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17. Februar 2007, 07:18 Uhr

Den Dolmetscher in die Tasche stecken

Die Urlaubsbekanntschaft scheint sehr charmant. Doch die Dame spricht nur französisch, und der eigene Schulunterricht in dieser Sprache liegt gefühlte Ewigkeiten zurück. Wohl dem, der in so einer Situation seinen PDA zu Rate ziehen kann.

Smartphones und PDAs können nun auch Übersetzungshilfe leisten© Marcus Brandt/DDP

Verhandlungen auf Englisch in London, ein Tête-à-tête mit der Stewardess in Paris, fließende Unerhaltung auf Spanisch in Madrid: Bald sollen auch weniger Sprachbegabte solche Ochsentouren meistern können. Denn Übersetzungsprogramme werden mobil, erkennen gesprochene Sätze und sie sprechen. Weil PDAs und Smartphones heute so viel drauf haben wie vor Jahren Rechenzentren, rückt der elektronische Dolmetscher für die Hosentasche immer näher. Bis dahin helfen die aktuellen Programme: Auch sie können schon viel.

Den ersten Schritt auf dem langen Weg zum Taschendolmetscher hat Langenscheidt mit der neuen Reihe "TransSpeak" schon zurückgelegt. Die Software für PDAs und Smartphones kombiniert Spracherkennung, Übersetzung und Sprachausgabe: Das Programm erkennt gesprochene deutsche Sätze und gibt sie in Englisch, Französisch oder Spanisch auf dem Display wieder. Gleichzeitig ertönt die Übersetzung von 1200 ausgewählten Sätzen über den Lautsprecher des Gerätes.

Drei Sprachen in einer Software

"TransSpeak" ist für PDAs und Smartphones mit den Betriebssystemen Pocket PC 2002 oder 2003, Smartphone 2002 oder 2003 sowie Windows Mobile 5.0 und Windows Mobile Second Edition (SE) erhältlich. Für Englisch, Französisch und Spanisch kostet die Software je knapp 30 Euro. Eine Version mit allen drei Sprachen kostet knapp 60 Euro.

Mit der Software Transspeak kann man sich Übersetzungen auch vorlesen lassen© Langenscheidt/DPA

Mobile Kunden hat auch Lingvosoft mit dem "Sprechenden Übersetzer 2007" für Pocket-PCs im Visier. Der Volltextübersetzer überträgt Briefe oder E-Mails vom Deutschen ins Englische und umgekehrt. Die Quellen lassen sich als Textdatei importieren, über die Zwischenablage einfügen oder über eine virtuelle Tastatur eingeben.

Übersetzungen werden vorgelesen

"Sprechend" heißt das Programm, weil es eine Sprachausgabe hat und der Nutzer sich den übersetzten Text vom PDA vorlesen lassen kann. Die Software kostet in der Vollversion knapp 100 Euro. Sie arbeitet auf Pocket-PCs mit den Betriebssystemen Pocket PC 2003, Windows Mobile Second Edition (SE) und Windows Mobile 5.0. Nicht mobil, aber vielseitig ist der "Power Translator 11 Professional" von LEC, den Avanquest aus München vertreibt. Sieben Sprachen in acht Sprachpaaren kann die Software übersetzen, etwa Deutsch nach Englisch, Französisch und Italienisch und umgekehrt. Als Add-In kann sie in Anwendungen wie Internet Explorer und - das ist in Version 11 neu - in Microsoft Outlook sowie den Browser Firefox eingebaut werden. Das Programm kostet knapp 200 Euro.

Fachwörterbücher wurden integriert

Die internationale Kommunikation zwischen Experten steht im Fokus der neuen "translate"-Programme von Lingenio, herausgegeben von digital publishing. "translate 10" gibt es nur für Englisch und Französisch - in den Varianten: "quick", "plus" und "pro". Im Vergleich zur Vorgängerversion wurde die Software um integrierte Fachwörterbücher erweitert: sie umfassen Bereiche wie Recht, Wirtschaft, Medizin, Technik, IT oder Banken und Versicherungen. Die Versionen "plus" und "pro" verfügen über Firefox-Plug-Ins, so dass sie sich in den Browser integrieren lassen und während des Surfens Webseiten und PDFs übersetzen können. "translate quick" kostet knapp 50 Euro, "plus" ist für knapp 100 Euro erhältlich, "translate pro" kostet knapp 250 Euro.

Arnd Petry/DPA
 
 
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