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13. September 2008, 14:44 Uhr

Hacker knacken Cern-Schaltzentrale

Sie kamen nicht in böser Absicht, aber sie zeigten die Risiken im Computersystem des Atomforschungszentrums Cern in Genf auf: Am Tag der Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers LHC haben Hacker das angeblich sichere Informatiksystem geknackt. Sie hinterließen eine Botschaft, in der sie die Cern-Computerexperten als "Schüler" verspotteten.

Computersystem mit Sicherheitslücken: Das Cern-Kontrollzentrum in Genf, mit dem der Teilchenbeschleuniger LHC gesteuert wird© Fabrice Coffrini/Reuters

Computerhacker sind britischen Medienberichten zufolge in das Informatiksystem des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC vorgedrungen. Dabei hätten die Hacker eine Nachricht hinterlassen, schrieben am Samstag übereinstimmend die Tageszeitungen "Times" und "Daily Telegraph". In der Botschaft hätten sich die Hacker über die Computertechniker des Atomforschungszentrums Cern in Genf lustig gemacht und diese angesichts der Sicherheitslücken als "Schüler" bezeichnet.

Der Angriff der Hacker erfolgte den Angaben zufolge am Mittwoch, also dem Tag der Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers. Allerdings schworen die Angreifer in ihrer Botschaft den Angaben zufolge, dass sie den Ablauf des größten Experiments der Wissenschaftsgeschichte nicht stören wollten. Vielmehr wollten sie nur die Risiken im Computersystem aufzeigen.

Nach fast 20-jähriger Vorbereitungszeit hatten Wissenschaftler des Atomforschungszentrums Cern am Mittwoch den ersten Protonen-Strahl in die 27 Kilometer lange unterirdische Röhre des weltweit leistungsstärksten Beschleunigers geschickt. Die Forscher wollen in dem mehr als hundert Meter unter der Erde gelegenen LHC Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigen und miteinander kollidieren lassen. Von den Experimenten erhoffen sie sich Aufschluss über fundamentale Fragen wie die Entstehung des Universums und die Struktur der Materie.

AFP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Luciano (14.09.2008, 14:48 Uhr)
el3ktro
Soviel IT-Kenntnisse diese Unterschiede zu kennen, darf man vom Durchschnittsjournalisten anscheinend nicht erwarten. Es geht aber noch falscher: Beim Spiegel wurde gar das "Betriebssystem" des Cern gehack. Nun ja.
el3ktro (14.09.2008, 01:50 Uhr)
Bescheuert
Was für eine bescheuerte Überschrift. "Hacker knacken Cern-Schaltzentrale" So ein Blödsinn. Die WEBSEITE des CERN wurde gehackt, nicht irgendeine "Schaltzentrale". Das ist etwas VÖLLIG anderes! Stern, sowas sollte wirklich mal besser recherchiert werden.
Nostradamus (13.09.2008, 17:21 Uhr)
Wer triviale Probleme nicht lösen kann sollte sich nicht an komplexe wagen
Menschen sind sehr interessant. Für die Lösung trivialer Probleme reicht es oft nicht aber man kann sich dann ja an die komplexeren Themen wagen.
Gestern noch Friseur, heute Fondsmanager, morgen Finanzminister und übermorgen Chef der Weltbank.
Im Übrigen gibt es keine sicheren Systeme. Die einzige Sicherheit, die es gibt ist physikalische Trennung von Netzen.
Wer Firewall oder IDS für sicher hält ist ein Narr.
Das haben schon viele bitter lernen müssen. Ob CIA, Bundesregierung oder CERN.
Der sicherste Computer ist der, der nicht am Netz ist oder auch der, der nur mit proprietären Protokollen verschlüsselte Kommunikation beherrscht.
Sobald der Alghoritmus aber bekannt ist wird auch dies zu einer Lücke. Zertifikate und Schlüssel können geknackt werden.
Die Vorstellung, dass der Einsatz von IT Sicherheit bringt, diebei Managern und Politikern mit Sicherheitsfanatismus in den Köpfen rumschwirrt macht mir angst.
Der biometrische Paß ist auch ein derart unsicheres Beispiel und die damit einhergehende Planung z.B. automatisierter Grenzkontrollen und Fluggastabfertigung werden gigantische Lücken reißen und den Terroristen von morgen den Zugang erleichtern.
Hahaha ja. Aber nur wegen des unerschütterlichen Irrglaubens in teure Sicherheitstechnik und Sicherheitsspezialisten.
TheHonk (13.09.2008, 16:47 Uhr)
hahahaha
..was für luschen!
die "hacker" hätten direkt alles löschen sollen.. ALLES
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