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22. Juni 2004, 17:32 Uhr

MRAM - merkfähig ohne Strom

Wem schon einmal wichtige Daten verloren gegangen sind, der weiß: Strom aus = Arbeitsspeicher leer. Infineon hat nun magnetische RAMs vorgestellt, die sich ihren Inhalt ohne "Saft" merken können.

16-Mbit-MRAM wurde gemeinsam mit IBM entwickelt.© Matthias Hiekel/DPA

Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies hat in Dresden den ersten Chip auf Basis der Magnetspeichertechnologie präsentiert. "Computer sind damit künftig sofort per Knopfdruck einsatzbereit", sagte der Verantwortliche für den Geschäftsbereich Speicherprodukte bei Infineon, Wilhelm Beinvogl. Ein langwieriges Hochfahren sei nicht mehr notwendig.

Der 16-Mbit-MRAM (Magnetoresistive Random Access Memory) wurde gemeinsam mit IBM entwickelt. Zwischen beiden Unternehmen besteht seit 2000 eine Kooperation. Ein Zeitpunkt für den Start der Massenproduktion konnte noch nicht genannt werden.

Ähnlich einer Festplatte

MRAM speichern Informationen mit magnetischen und nicht wie herkömmliche Chips mittels elektrischer Ladungen. Bei einem Stromausfall behalten Computer damit ihre Daten - ähnlich wie die Festplatte eines Rechners. Zudem kann der Nutzer genau dort weiterarbeiten, wo er unterbrochen hatte.

Infineon fertigt und entwickelt Halbleiter und Systemlösungen für die Automobil- und Industrieelektronik. Im Speicherbereich machen Standardprodukte für Personalcomputer, Notebooks und Server den größten Umsatzanteil aus. Daneben werden spezielle Speicher für anspruchsvolle Anwendungen in mobilen Geräten, bei Grafiken und in Netzwerken geliefert.

Infineon beschäftigt weltweit 32.200 Mitarbeiter, in Dresden sind es mehr als 5000.

DPA
 
 
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