. .
Computer - Neuigkeiten und Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
5. August 2005, 13:42 Uhr

"Microsoft hofft, mit uns mitzuhalten"

Macromedias Software "Flash" ist aus dem Web nicht mehr wegzudenken. Firmenchef Stephen Elop sprach mit stern.de über den Verkauf seiner Firma an Adobe und den Konkurrenzkampf mit Microsoft.

Stephen Elop ist CEO von Macromedia und seit 1998 im Unternehmen© Karsten Lemm

Die US-Firma Macromedia, beheimatet im kalifornischen San Francisco, gehört zu den erfolgreichsten Unternehmen im Internet: Ihr kostenloser "Flash"-Player, den etliche Webseiten für Grafik-Animationen einsetzen, ist auf 98 Prozent aller PCs installiert und wird von über 500 Millionen Menschen in aller Welt genutzt. Damit ist das Programm ähnlich populär wie der (ebenfalls kostenlose) "Acrobat Reader" zum Anzeigen von PDF-Dateien. Künftig soll beides aus demselben Haus kommen, denn Adobe, Hersteller von "Acrobat" und "Photoshop", will Macromedia übernehmen. Welche Überlegungen hinter dem Kauf stecken, erklärt Macromedia-Chef Stephen Elop, 41, im Gespräch mit stern.de.

Herr Elop, warum verkaufen Sie Macromedia an Ihren bisherigen Rivalen Adobe?

Wir glauben, dass sich die beiden Firmen hervorragend ergänzen. Beide sind auf ihre Weise sehr stark - Macromedia mit Flash, Adobe mit dem PDF-Format und dem Acrobat Reader. Das sind sehr weit verbreitete Technologien, sonst aber gibt es kaum Überschneidungen. Flash ist interaktiv, PDF relativ statisch - da geht es um Dokumente. Unsere Stärke liegt im Internet, Adobes eher bei Grafikprogrammen wie Photoshop.

Warum wollen Sie dann zwei so unterschiedliche Unternehmen zusammenschweißen?

Weil wir ähnliche Ziele für die Zukunft verfolgen. Beide Firmen haben gespürt, dass sie nun mühsam entwickeln müssten, was der andere jeweils schon hat. Wenn Sie sich die gesamte Palette an Medien anschauen, mit denen wir es zu tun haben, vom bedruckten Papier bis zur Video-Animation, dann wird klar, dass beide Firmen jeweils Teile davon gut im Griff haben - und bei anderen Schwächen zeigen. Sobald Sie aber Macromedia und Adobe kombinieren, fügt sich eins wunderbar zum anderen. Unsere Kunden haben das übrigens längst erkannt. Die drängen uns schon lange, die beiden Firmen zusammenzulegen, denn viele arbeiten den ganzen Tag über mit Macromedia- und Adobe-Produkten und wünschen sich ein besseres Zusammenspiel zwischen den Programmen.

Es gibt aber auch reichlich Protest von Kunden, die fürchten, dass Adobe rivalisierende Macromedia-Produkte einfach einstellt. Können Sie garantieren, dass alle Ihre Programme weiterleben?

Garantien gibt es nie. Ich könnte Ihnen auch ganz unabhängig von Adobe nicht garantieren, dass alle unsere Produkte morgen noch auf dem Markt sind. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Aber: Mal angenommen, Adobe käme daher und übernähme eine Firma wie Macromedia, nur um anschließend eine Reihe ihrer besten Produkte zu killen - das würde keinen Sinn ergeben. Es würde den Wert der gekauften Firma zerstören und obendrein die Nutzer aufregen. Das macht erst recht keinen Sinn. Deshalb haben wir die Absicht, so weiterzumachen wie bisher - selbst in Bereichen, bei denen manche sagen, dass es Überschneidungen gibt. Denn wir glauben nicht, dass diese Überschneidungen so groß sind, wie einige behaupten.

Die amerikanischen Wettbewerbshüter untersuchen im Moment, ob die Fusion bei einigen Produkten ein Monopol erzeugen würde. Es gibt beispielsweise Spekulationen, dass Sie sich von "Freehand" trennen müssen, dem einzig nennenswerten Konkurrenten von Adobes "Illustrator".

Wir hoffen und erwarten, dass wir das nicht tun müssen. Wir arbeiten derzeit mit dem US-Justizministerium zusammen, um zu zeigen, warum ein solcher Verkauf nach unserer Meinung nicht nötig ist.

Fürchten Sie, dass die Behörden die Fusion ganz untersagen könnten?

Nein, überhaupt nicht. Es ist steht völlig außer Frage, dass dieser Zusammenschluss auf höherer Ebene ein Segen für den Wettbewerb ist.

Wie meinen Sie das?

Nehmen Sie die Kombination aus Adobe und Macromedia im Vergleich etwa zu Microsoft: Microsoft hat in einigen Bereichen ein klares Monopol und setzt jetzt dazu an, seinen Einfluss mit Hilfe dieses Monopols auch auf andere Bereiche auszuweiten. Wir sind eines der wenigen Unternehmen, die Microsoft ernsthaft herausfordern können. Nicht überall, gewiss, aber doch in manchen Bereichen.

Ganz konkret: Wo glauben Sie, dass Sie mit Microsoft mithalten können?

Eines der Gebiete, auf denen Microsoft hofft, mit uns mithalten zu können - lassen Sie uns da auf die richtige Wortwahl achten! - betrifft so genannte "Rich Internet Applications"...

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston