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7. Dezember 2006, 10:15 Uhr

Das denken Sie über Videospiele!

Nach der Schreckenstat von Emsdetten wird kontrovers über Videospiele diskutiert. stern und stern.de hatten Sie nach Ihrer Meinung gefragt. Lesen Sie die interessantesten Beiträge aus der überwältigenden Leser-Resonanz.

Videospiele

So genannte "Killerspiele" sind umstritten. Die meisten Leser sprachen sich aber gegen ein Verbot dieser Computerspiele aus© Robyn Beck/AFP

Ich finde, dass es Sache der Eltern ist, sich mit dem Medienverhalten ihrer Kinder auseinander zu setzen.Was soll ein Verbot von "Killerspielen" überhaupt bewirken? Verbotenes wird nur noch interessanter.Man könnte auch,ob der vielen Verkehrstoten,ein Verbot von "Killerautos fordern. Und wenn Herr Stoiber meint,"Killerspiele" würden zum töten animieren,frage ich mich,zu was einem das Militär animiert ? Sicherlich nicht zum hamsterfüttern.Wie gesagt,fängt sinnvolle Kontrolle im Kinderzimmer statt.Ich selbst bin übrigens 37 Jahre und spiele leidenschaftlich gerne "Killerspiele".Und es geht mir dabei keineswegs um töten,sondern um das taktische agieren und erfolgreiche beenden einer Mission.
Michael Maletycz
Grandvillard, Schweiz

Liebe 59% der Stern-Leser,
die meinen "killerspiele" müssten verboten werden,ihre Großeltern hielten Rock'n'Roll einst für eine Krankheit. Jede neue Medie wird zu Anfang angefeindet.Aber, wie Herr Masuch in ihrem Artikel bereits sagte:,,Spiele werden selbstverständlicher Bestandteil späterer Genera- tionen sein´´, genau wie heute Rockmusik.In Deutschland dauert dies nur länger als in anderen Ländern (wo Computerspiele längst zum Mainstream gehören),obwohl wir zweitgrößter Computerspielemarkt der Welt sind.
Hannes Wienecke
Burgdorf

Sehr geehrte Damen und Herren,
In meiner Freizeit bin ich Headmanager eines eSport Teams (genauere Infos zu eSport). Als Headmanger habe ich unzählige Aufgaben. Ich bin für Mitglieder, Finanzen des Teams, den Webauftritt uvm. zuständig - nicht zuletzt gehört es zu meinen Aufgaben den Ruf meines Teams und das des fairen eSport aufrecht zu erhalten. Durch die Tat an der Realschule in Emsdetten ist die Diskussion um "Killerspiele" wieder entbrannt. Wir alle sind von dieser Tat sehr betrofen und bedauern diese, dennoch ist die Schuld nicht einfach abzuschieben. Durch solche unnötigen Diskussionen sehe ich den Ruf einer ganzen Sportart gefährdet, die in vielen anderen Ländern offiziel anerkannt wurde. An so einer Tat ist ganz bestimmt kein PC Spiel Schuld. Wer so eine Tat vollbringt ist krank - psychisch Krank. Hervorgerufen wurde das sicher nicht durch ein PC Spiel sondern durch Erziehung und dadurch, dass niemand gemerkt hat das diese Person Krank ist. Wo waren z.B im Vorfeld Schulpsychologen o.ä.? Eine Tat wie diese Kündigt sich lange Zeit im Voraus an. Auch ist zu hinterfragen wie eine 18 Jährige Person ganz einfach in Deutschland an Waffen und Sprengstoff kommt. Vielleicht sollte man an dieser Stelle einmal ansetzen. Bei labilen Personen ohne irgendwelchen sozialen Rückhalt sehe ich allerdings doch ein gewisses Potenzial zur verstärkten Gewaltbereitschaft durch USK18+ Spiele. In Deutschland spielen weit weit über 1 Million Leute jeden Alters PC. Sind diese alle potenzielle Mörder? eSport ist ein Sport wie jeder andere! Kranke Personen und Verbrecher gibt es überall.
Mit freundlichen Grüßen
Manuel Kohler
Schöntal-Bieringen

Nein, Videospiele sind keine Gefahr. Ich selbst spiele schon sehr lange. Zuerst Computerspiele und dann Videospiele. Ich kann mit fug und recht behaupten, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Die wirkliche Gefahr geht von Politikern aus die offenkundig keine Ahnung haben wovon sie sprechen. Ich glaube kaum, dass ein Herr Stoiber schon jemals ein Videospiel gespielt hat, trotzdem gehört er zu den Menschen die am lautesten nach einem Verbot schreien. Er sollte lieber einmal den wirklich gut recherchierten Artikel aus dem Stern lesen, damit er einmal einen grundlegenden schnellen Überblick vor seiner nächsten Hetzkampagne bekommt. Videospiele mit gewalttätigen Inhalten sind nämlich jetzt schon nicht so einfach zu bekommen. Selbst Erwachsene haben es dadurch schwieriger an Spiele zu kommen, obwohl sie das entsprechende Alter haben. Manche Spiele müssen sie sich sogar aus dem europäischen Umland besorgen. Wenn also Jugendliche und Kinder Spiele spielen die nicht für ihr alter geeignet sind, dann liegt dies keineswegs an zu schwachen Gesetzen. Sondern an Eltern und Verkäufern die ihren Pflichten nicht nachkommen. Die Frage nach der Moral ist selbstverständlich ein ganz anderes Thema. Aber in einem Land in dem die persönliche Freiheit (z.B. Religionsfreiheit) einen so hohen Stellenwert hat wie in Deutschland, kann ein Videospielverbot nicht die Lösung sein. Vor allem wenn es so viele fantastische Spiele gibt, die alles andere als sinnlose Gewalt auf den Bildschirm zaubern.
Thomas Loch
Worpswede

Zum Thema Counterstrike: Es dürfte rechtlich schwer werden, ein Spiel zu verbieten, dass acht Millionen Menschen auf der ganzen Welt besitzen.
Hannes Wienecke
Burgdorf

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