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6. März 2007, 13:06 Uhr

Der digitale Datenberg wächst und wächst

Ein Marktforschungsinstitut hat geschätzt, wie groß der aktuelle Datenbestand auf der Welt ist. Ergebnis: 161 Milliarden Gigabyte. In den kommenden Jahren werde sich diese Zahl vervielfachen. Hauptbestandteil der Datenmenge: Bild- und Videodateien.

Viele Milliarden DVDs wäre nötig, um die gesamte Datenmenge der Welt zu speichern© Jens Büttner/DPA

Ob es ein Foto mit der Digitalkamera ist oder ein Text, der auf dem Computer gespeichert wird. Der digitale Datenberg wächst unaufhörlich. Allein im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts IDC 161 Exabyte zusammen, das sind 161 Milliarden Gigabyte. Und bis 2010 erwartet IDC laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie, dass sich dieses "digitale Universum" bis auf 988 Exabyte ausdehnt. Es sei vermutlich die erste derartige Untersuchung überhaupt, die versuche, das gesamte Datenvolumen abzuschätzen und Aussagen zu seiner weiteren Entwicklung zu machen, erklärte IDC. Gesponsort wurde die Studie von dem IT-Unternehmen EMC, das Lösungen für Informationsverwaltung anbietet.

Allein in Deutschland ist laut IDC im vergangenen Jahr ein Datenvolumen von 10 Exabyte entstanden, bis 2010 werden knapp 70 Exabyte erwartet. Produziert werden 70 Prozent dieser Informationen von Privatpersonen, die telefonieren, fotografieren, filmen, im Internet surfen oder auf sonst eine Art digitale Daten produzieren oder übermitteln. In die Speicherung, Bereitstellung, Übermittlung von rund 85 Prozent der Daten sind allerdings Firmen involviert, die auch für die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien sowie den Schutz der Daten selbst verantwortlich sind, erklärte IDC in der Untersuchung, die in Anlehnung an die kosmologische These vom sich ausdehnenden Universum "The Expanding Digital Universe" genannt wurde.

Bilder und Videos machen laut IDC den Löwenanteil des Informationsuniversums aus: So wurden 2006 allein mehr als 150 Milliarden Fotos mit Digitalkameras aufgenommen. Über das Videoportal YouTube laufen täglich 100 Millionen Videostreams. Im Internet sind inzwischen fast 1,6 Milliarden E-Mail-Adressen registriert. So entstanden im vergangenen Jahr allein sechs Exabyte nur durch den Versand von E-Mails, wobei Spam noch nicht einmal mitberechnet wurde, wie IDC erklärte.

IDC sieht enorme Herausforderungen auf die Unternehmen zukommen. "Aus technologischer Sicht werden Unternehmen immer ausgefeiltere Techniken entwickeln müssen, um die täglich entstehenden Informationsmengen zu transportieren, zu speichern, zu schützen oder wieder herzustellen", erklärte IDC-Forschungsleiter John Gantz. Die Ausgaben für Sicherheits-Software werden dabei von 40 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 65 Milliarden Dollar 2010 ansteigen. Das Wachstum des digitalen Datenberges ist allerdings recht unterschiedlich auf die Welt verteilt, wie IDC erklärte. So haben alle Weltregionen außerhalb von Nordamerika, Westeuropa und Japan nur einen Anteil von zehn Prozent am digitalen Universum. Das Wachstum wird dort aber künftig um 30 bis 40 Prozent größer sein als in den Industrienationen.

AP
 
 
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