe - auch beim Computer. Nicht nur Freaks, sondern auch normale Anwender wollen endlich leise PCs. Verschiedene Hardware-Produzenten und Versandunternehmen haben dies erkannt und sich darauf spezialisiert. Sie bieten Komponenten sowie Accessoires an, die für weniger Krach sorgen. Ein Dauerbetrieb von Computern als Multimedia-Center soll so auch in Lebensbereichen möglich werden, in denen nervige Geräusche besonders unangenehm auffallen, etwa im Wohnzimmer.
Eine solche Lösung gibt es nicht von der Stange - und wenn doch, dann nur für einen exorbitanten Preis. Eigeninitiative ist gefragt, beim Zusammenstellen und -bauen eines leisen und doch leistungsfähigen "Silent-PC". Wir machten die Probe aufs Exempel und wagten den Versuch. In unserem Artikel gehen wir auf Grundlagen ein, stellen geeignete Komponenten vor und geben Tipps für die Montage des Rechners. Einige Maßnahmen zur Geräuschminimierung sind sicher auch auf Ihren alten PC anwendbar.
Sie meinen, der Aufwand käme für Sie nicht in Frage? Schauen Sie sich einmal die Voraussetzungen an, die an Sie gestellt werden.
- echtes Verlangen nach einem leisen Computer
- etwas Hintergrundwissen (das wir Ihnen vermitteln)
- technisches Grundverständnis
- durchschnittliche Geschicklichkeit im Umgang mit Hardware und Werkzeug
- durchschnittliche Kenntnisse in technischem Englisch (erforderlich für die eine oder andere Anleitung)
Auch viele Nicht-Profis dürften sich jetzt angesprochen fühlen. Sie können also beruhigt weiterlesen.