15. Juli 2010, 15:17 Uhr

Wenn es dem Handy zu heiß wird

Nicht nur Menschen leiden unter der Hitzewelle. Wird es zu heiß, ist das Wetter auch für Handys und Computer eine Qual. Doch mit diesen Tipps vom Technikverband Bitkom überstehen iPhone & Co. den Jahrhundertsommer.

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Die Hitze macht auch Smartphones zu schaffen©

Was für ein herrlicher Sommer, die Temperaturen steigen derzeit fast täglich weit über 30 Grad Celsius. Doch das schönste Urlaubswetter kann auch für Probleme sorgen. So leidet moderne Technik, wenn es zu heiß wird. Smartphones wie das iPhone, Computer und Monitore können bei zu großer Hitze Schaden nehmen. Der Technikverband Bitkom hat daher ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Ihr Handy ganz sicher durch den Sommer kommt.

So bleiben Mobiltelefone auf Empfang

Wie bei allen elektronischen Mobilgeräten bilden auch in Handys Display, Prozessor und Akku die hitzeanfälligen Schwachpunkte der Apparate. Die meisten Hersteller raten bei Umgebungstemperaturen von 35 Grad Celsius oder mehr vom Betrieb ihrer Geräte ab. Für das populäre "iPhone" gibt der Anbieter Apple eine Betriebstemperatur von maximal 35 Grad an.

Kurzschluss durch Überhitzung: Bei direkter Sonneneinstrahlung kann das Gerät bis zu 70 Grad warm werden, mit gravierenden Folgen: Die Flüssigkeitskristalle im Display könnten beschädigt werden. Mehr noch: Bei zu großer Hitze könnte sogar das Kunststoffgehäuse schmelzen. Auch der Akku leidet bei starker Hitze und verliert seine Leistungskraft, oder fällt sogar ganz aus. Bewahren Sie das Handy im Schatten oder an möglichst kühlen Orten auf. Der falsche Ort ist das Amaturenbrett im Auto und andere Ablageflächen mit direkter Sonneneinstrahlung.

Vorsicht bei Nässe: Mit dem Handy zum Badesee ist kein Problem, nur ins Wasser sollte das Telefon nicht fallen. Eine der häufigsten Gefahrenquellen für Mobiltelefone ist Flüssigkeit. Ist das Kind in den Brunnen gefallen, oder das Handy in den See, darf es nicht angeschaltet werden, da ein Kurzschluss droht. Erst das Gerät vorsichtig mit einem Lappen und dann mit einem Föhn trocknen. Akku, Sim- und Speicherkarten sind zu entfernen. Ist Flüssigkeit ins Gerät gedrungen, sollte ein Fachmann aufgesucht werden.

Sand im Getriebe: Ein Besuch am Strand kann auch Spuren hinterlassen: Der Sand kann das Display der Telefone zerkratzen, die Tastatur blockieren oder Anschlüsse verstopfen. Die Sandkörner sollten vorsichtig mit einem Pinsel oder einem leicht feuchten Tuch entfernt werden. Auch Staubsorger können eingesetzt werden. Ein zerkratztes Display lässt sich nicht mehr retten, nur ein Austausch sorgt dann wieder für klare Sicht.

Zubehör bietet Schutz: Um Mobiltelefone vor Sand und Wasser zu schützen, können spezielle Taschen und Schutzhüllen eingesetzt werden. Gerade am Strand ist dieses Zubehör unbedingt zu empfehlen.

Diebesgut Diebe haben es, gerade im Urlaub, auch auf Handys abgesehen. Wichtig: Sollte das Telefon gestohlen worden sein, muss die Sim-Karte beim Mobilfunkbetreiber sofort gesperrt werden. Auch die örtliche Polizeit sollte zügig informiert werden. Um die Ermittlungen zu erleichtern, sollten Sie schon vor Reiseantritt die Seriennummer des Gerätes (IMEI) notieren. Bei den meisten Geräten Sie diese, wenn Sie die Tastenkombination *#06# eingeben. Damit Sie möglicherweise eine Kostenerstattung erhalten, muss auch die Haftpflichtversicherung über den Schaden informiert werden.

Zweitgerät Lassen Sie die teuren Smartphones einfach in der kühlen Wohnung, wenn Sie in den Urlaub fahren. So schützen Sie das Handy am besten vor Schäden, Hitze und Diebstahl. Da in in den meisten Haushalten inzwischen Zweitgeräte und Althandys in den Schubladen liegen, können Sie auf Reisen dennoch erreichbar bleiben.

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