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Virus für Windows XP legt Krankenhaus lahm

Virenbefall der etwas anderen Art: In einem Krankenhaus in Melbourne fielen mehrere Rechner aus, weil sie mit einer Schadsoftware infiziert wurden. Der Grund dafür könnte das Uralt-Betriebssystem Windows XP sein.

Finger weg von Windows XP: Diese Warnung gilt nicht nur für Millionen Nutzer, auf deren Rechnern das betagte Betriebssystem immer noch läuft. Auch Unternehmen sollten sie sich zu Herzen nehmen. Denn Windows XP ist mittlerweile 14 Jahre alt und damit ein echter Software-Methusalem. Von Microsoft wird das System schon längst nicht mehr unterstützt, was es zur lukrativen Zielscheibe für Hacker und Schadsoftware macht. Diese Erfahrung musste nun auch das Royal Melbourne Hospital in Australien machen. Ein Virenbefall der etwas anderen Art legte dort teilweise den Betrieb des Krankenhauses lahm. Das berichten die Online-Ausgabe der australischen Zeitung "The Age" und die Webseite des Krankenhauses.

Krankenhaus warnt Mitarbeiter

Dem Bericht zufolge waren Rechner der Pathologie-Abteilung mit dem Virus infiziert. Das wirbelte den Alltag der Krankenhausangestellten ordentlich durcheinander: Sämtliche Proben (Blut, Urin, Gewebe) mussten ohne Computerunterstützung untersucht werden. Andere Abteilungen kommunizierten mit der Pathologie-Station via Fax. Besonders kritische Werte wurden telefonisch an die Intensivstationen und Notaufnahmen übermittelt.

Derzeit versucht die IT-Abteilung, das Problem endgültig in den Griff zu bekommen. In einer E-Mail wurden die Angestellten gewarnt, sich nicht mit Passwörtern in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Google oder auf Webseiten von Banken anzumelden. Die meisten Programme sollen mittlerweile wieder funktionieren. Unklar ist bislang aber noch, wie die Schadsoftware auf die PCs gelangte.

Alte Windows-Rechner sorgen für Ausfälle

Es ist nicht das erste Mal, dass Unternehmen wegen eines veralteten Betriebssystems einen Totalausfall erleiden. Im November wurde wegen eines technischen Fehlers an einem 23 Jahre(!) alten Computer mit Windows 3.1 der Betrieb am Flughafen Paris-Orly für einige Stunden eingestellt. Auch der Bundestag in Berlin setzte lange auf Windows XP, der verlängerte Support seitens Microsoft kostete den Steuerzahler eine sechsstellige Summe.

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