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8. März 2007, 18:02 Uhr

Mach doch mal Pause!

Wer am Computer arbeitet, macht viel zu wenig Pausen. Die Folgen sind Kopfschmerzen, verspannte Muskeln oder Sehnenscheidentzündungen. Die OpenSource-Software Workrave sorgt dafür, dass der Anwender regelmäßig die Maus aus der Hand legen muss.

Workrave zeigt Übungen für den Arbeitsplatz

Jeder Anwender kennt dieses Gefühl, wenn es am PC plötzlich zu einem irritierenden Problem kommt und man sofort einen ganzen Kanon von Massnahmen anstimmt, um den Fehler zu beseitigen. Auf einmal scheint die Zeit deutlich schneller abzulaufen als sonst: Stunden ziehen vorbei wie Augenblicke und die eigene Ansage "Nur noch zwei, drei Mausklicks" wird von vielen tausend weiteren Klicks schon bald zum Irrglauben erklärt.

Wer zu viel am Rechner arbeitet und rein gar keine Pausen einlegt, riskiert, an diesem Fehlverhalten recht bald zu erkranken - oft auch chronisch. Die Mediziner kennen inzwischen zahlreiche psychische und physische Maladitäten, die direkt mit dem Tastengehacke, Mausgeschubse und Monitorgestarre in Verbindung stehen. Das ist kein Wunder: Immer mehr Leute arbeiten täglich viele Stunden am Stück am Computer. Im einfachsten Fall sorgen verspannte Schultern für eine Unpässlichkeit, im schlimmsten Fall kommt ein schmerzhafter "Mausarm" hinzu.

Pausengong

Um PC-Krankheiten zu vermeiden, ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen. Sie helfen dabei, die Muskeln zu entspannen, den Sehnen eine Pause zu gönnen und die Augen zu entlasten. Da der Anwender selbst kaum dazu in der Lage ist, auf die Einhaltung der am Arbeitsplatz übrigens von einer EU-Richtlinie vorgeschriebenen Pausen zu achten, übernimmt das kostenlose Programm Workrave diesen ungeliebten Job. Das kleine Tool startet zusammen mit Windows und zählt bei der Arbeit die Zeit bis zur nächsten Mikropause, bis zur kommenden Ruhepause und bis zum Erreichen des täglichen Limits herunter. Die Zeitlimits lassen sich in den Einstellungen selbst vorgeben.

Wer ahnt, dass er sich eh nicht an die Pausenrufe von Workrave hält, baut vor. Dann springt das Pausenzeichen keck vor dem Mauszeiger weg oder wird der ganze Bildschirm einfach gesperrt. Wenn's nicht freiwillig geht, muss eben der Zwang her. Gut ist, dass der Zeitzähler bei Untätigkeit automatisch gestoppt wird. Wer also eh gerade eine Pause macht, wird nicht in der nächsten Minute dazu gezwungen, gleich noch eine einzulegen. Gerade in größeren Firmen punktet der Netzwerk-Modus. So bekommt es das Programm genau mit, wenn der Anwender den Rechner wechselt und einfach an einem anderen Arbeitsplatz weitermacht. So oder so: Pause wird gemacht. Basta.

Ein echtes Plus sind die Übungen, die sich per Mausklick aktivieren lassen. Sie dienen der Entspannung und sollten unbedingt ein paar mal am Tag am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Ein 3D-Männchen turnt die einzelnen Übungen vor, während ein abnehmender Zeitbalken aufzeigt, wie lange die Übungen durchzuführen sind. Keine Frage: Wer auf Workrave hört, geht entspannter in den Feierabend.

Download beim Hersteller: www.workrave.org

Workrave 1.8.4
System ab Windows 98
Autor Rob Caelers & Raymond Penners
Sprache Englisch
Preis Freeware
Größe ca. 6,7 MB
Carsten Scheibe
 
 
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