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Stecker rein, Rechner tot: Billig-USB-Kabel schrottet Laptop

Der neue USB-C-Stecker wird zum Standard für Elektronikgeräte. Doch der Test eines Google-Mitarbeiters zeigte nun: Billige Kabel können die eigene, teure Hardware zerstören.

Der neue Standard für die Elektronik-Branche: USB C

Der neue Standard für die Elektronik-Branche: USB C

Einer für alles: Der neue USB-C-Stecker ist das Kabel, von dem viele Nutzer seit Jahren träumen. Es passt sowohl in Smartphones, Tablets und Notebooks, bietet deutlich höhere Datentransferraten und - das ist vielleicht der größte Vorteil für viele Nutzer -  kann nicht verkehrt herum eingesteckt werden. Ein echter Tausendsassa sozusagen.

Kein Wunder, dass der USB-C-Stecker allmählich zum Branchenstandard wird: Apple setzt bei seinem ultradünnen Macbook ebenso auf die neue Buchse wie Google bei seinem Pixel-Tablet. Gerüchten zufolge soll auch Samsung beim Galaxy S7 auf USB C setzen. Doch jetzt durchlebt der Stecker seinen ersten größeren Skandal: Der Google-Ingenieur Benson Leung, der bei Google im Chromebook-Team arbeitet, hat mehrere Dutzend USB-C-Kabel ausprobiert. Sein Fazit: Viele sind unbrauchbar, einige können die Geräte sogar beschädigen.

Drei von zehn USB-C-Kabeln gut

Für seinen Test kaufte Leung mehr als 40 USB-C-Kabel bei Amazon, um damit sein Chromebook Pixel aufzuladen. Der Test war ernüchternd: Von zehn getesteten Kabeln waren nur drei (Belkin, iOrange-E, Frieq) in der Lage, das Notebook aufzuladen. Diese Kabel waren im Schnitt doppelt so teuer wie die Billigvarianten (20 statt 10 Dollar). Leung schließt nicht aus, dass es auch günstige Kabel gibt, die den USB-C-Standard erfüllen, entdecken konnte er bislang jedoch keines. Die meisten Billig-Kabel könnten ihre Versprechen nicht einhalten, sie liefern etwa zu wenig Ladestrom und zerstören so den USB-Anschluss oder das Gerät.

Dass dies nicht nur eine theoretische Gefahr ist, zeigte der Test des USB-C-Kabels von Surjtech: Das Kabel zerstörte zwei Analyse-Geräte und Leungs Notebook. Dem Experten zufolge wurde der Chip beschädigt, der den Ladevorgang an der USB-Buchse reguliert. Bei einer näheren Untersuchung erkannte Leung auch, wie es zu dazu kam: Die interne Verkabelung des Kabels war falsch verlötet. Sein Fazit: "Dieses Kabel ist total gefährlich. Kauft es unter keinen Umständen." Das Kabel wurde mittlerweile aus dem Sortiment genommen - doch es dürfte vermutlich nicht der letzte Fall dieser Art sein.

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