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Jutta Behling und Jürgen Schlottke leiten ehrenamtlich die "Deutsche Shareware-Autoren-Vereinigung" (SAVE). Carsten Scheibe sprach mit den beiden Shareware-Experten über den Status Quo und die Zukunft der Szene.
In dieser Kolumne ist die deutsche Shareware-Szene immer wieder ein wichtiges Thema. Doch bei aller Begeisterung für das alternative Vertriebskonzept bleibt eine Betrachtung des Themas doch einseitig, wenn sie immer von der gleichen Person betrieben wird.
Ist Shareware wirklich so schlecht? Letztens beschwerte sich ein Programmierer gar bitterlich bei uns, weil wir sein Programm als Shareware bezeichneten und es unseren Lesern als eine solche vorstellten. Dabei sei seine Testversion doch eine kommerzielle Demo und keine Shareware.
Öfter mal was Neues. Der Shareware-Szene wächst im Spielebereich eine neue Konkurrenz heran. Die Spieleprogrammierer hören das sicherlich nicht besonders gerne, schaffen sie es eh kaum noch, ihre 30-Mark-Spiele in angemessener Zahl zu vermarkten.
In der Shareware-Szene sollten eigentlich die Champagner-Korken knallen. Inzwischen gibt es kaum noch eine Homepage im Internet oder eine CD-ROM auf einer PC-Fachzeitschrift, die keine Shareware anbietet. Millionenfach kommen die 30-Tage-Testversionen unters Volk. Doch feiern möchte niemand. Für den Champagner ist einfach kein Geld da.
Vom 13. bis zum 15. Juli brennt die Luft im Wyndham Harbor Island Resort in Tampa, Florida. Einmal mehr wird sich die internationale Shareware-Szene in dieser Hotelanlage treffen, um sich drei Tage lang selbst zu feiern.
Die Shareware-Szene hat in den letzten Monaten ein wenig den Kopf eingezogen: In den einschlägigen Shareware-Depots werden zum Großteil nur noch kleinste Tools und winzige Mittagspausen-Spiele hochgeladen. Wo bleiben die großen, komplexen Anwendungen, die es auch einmal wagen, den bekannten kommerziellen Programmen Konkurrenz zu machen? »/ANRISS«
Stern.de-Kolumnist Carsten Scheibe ist Experte für Shareware und bereits seit 15 Jahren immer den neuesten Tools und Trends auf der Fährte. Immer wenn er gerade glaubt, dass sich in diesem Bereich nichts wirklich Wichtiges mehr tut, kommt es zu schwer wiegenden Veränderungen.
Eins steht fest: Das Jahr 2000 war für die Shareware-Szene ein tolles Jahr und für die Shareware-Programmierer ein mieses. Wie das sein kann? Ganz einfach: Für die Szene an sich war es ein gutes Jahr, weil Shareware inzwischen überall präsent ist.
Houston, wir haben ein Problem: Immer mehr Beta-Versionen werden gezielt und nicht aus Versehen in die Shareware-Szene entlassen. Was den Versions-Junkie mächtig freut, enttäuscht die breite Basis. Beta-Programme sind Programme, die noch nicht fertig sind.
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