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8. April 2009, 18:00 Uhr

Hacker attackieren offenbar US-Stromnetz

Einem Zeitungsbericht zufolge ist es Hackern gelungen, in die Steuerungscomputer des US-Stromnetzes einzudringen. Schaden sei nicht entstanden, doch seien Spionageprogramme entdeckt worden. Als Verursacher beschuldigen die USA verschiedene Länder.

Hacker, Cracker, Spionage

Die Hacker sind nicht in die Stromkabel selbst eingedrungen, sondern in die Steuercomputer des Stromnetzes© Dominique Faget/AFP

Cyberspione sind nach Angaben des "Wall Street Journal" in das US-Stromnetz eingedrungen. Sie hätten in dem computergesteuerten System Programme hinterlassen, die dazu benutzt werden könnten, die Elektrizitätsversorgung im ganzen Land zu stören, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Sicherheitsbehörden.

Danach vermuten die amerikanischen Stellen, dass die Hacker aus China, Russland und anderen Ländern stammen und darauf abzielen, das US-Stromnetz navigieren zu können. Sie hätten nicht versucht, die Infrastruktur zu beschädigen, könnten dies jedoch in einem Krisen- oder Kriegsfall versuchen. "Die Chinesen haben versucht, unsere Infrastruktur zu entschlüsseln", zitierte das Blatt einen hochrangigen Geheimdienstbeamten. "So auch die Russen."

Wie es weiter hieß, hat es Hacker-Angriffe auf das Stromnetz wiederholt in der Vergangenheit gegeben. Sie nähmen aber ständig zu. So seien im vergangenen Jahr "eine Menge" dieser Angriffe vorgekommen, sagte ein Mitarbeiter des Heimatschutz-Ministeriums. Demnach sind neben dem Stromnetz auch die Wasser- und Abwasserversorgung potenzielle Ziele.

Russland und China bestreiten nach Angaben der Zeitung die Vorwürfe. Der Sprecher der russischen Botschaft in Washington, Yevgeniy Khorishko, nannte demnach die jüngsten Vorwürfe "reine Spekulationen". Russland habe mit Cyberattacken auf die Infrastruktur der USA nichts zu tun. Ähnlich äußerte sich Wang Baodong, Sprecher der chinesischen Botschaft: Die Regierung in Peking lehne "jede kriminelle Handlung" ab, die das Internet oder Computer-Netzwerke zerstöre.

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Mobat (10.04.2009, 02:12 Uhr)
Gar nicht überraschend
In den USA gibt es in vielen Bereichen den Beruf "Meterableser" für Wasser, Gas und Elektrizität nicht mehr. Warum? Weil man Signale des Meters bequem über WLAN, Mobilfunk oder LAN übertragen kann. Die Meter melden nicht nur den aktuellen Stand, sogar Service ist im eingeschränkten Maß möglich. Das Einsparen des klassischen Metermannes spart besonders in abgelegenen Gebieten viel Geld, besonders wenn auf vorhandene Infrastruktur zurückgegriffen werden kann.
Ein Großteil der Forenteilnehmer hier hat einen privaten Internetanschluß mit Email. Ich nehme nicht an, daß jemand nicht weiß, wie Spam aussieht, wie Phishing funktioniert oder weiß, was ein Virus ist.
Wie Großen, so im Kleinen...
Nostradamus (08.04.2009, 23:21 Uhr)
@STR_EDDS: Naiv
Guckst Du hier:
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http://www.breitband-bw.info/internet-ueber-stromnetz.html
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Das ist nicht paranoid sondern ihr seid einfach naiv.
STR_EDDS (08.04.2009, 22:41 Uhr)
@nostradamus
Uiuiui! Also das mit dem Stromnetz ist schon sehr, sehr, sehr harter Tobak! :-)
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Am Ende werden Sie noch vom Toaster ausgespäht. Im Ernst: Sie übertreiben mit Ihren Bedenken absolut. Und Sie machen Sich deswegen das Leben unnötig schwer. Muss nicht sein.
skeptiker23 (08.04.2009, 22:23 Uhr)
@nostradamus
Science Fiction?
Nein, Paranoia !
Nostradamus (08.04.2009, 21:29 Uhr)
Im Globalisierungsweltwunderland
Ob Finanz- oder Wirtschaftskrise oder Spionage. Es ist einerlei. Während die Europäer und allen voran die Deutschen mit einer unglaublichen Naivität an die Globalisierung gehen zeigen anderen Länder ein fröhliches Lächeln während sie ihren alten Gegnern von hinten in den Rücken stechen.
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Wir haben uns selbst in Gefahr gebracht und wie die Trojaner haben wir Tür und Tor geöffnet für Spionage, Sabotage.
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Es ist sehr einfach dem Westen Schaden zuzufügen. Wir lassen unsere gesamte Infrastruktur in Fernost herstellen. Computer, Kommunikationssysteme für alle Bereiche des täglichen Lebens. Sicherheit? Fehl am Platze.
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Selbst meinen Rat Netze physisch zu trennen halte ich heute nicht mehr für sicher!
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Denn auch wenn man LAN und WAN trennt, dann stecken möglicherweise PC's und Router im selben Segment des selben Stromnetzes.
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Auch wenn auf dem Schreibtisch zwei Computer stehen. Einer für den Internetzugang und einer für das Intranet so stecken beide in der selben Steckdose und kommunizieren bereits über das 220 Volt Netz.
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Es sollte oberstes Bestreben sein die Entwicklung für Kommunikationssysteme wieder nach Europa, USA, Kanada, Australien und Neuseeland zurück zu holen.
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Ansonsten werden die, die Wirtschaftskriege führen uns bald die Hoheit über unsere eigenen Länder abgerungen haben.
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Krieg wäre dann ein Digitaler, wie in mehr oder minder guten Science Fiction Filmen. Abschalten der gesamten Infrastruktur Strom, Wasser Abwasser und aller Kommunikationswege. Kapitulation.
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Science Fiction? Nein.
sausewindxxl (08.04.2009, 19:08 Uhr)
Netze völlig offen?
Ich kann nicht verstehen warum solche wichtigen Systeme überhaupt an das Internet angeschlossen sind! Solche Netze sollten völlig unabhängig laufen!
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