HOME

Erste Schritte mit dem iPad

Sie haben ein iPad gekauft - und nun? Für Ihre ersten Schritte mit dem iPad geben wir ein paar Tipps: Was wird wo angeschlossen? Wie kommen die Inhalte auf das Tablett? Und weshalb benötigt man unbedingt zusätzlich einen Computer?

Von Giesbert Damaschke

Bevor wir das iPad einschalten und an den Computer anschließen, machen wir uns rasch ein Bild von seinen Bedienelementen, damit deutlich wird, was mit "Standby-Taste" oder "Dock-Connector" gemeint ist.

Für die Punkte 1 bis 4 vergrößern Sie bitte das obere Foto, für die Punkte 5 bis 9 das untere.

1 - Kopfhöreranschluss und Mikro

Apple bietet als Zubehör ein Headset an (also die Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon), über das Sie das iPad auch fernsteuern können. Hier passen natürlich auch alle gängigen Kopfhörer mit 3,5-mm-Stecker anderer Hersteller hinein.

2- Standby-Taste (Ein-/Ausschalter)

Mit einem kurzen Druck wechseln Sie zwischen Standby und Betrieb. Halten Sie den Schalter ca. fünf Sekunden gedrückt, können Sie das iPad komplett aus- und wieder einschalten. Im Standby-Betrieb kann das iPad weiterhin Musik wiedergeben, akzeptiert aber keine Eingaben. So wird vermieden, dass Sie versehentlich die Musik ausschalten oder zu einem nicht gewünschten Song wechseln.

3 - Bildschirm-Arretierung

Das iPad passt den Bildschirminhalt der Lage des Bildschirms an. Halten Sie es etwa im Querformat, wird der Bildschirm entsprechend gedreht. Drehen Sie wieder ins Hochformat, folgt der Inhalt prompt Ihrer Bewegung. Das ist meistens gewünscht, manchmal auch nicht. In diesem Fall arretieren Sie die Darstellung mit diesem Schalter.

4 - Lautstärkeregler

Über den Kippschalter an der rechten Seite regeln Sie die Lautstärke. Der obere Teil erhöht die Lautstärke, der untere verringert sie.

5 - der Home-Bildschirm

Sie erreichen alle Funktionen und Programme des iPads über das große Touch-Display. Der Home-Bildschirm entspricht dem Schreibtisch/Desktop bei Mac OS X/ Windows und kann aus mehreren Bildschirmseiten bestehen. Jede Bildschirmseite bietet Platz für bis zu 16 Applikationen.

6 - das Dock

Die grau spiegelnde Fläche im unteren Bereich des Bildschirms ist das Dock, in dem Sie bis zu sechs besonders oft benutzte Programme ablegen können.

7 - Home-Taste

Mit einem Druck auf diesen Knopf gelangen Sie von jedem Programm aus immer zum Home-Bildschirm zurück.

8- der Dock-Connector

Hier kommt das Anschlusskabel hinein, dessen anderes Ende in die USB-Buchse des Computers oder des Netzteils gesteckt wird.

9 - Die Lautsprecher

Falls kein Kopfhörer angeschlossen ist, erfolgt die Tonausgabe über den internen Lautsprecher, der für ein Gerät dieser Größe erstaunlich gut ist.

Verbindungskabel und Netzteil

Über das weiße Verbindungskabel nimmt Ihr iPad Kontakt zu Ihrem Computer auf (der dazu natürlich eingeschaltet sein muss). Das fl ache Ende stecken Sie in den Dock-Connector an Ihrem iPad, den USB-Stecker in den USB-Port Ihres Computers. Dabei wird das iPad übrigens auch gleichzeitig aufgeladen. Schneller geht es allerdings, wenn Sie das Netzteil benutzen, das zum Lieferumfang gehört.

Der Akku des iPads hält locker zehn Stunden durch. Doch diese Leistung hat ihren Preis. Die Leistungsaufnahme des Akkus beim Ladevorgang ist ungewöhnlich hoch – für die meisten Standard-USB-Ports zu hoch. Das iPad benötigt zum Aufladen eine Spannung von zwei Ampere (A), ein Standard-USB-Port liefert allerdings meist nur die Hälfte.

In diesem Fall erscheint im Display oben rechts die Anzeige "Lädt nicht". Die ist zwar nicht ganz richtig (im ausgeschalteten Zustand wird der Akku durchaus geladen, allerdings sehr langsam), aber am besten ist es, Sie benutzen zum Laden das mitgelieferte Netzteil.

So kommen Inhalte aufs iPad

Bevor es losgeht, sollten wir uns rasch klarmachen, wie die Zusammenarbeit zwischen iTunes auf Ihrem Computer mit Ihrem iPad prinzipiell funktioniert.

Das iPad ist für sich genommen zwar ein feines Gerät, eine großartige Surfstation und noch manches mehr, doch entfaltet es seine Fähigkeiten erst in Kombination mit dem Programm iTunes auf Ihrem Computer.

Damit überhaupt Musik, Videos, Fotos, Spiele oder andere Daten auf Ihr iPad gelangen, müssen sie vom Computer an das iPad übertragen werden. Dieser Vorgang wird "Synchronisation" oder kurz " Sync" genannt. Dabei gilt die Faustregel: Es ist nichts auf dem iPad, was nicht zuvor in iTunes war (wie alle Faustregeln ist auch diese Regel nicht ohne Ausnahmen, doch dazu gleich). Was Musik, Video & Co angeht, können Sie sich das iPad auch als eine Art mobile Verlängerung von iTunes vorstellen.

In iTunes speichern und verwalten Sie Ihre Musik und Videos. Hier erstellen Sie Wiedergabelisten, die bei einem Sync auf das iPad übertragen werden. Außerdem legen Sie in iTunes fest, welche Inhalte aus anderen Programmen (also zum Beispiel Adressen, Termine oder Fotos) auf das iPad kopiert werden sollen.

Einbahnstraße

Dabei ist die Verbindung zwischen dem iPad und iTunes (fast) eine Einbahnstraße: Sie kopieren zwar Inhalte vom Computer auf das iPad, aber es ist (bis auf wenige Ausnahmen) nicht möglich, Inhalte vom iPad auf den Computer zu übertragen. Sie können das iPad also nicht als eine Art mobile Festplatte benutzen, um etwa Musik von Ihrem Computer auf das iPad und anschließend vom iPad auf einen anderen Computer zu kopieren.

Zu den erwähnten Ausnahmen gehören einige Programme, die etwa PDF-Dateien aus dem Internet speichern und später via iTunes auf Ihren Computer kopieren können. Es ist auch möglich, auf dem iPad Musik, Filme, E-Books oder Programme zu kaufen, die beim nächsten Sync vom iPad auf den Computer übertragen werden. Und schließlich werden auch Adressen, Notizen oder Termine, die Sie auf Ihrem iPad eintragen, beim Sync an den Computer übermittelt.

Einschalten, Standby, ausschalten

So, jetzt müssen Sie nur noch wissen, wie Sie Ihr iPad ein- und ausschalten, dann kann’s losgehen.

  • Kaltstart („booten“) Auch wenn es nicht so aussieht – das iPad ist ein leistungsfähiger, unixbasierter Computer. Wie jeder Computer muss auch das iPad beim Kaltstart gebootet werden, das heißt: er lädt sein Betriebssystem (in diesem Fall handelt es sich um eine Variante von iPhone OS). Um ein ausgeschaltetes iPad zu booten, halten Sie die Standby-Taste ca. fünf Sekunden gedrückt.
  • Standby-Modus einschalten Sobald das iPad einsatzbereit ist, versetzen Sie es mit einem kurzen Druck auf die Standby-Taste in den Standby-Betrieb. Dabei wird der Bildschirm ausgeschaltet, aber bestimmte Prozesse laufen weiter, etwa die Musikwiedergabe, die Sprachaufnahme oder der Mailabruf via Wlan.
  • Standby-Modus verlassen Um das iPad wieder benutzen zu können, drücken Sie einmal kurz auf die Standby-Taste oder die Home-Taste unten in der Mitte. Es erscheint der Sperrbildschirm mit einer großen Entriegeln-Schaltfläche.
  • Komplett ausschalten: Um das iPad vollständig auszuschalten, drücken Sie die Stand by-Taste für ca. fünf Sekunden. Es erscheint ein roter Schiebeschalter Ausschalten. Schieben Sie den Schalter mit dem Finger nach rechts, sichert das iPad alle eventuell noch off enen Dateien und schaltet sich anschließend aus.

Das iPad in iTunes

Schalten Sie das iPad ein. Sie sehen zuerst eine Grafi k, die Sie darauf hinweist, dass das iPad mit iTunes verbunden werden muss. Und genau das sollten Sie auch tun.

Schließen Sie Ihr iPad an Ihren Computer an und starten Sie iTunes. Hier können Sie Ihrem iPad nun einen Namen geben, unter dem es in iTunes verwaltet wird (der Name lässt sich jederzeit ändern). Außerdem legen Sie fest, welche Inhalte synchronisiert werden sollen und wie dies geschehen soll. Mit einem Klick auf Fertig ist Ihr iPad einsatzbereit und kann via iTunes mit Inhalten befüllt werden

Ein angeschlossenes iPad wird in iTunes in der Seitenleiste unter Geräte aufgeführt. Klicken Sie diesen Eintrag an, zeigt Ihnen iTunes im Hauptfenster verschiedene Registerkarten, über die Sie sämtliche Einstellungen am iPad vornehmen: Übersicht, Info, Apps, Musik, Filme, Fernsehsendungen, Podcasts, iTunes U, Bücher und Fotos.

Werfen wir für den Anfang nur kurz einen Blick auf

Übersicht

. Hier bekommen Sie genau das, was der Titel ankündigt: eine Übersicht über die wichtigsten Eckdaten des iPads. Außerdem können Sie von hier aus die wichtigsten Einstellungen vornehmen, also zum Beispiel überprüfen, ob die iPad-Software noch aktuell ist, wie iTunes und iPad zusammenarbeiten sollen und wie die Speicherbelegung Ihres iPads aussieht.

Updates unverzichtbar

Wie bei jedem Programm und jedem Betriebssystem gibt es auch bei der Systemsoftware des iPads regelmäßig Updates, mit denen kleine und große Fehler im System behoben werden.

Nach der Aktivierung sucht iTunes daher automatisch nach der neuesten Softwareversion für Ihr iPad. Sollte es dabei fündig werden, wird Ihnen angeboten, das iPad zu aktualisieren, was Sie auf jeden Fall tun sollten. Sobald Sie der Aktualisierung zugestimmt haben, geht der Rest automatisch.

Sie dürfen während des Vorgangs natürlich das iPad nicht vom Computer trennen. Wenn Sie selbst überprüfen möchten, ob neue iPad-Software vorliegt, klicken Sie das iPad in der Seitenleiste von iTunes an, wechseln auf die Registerkarte

Übersicht

und klicken auf

Nach Updates suchen

.

Bei der Aktivierung des iPads geben Sie dem Gerät einen Namen, unter dem es in iTunes in der Seitenleiste angezeigt wird. Sollte Ihnen dieser Name später nicht mehr gefallen, können Sie ihn problemlos ändern. Klicken Sie dazu einmal auf den iPad-Eintrag in der Seitenleiste von iTunes. Der Name wird zu einem Eingabefeld und kann nun geändert werden.

Sie können das iPad im Prinzip jederzeit von Ihrem Computer trennen, ohne es zuerst vom System abmelden zu müssen. Natürlich gibt es wieder einmal eine Ausnahme: Wann immer Daten zwischen iPad und Computer ausgetauscht werden - etwa bei der Aktualisierung oder bei der Synchronisation der Daten -, dürfen Sie Ihr iPad natürlich nicht einfach abklemmen.

Tipps zu den Standardprogrammen des iPad sowie zur Bedienung per Fingergesten erfahren Sie im kommenden zweiten Teil der "Ersten Schritte mit dem iPad".

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.