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Trotz Windows 10: PC-Markt bricht ein

Der PC-Markt schrumpft immer weiter - daran kann auch Microsofts neues Betriebssystem Windows 10 nichts ändern. Apple kann mit seinen Macs dagegen weiter zulegen.

Acer-Laptop

Der PC-Markt kann von Windows 10 nicht profitieren

Allmählich wird es für die Hersteller ungemütlich: Der PC-Absatz ist im vergangenen Jahr laut Marktforschern um mehr als ein Zehntel auf den tiefsten Stand seit 2008 geschrumpft. Insgesamt wurden 276,2 Millionen Personal Computer verkauft, berichtete der IT-Marktforscher IDC. Das sind 10,4 Prozent weniger als 2014, und das war schon kein besonders gutes Jahr für die Branche.

Starker Dollar bremst PC-Verkäufe

Für den starken Rückgang gibt es mehrere Gründe: Zum einen boomen Smartphones mit großen Bildschirmen (die sogenannten Phablets), die unterwegs schon einmal den Mini-Laptop überflüssig machen können.

Auch der starke Dollarpreis drückt die Kaufkraft: Über die gesamte Produktion hinweg seien die Kosten um bis zu 20 Prozent gestiegen, berichtete der Gartner-Analyst Ranjit Atwal bereits im Sommer. Und vielen Herstellern bleibe nichts weiter übrig, als die höheren Preise direkt an die Kunden weiterzugeben. Das macht sich vor allem bei Unternehmenskunden bemerkbar, deren Budgets meist begrenzt sind.

Zudem setzte die Branche große Hoffnungen auf Windows 10. Das konnte die PC-Verkäufe aber nicht signifikant ankurbeln, weil Millionen Anwender kostenlos auf Microsofts neues Betriebssystem upgraden konnten. Lenovo-Chef Yang Yuanqing bezeichnete das Gratis-Update vor kurzem als Fehler, weil viele Nutzer von älteren PCs jetzt mit Problemen zu kämpfen haben.

Ein weiterer Grund für den Rückgang: Im April 2014 endete der Support für Windows XP, woraufhin sich viele Nutzer einen neuen Computer kauften. Dieser Absatzschub blieb in diesem Jahr aus.

Lenovo bleibt Nummer eins, Apple legt zu

Der größte PC-Hersteller der Welt bleibt Lenovo. Der chinesische Konzern hat einen Marktanteil von 21,4 Prozent. Auf dem zweiten Platz landet HP, auf dem dritten Dell. Beide kämpfen mit enormen Absatzrückgängen. Asus legte dagegen um 0,8 Prozent zu. Größter Gewinner ist Apple: Das Geschäft mit Macs und Macbooks wächst trotz der höheren Preise beständig - der Marktanteil wurde von 6,7 auf 7,5 Prozent ausgebaut.

  Konnte den Dirty-Harry-Methoden nicht viel entgegensetzen: der durchlöcherte Dell-Rechner.
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