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So läuft's beim Brennen rund

Einen Rohling gibt es heute schon für wenige Cent zu kaufen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Qualität darunter leiden muss. Besonders vorsichtig sollte man jedoch beim Kauf von Spezialformaten sein, denn hier lauern Geldverschwendung und Leseprobleme.

Beim Kauf von CD- und DVD-Rohlingen stehen Kunden oft ratlos vor einer riesigen Auswahl. Ob sie sich für die richtigen Silberlinge entschieden haben oder nicht, merken viele erst hinterher. Dann ist der eigene Musikmix nicht im CD-Spieler vom Auto abspielbar oder die Scheibe mit der Datensicherung nach wenigen Monaten unlesbar. Es gibt eben gewisse Unterschiede.

So sind einmal beschreibbare CDs und DVDs im Hunderterpack schon für 20 bis 40 Cent pro Stück zu haben. Wiederbeschreibbare Scheiben kosten jeweils etwa das Doppelte. "Dabei sind No-Name-Produkte oft nicht schlechter als Markenware", sagt Michael Schmidt von der Zeitschrift "Computer Bild". Die Qualität schwanke bei Billiganbietern aber eher. So sei nicht immer gleich viel Verlass auf alle Scheiben aus einer Packung.

Datenschutz kostet mehr

Etwas teurere Medien bieten dagegen einige Extras wie einen Kratzschutz, der ihre Haltbarkeit erhöhen soll. "So eine spezielle Beschichtung kann schon sinnvoll sein - besonders bei CDs fürs Auto, wo die Scheiben oft offen herumliegen", sagt Schmidt. In einem Test der Zeitschrift schnitten 41 von 45 CD-Rohlingen nur mit "Befriedigend" ab. Am meisten kritisierten die Prüfer, dass viele Scheiben äußerst empfindlich auf Kratzer reagierten. Zu Fehlern beim Brennen kam es dagegen vergleichsweise selten.

Vorsicht bei Sonderformaten

Neben Standardrohlingen gibt es eine Reihe von Spezialformaten - von ihnen raten Experten oft aber eher ab. So seien sogenannte Audio-CD-Rohlinge reine Geldverschwendung, wenn sie im PC gebrannt werden, sagt Juan Garcia vom Brennsoftware-Hersteller Nero in Karlsbad. Sie seien für HiFi-CD-Brenner gedacht und lediglich aus urheberrechtlichen Gründen teurer als andere. "Und die Bezeichnung als Audio-Rohling heißt nicht, dass darauf die Musik besser klingt."

Auch Medien mit Überlänge lohnen sich nur selten. So gibt es inzwischen etwa CDs, auf die fast 100 statt der üblichen 80 Minuten Musik passen. Mit solchen "Longplayern" haben CD-Spieler aber häufig Schwierigkeiten. "Weil hier die Spuren enger gehalten sind, können leichter Lesefehler auftreten", erklärt Garcia.

Mehr Kapazität nur für Filme

Analog hierzu gibt es bei DVDs Dual-Layer-Modelle (DL) mit extra viel Speicherplatz. Sie bieten im Gegensatz zu einfachen Rohlingen eine Kapazität von 8,5 statt 4,7 Gigabyte (GB). "Der Aufpreis lohnt sich aber nur für lange Filme, bei denen man nicht mittendrin aufstehen will, um die DVD zu wechseln", sagt Garcia. Von älteren Laufwerken würden die DL-Scheiben ohnehin oft noch nicht unterstützt, sagt Bernd Schwenke von der Stiftung Warentest in Berlin.

Auch bei bedruckbaren Rohlingen sind Besonderheiten zu beachten: So seien Lightscribe-Rohlinge, die sich im Laufwerk beschriften lassen, oft stärker für UV-Licht anfällig, sagt Schmidt. Deshalb müssten Käufer sie besonders vor Sonnenlicht schützen.

Auf Unterschiede beim Brenntempo müssen Kunden meist nur noch bei DVDs achten. "Bei CDs ist das inzwischen eher ein Marketing-Gag", sagt Schmidt. "Ob eine CD jetzt 48-fache oder 52-fache Geschwindigkeit unterstützt, das macht beim Brennen höchstens Sekunden aus."

Tobias Schormann/DPA/DPA

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