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29. Dezember 2006, 11:05 Uhr

Wenn der PC zum Aquarium wird

Beliebt bei Entwicklern und Nutzern: Viele Bildschirmschoner für den PC simulieren Aquarien. Der "Dream Aquarium Screensaver" kommt einer perfekten Umsetzung bereits recht nah - und bietet gleich zwei Becken.

Der "Dream Aquarium Screensaver" bietet zwei Becken an© Spiral Monkey Software

Alan Kapler weiß, wie das funktioniert mit den lebensechten Animationen, die aus dem Rechner kommen. Er hat bereits Trickeffekte für Hollywood-Blockbuster wie "The Day After Tomorrow" oder "Herr der Ringe" beigesteuert. Nun versucht sich der Oscar-Gewinner an einem virtuellen Aquarium für den Computer. Das Ergebnis stellt alle bislang dagewesenen Konkurrenten locker in den Schatten und überzeugt mit einer Lebendigkeit, die fast noch das reale Aquarium auf dem Büroschreibtisch aussticht.

Die Motive

Der "Dream Aquarium Screensaver" bietet gleich zwei Becken an. Das eine zeigt eine mit Algen bewachsene Unterwasserwurzel vor einem dichten "Wald" aus befiederten Wasserpflanzen. Das andere installiert eine graue Steinlandschaft mit kargem Bewuchs, sodass die Fische besser zur Geltung kommen. Beide Becken lassen sich ganz nach Gusto einsetzen. Perfekt wirkt das Szenario auf einer 2-Bildschirm-Umgebung. Dann kann jeder Monitor sein eigenes Aquarium zeigen.

Die beiden Aquarien bieten eine fast fotorealistische 3D-Ansicht eines Aquariums. Lebendig wirkt die Szenerie, weil sich die Wasserpflanzen sanft in der Strömung bewegen, weil Luftblasen von einem Sprudler aufsteigen und weil sich Lichteffekte geschickt im Wasser brechen. Der Clou sind natürlich die Tiere im Becken. Da läuft eine Krabbe über den Sand und sucht mit den Scheren nach Futter. Kommen der Krabbe neugierige Fische zu nahe, winkt sie mit der Schere - und schon sausen die Fische wieder davon. Die Fische ahmen bekannte Süßwasserarten aus dem Zoohandel nach. Da gibt es jede Menge Barben, aber auch Neonfische und Salmler. Sie bewegen sich völlig natürlich mit schlagenden Flossen, rollenden Augen und wackelndem Schwanz.

Verhalten der Fische perfekt simuliert

Viele Kunden haben bereits vermutet, dass Alan Kapler die Fische im realen Leben gefilmt und dann digitalisiert hat. Er schwört aber darauf, dass sie komplett dem Rechner entstammen. Keine Frage: Die Programmierung der virtuellen Tiere ist bestens gelungen. Die Tiere schwimmen neugierig umher, knabbern an den Pflanzen, nehmen das ab und zu eingestreute Futter auf und jagen sich gegenseitig durch das Becken. Dabei könnte man stundenlang zuschauen.

Was dem Schoner bei aller Schönheit nun noch fehlt, ist Interaktivität und Einflussnahme. Zu diesem Zweck lässt sich bei laufendem Betrieb die Enter-Taste betätigen. Sie öffnet ein Menü, das über die normalen Schonereinstellungen nicht zu erreichen ist. Hier kann der Aquariumbesitzer auswählen, welche Fischarten in welcher Anzahl zum Einsatz kommen sollen. Auch ist es möglich, von hier aus die Fische zu füttern, das Becken zu wechseln, die Effekte zu ändern oder das manchmal nervige Blubbern auszuschalten. Der König aller Bildschirmschoner-Entwickler wäre Kapler, wenn seine virtuellen Fische altern, sich vermehren und am Ende auch sterben würde, sodass die Krabbe sie zerlegen kann. Da muss der Schoner leider noch passen - wie die Konkurrenz auch.

Die Testversion blendet nach einigen Minuten einen dezenten Hinweis auf die Vollversion ein. Sie enthält auch noch nicht alle Fischarten.

Download beim Hersteller: www.dreamaquarium.com

"Dream Aquarium Screensaver"
System: ab Windows XP/2000
Autor: Spiral Monkey Software
Sprache: Englisch
Preis: 19,95 Dollar
Größe: ca. 6,7 MB
Carsten Scheibe
 
 
 
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