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Das sind die besten Brettspiele des Jahres

Das Spiel des Jahres ist gekürt. Die Jury des Kritikerpreises zeichnet das verrückte Kamelrennen "Camel Up" als bestes Spiel 2014 aus. Wir haben es getestet - und stellen weitere tolle Spiele vor.

Von Hendrik Breuer

"Camel Up" ist das "Spiel des Jahres." Spielerfinder Steffen Bogen aus Konstanz freut sich über die renommierte Branchenauszeichnung.

"Camel Up" ist das "Spiel des Jahres." Spielerfinder Steffen Bogen aus Konstanz freut sich über die renommierte Branchenauszeichnung.

Das Brettspiel "Camel Up" ist das "Spiel des Jahres". Es ist die weltweit bedeutendste Auszeichnung für Brettspiele, die Spieler in Kiel und Konstanz gleichermaßen wie Amerikaner, Japaner und Tschechen interessiert. Auch für die Verlage lohnt sich die Auszeichnung mit dem "Oscar der Spielebranche". Mit dem roten Männchen auf der Schachtel kann sich der Absatz eines Spieles schon einmal verzehnfachen.

Neben dem "Spiel des Jahres", mit dem familientaugliche und schnell zu erlernende Spiele ausgezeichnet werden, gibt es seit 2011 auch einen Preis für das "Kennerspiel des Jahres", das etwas komplexere Spiele für erfahrene Spieler mit einem grauen Männchen ehrt. Neben dem diesjährigen "Spiel des Jahres" (" Up") und "Kennerspiel des Jahres" ("Istanbul") stellen wir vier weitere Brettspiel-Tipps vor und sagen, für wen die Spiele besonders gut geeignet sind.

Camel Up

Bei diesem verrückten Kamelrennen dreht sich alles um den richtigen Wetteinsatz!

Worum geht's?
Fünf Kamele tragen ein Rennen aus und die Spieler wetten auf dessen Ausgang. Dabei werden die Kamele nicht von den einzelnen Spielern kontrolliert, sondern wetzen mehr oder weniger zufällig durch die ägyptische Landschaft. Als Spieler darf man zwar entscheiden, Würfel zu rollen und die Kamele auf diese Weise zu bewegen, großen Einfluss auf das Ergebnis hat man allerdings nicht. Man kann lediglich grob abschätzen, was wohl als Nächstes passiert und seine Wette dementsprechend platzieren.

Wie funktioniert's?
Es geht reihum und ein Spieler kann entweder eine Wette platzieren oder die Kamele durch Würfelwurf bewegen. Wettet man, setzt man entweder auf den Gesamtsieger und den Letzten oder darauf, wer den aktuellen Rennabschnitt gewinnt. Ein Abschnitt ist immer dann zu Ende, wenn jedes Kamel mit einem farblich passenden Würfel weiterbewegt worden ist. Damit kommen wir jetzt zum ersten Clou des Spiels: Die Würfel befinden sich in einer Pyramide, die immer nur einen Würfel freigibt, auf dem dann eine Zahl von 1 bis 3 erscheint, um die man das passende Kamel fortbewegt. Man weiß also nie genau, welches Kamel als Nächstes bewegt wird. Bekannt ist lediglich, welche Würfel schon raus sind. Sind also der weiße, gelbe und blaue Würfel schon weg, muss als Nächstes das orange oder grüne Kamel bewegt werden.

Womit wir beim zweiten tollen Kniff des Spiels wären: Kommt ein Kamel auf ein bereits besetztes Feld, springt es auf das erste Kamel und wird mit diesem bewegt, wenn dieses drankommt. Teilweise spielt man mit Viererstapeln an Kamelen, wobei immer das Oberste in Führung liegt. Die Reihenfolge in den Stapeln sollte man beim Wetten immer im Auge behalten. Dies hilft, bessere Wetten abzuschließen.

Camel Up ist ein sehr eingängiges Wett- und Laufspiel, bei dem man mit etwas Verständnis von Wahrscheinlichkeiten und etwas Glück auch den promovierten Mathematiker besiegen kann.

Was ist toll?
Bei diesem Spiel wird nicht groß gegrübelt. Ist man an der Reihe, würfelt man, nimmt eine Wettkarte oder platziert eine Wette, und schon ist der Nächste dran. Alle paar Minuten kommt eine schnelle Zwischenwertung und nach gut 20 Minuten ist das Spiel auch schon zu Ende. Langeweile und Ruhepausen gibt es bei Camel Up nicht, die Spannung bleibt während der gesamten Spielzeit erhalten.

Was nervt?
Die Mitspieler, die einem die besten Wettkarten wegschnappen; die Würfel, die nie so rollen, wie sie sollen; und das grüne Kamel, das irgendwie doch noch das Rennen gewonnen und einem somit sämtliche Wetten verhagelt hat. Will sagen: Camel Up ist nicht immer planbar und das Glück des einen Spielers ist das Pech des anderen. Wer es nicht verträgt, auch einmal "grundlos" zu verlieren, sollte zu den etwas komplexeren und planbareren Spielen greifen.

Für wen ist es das Richtige?
Für launige Runden im Familien- und Freundeskreis, wenn ein schnelles, lustiges und einfaches Spiel auf den Tisch soll, bei dem nicht immer der Cleverste gewinnt, sondern häufig auch einfach nur der Glücklichere. Das Spiel funktioniert am besten mit mindestens vier Spielern.

Details:
Camel Up von Stefan Bogen, eggertspiele/Pegasus Spiele, 2-8 Spieler, 20 Minuten Spielzeit, ab 8 Jahren, um 25 Euro.

Concept

Keine verbalen Verrenkungen, keine Zeichnungen, kein Modellieren. Bei diesem Partyspiel werden Begriffe mit Hilfe von Piktogrammen dargestellt.

Worum geht's?
Bei Concept geht es darum, Begriffe durch die Verknüpfung von Piktogrammen zu erklären und zu erraten. Es handelt sich, wie unschwer zu erkennen ist, um ein nicht verbales Party-Kommunikationsspiel. Concept dürfte das erste Spiel sein, bei dem Piktogramme in dieser Form verwendet werden, somit wartet Concept tatsächlich mit einem ganz neuen Konzept auf.

Wie funktioniert's?
Man spielt in Zweierteams und versucht, Begriffe und Redewendungen mithilfe von 120 zur Verfügung stehenden Piktogrammen zu erklären. Die anderen Spieler raten. Ein Piktogramm ist übrigens ein Symbol, das eine Information grafisch sehr vereinfacht darstellt. Ein Herz kann demnach für "Leben", "Herz" oder "Liebe" stehen und eine Glühbirne für "Idee" oder, etwas abstrakter, "Konzept". Wählt man also die Symbole für Flüssigkeit, Nahrung und Weiß aus, kann es sich eigentlich nur um Milch handeln. Ziemlich einfach. Schwieriger wird's schon, wenn man "Werbung" oder gar "Zurück in die Zukunft" darstellen soll. Bei solchen Begriffen wird Concept zu einer großen Herausforderung.

Was ist toll?
Concept fasziniert. Das Concept-Konzept ist tatsächlich gänzlich neu und es macht durchaus Laune, Begriffe und Redewendungen auf diese Weise darzustellen. Obwohl es eine Punktwertung gibt, funktioniert Concept am besten, wenn man einfach reihum Begriffe darstellt und sie erraten lässt - dann kann in den richtigen Runden wirklich gute Stimmung aufkommen, insbesondere wenn die Spieler "auf einer Wellenlänge" funken.

Was nervt?
Concept ist zwar ein Partyspiel, doch richtig fetentauglich ist es nicht, dazu muss man doch zu konzentriert sein. Außerdem ist es schwer vorstellbar, dass man Concept mit den zehnjährigen Neffen und der Oma spielt. In homogenen Gruppen mit kreativen Köpfen funktioniert das Spiel aber hervorragend. Begriffe mit Piktogrammen darzustellen ist einfach nicht jedermanns Sache.

Für wen ist es das Richtige?
Concept ist ideal für kleinere Gruppen, wenn alle Lust haben kreativ zu werden und sich drauf einzulassen. In solch einem Setting funktioniert das Spiel super und ist eines der besten "Partyspiele" der letzten Jahre.

Details:
Concept von Gaetan Beaujannot und Alain Rivollet, Asmodee, 4-12 Spieler, 45 Minuten Spielzeit, ab 10 Jahren, um 25 Euro.

Splendor

Bei diesem Familienspiel dreht sich alles um Juwelen!

Worum geht's?
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Edelsteinhändlern, die darum wetteifern, Rohdiamanten in Juwelen umzuwandeln. Dazu benötigt man möglichst viele Minen, Transportwege und Kunsthandwerker, die im Laufe des Spiels eingesammelt werden. So zumindest wird das Spiel beschrieben, eigentlich geht es aber vor allem darum, mit bestimmten Kombinationen von Edelstein-Pokerchips besonders lukrative Kartensätze zu erwerben. Und das ist mitnichten so trocken, wie es sich hier anhört!

Wie funktioniert's?
Die Spieler nehmen sich Edelstein-Chips oder investieren ihre Chips in Entwicklungskarten, die sie vor sich auslegen können und die das Imperium langsam anwachsen lassen. Jede Karte ermöglicht den Kauf wertvollerer Karten in kommenden Runden, die besseren Karten geben einem zudem Prestigepunkte, mit denen man das Spiel gewinnt. Denn sobald ein Spieler 15 Punkte gesammelt hat, ist das Spiel auch schon zu Ende. Extrapunkte kann es für den Kauf von Karten mit passender Farbe geben.

Was ist toll?
Splendor ist eines dieser seltenen "Nochmal"-Spiele, obwohl es erstmal wie ein langweiliges Sammelspiel klingt. Doch nach jeder Partie will es mindestens ein Spieler nochmal spielen, was vor allem der knackig kurzen Spieldauer und dem guten Spannungsbogen des Spiels zu verdanken ist. Eine Partie geht recht gemächlich los, bis ein Grundstock gesammelt wurde, dann geht's ruckzuck und einer hat sein Edelstein-Imperium auch schon aufgebaut. Die Kartenauslage zu optimieren und die nötigen Prestigepunkte möglichst schnell zusammen zu bekommen, ist der große Reiz des Spiels. Vom Spielgefühl erinnert Splendor tatsächlich an den Bestseller Zug um Zug - nur dass eine Partie Splendor lediglich halb so lange dauert.

Hinzu kommt, dass Splendor hervorragend ausgestattet ist. Schwere Pokerchips statt Pappchips zu verwenden war eine geniale Idee des Verlags. Es fühlt sich tatsächlich so an, als handele man mit Edelsteinen.

Was nervt?
Wenn irgendwas nervt, dann ist es, dass man Splendor nur maximal zu viert spielen kann. Ansonsten ist Splendor ein spannendes und sehr rund laufendes Familienspiel.

Für wen ist es das Richtige?
Das Spiel funktioniert sowohl im Familienkreis mit Kindern und dem Opa sowie mit den Kumpels. Splendor könnte in diesem Jahr das Spiel werden, das Ende des Jahres unter allen Tannenbäumen landet und dann auch alle Beschenken wirklich begeistert.

Details:
Splendor von Marc André, Space Cowboys, 2-4 Spieler, 30 Minuten Spielzeit, ab 10 Jahren, um 27 Euro.

Istanbul

Auf dem Basar geht's hektisch zu. Man muss schon ziemlich gewitzt sein, um hier erfolgreich zu sein.

Worum geht's?
Es geht um Handel und Wandel in einem orientalischen Basarviertel. Die Spieler hetzen von einem Ort zum nächsten, lassen Gehilfen an verschiedenen Stationen für sich schuften und versuchen, so schnell es geht an fünf Rubine zu kommen. Um diese Edelsteine dreht sich hier alles.

Wie funktioniert's?
16 zufällig verteilte Ortsplättchen bilden das Basarviertel. Auf jedem Plättchen kann eine bestimmte Aktion durchgeführt werden; zum Beispiel können Waren erworben, verkauft oder gegen Rubine eingetauscht werden. Verrückteres wie Familienmitglieder bei der Polizei auslösen oder in eine Teestube zum Zocken zu gehen, gibt es allerdings auch. Das hebt positiv von ähnlichen Spielen ab.

Die Spieler ziehen mit ihrem Stapel an Gehilfen von Ort zu Ort und lassen überall dort einen zurück, wo eine Aktion ausgeführt werden soll. Es geht darum, möglichst viel in möglichst wenigen Zügen zu erreichen, etwa Rohstoffe einzusammeln, diese zum richtigen Zeitpunkt auf dem Markt zu verkaufen und davon dann einen Rubin zu erwerben. Viele Wege führen zum Ziel, also zu fünf roten Steinen, und der immer andere Aufbau des Spiels sorgt dafür, dass es in jeder Partie Istanbul neue Strategien geben kann.

Was ist toll?
Der Zugmechanismus in diesem Spiel ist wirklich innovativ und zwingt die Spieler in jeder Runde zu der wichtigen Entscheidung, wo man einen seiner Gehilfen absetzt beziehungsweise wieder einsammelt. Hat man keine Gehilfen mehr, "verschenkt" man einen Zug und beordert sie wieder zurück. Das ist ein toller Kniff. Zudem verläuft das Spiel je nach Verteilung der Ortsplättchen unterschiedlich, so können manchmal Zugoptionen entstehen, die einem vorher undenkbar erschienen. Der flexible Aufbau war ja bereits ein großer Hit bei den Siedlern von Catan, bei Istanbul funktioniert er ebenfalls sehr gut.

Was nervt?
Man kann in diesem Spiel schnell mal sein Ziel aus den Augen verlieren. Es gibt so viel zu tun, doch nicht alle Aktivitäten bringen einem unbedingt den fünf Rubinen näher. Oft sagt man sich: "Konzentriere dich lieber aufs Wesentliche und lass viele Orte besser links liegen." Das ist ein bisschen schade bei den vielen Handlungsmöglichkeiten.

Für wen ist es das Richtige?
Istanbul ist ein sehr gutes "Kennerspiel. Es ist ideal für Spieler, die nach etwas komplexeren Spielen als etwa Die Siedler von Catan oder Zug um Zug suchen, aber noch immer ein Spiel mit sehr überschaubarer Spielzeit wollen.

Details:
Istanbul von Rüdiger Dorn, Pegasus Spiele, 2-5 Spieler, 45 Minuten Spielzeit, ab 10 Jahren, um 35 Euro.

Rokoko

Wollten Sie schon immer mal ein erfolgreicher Schneider am Hofe des Königs sein? Nein? Egal, jetzt haben Sie trotzdem die Chance dazu!

Wie funktioniert's?
Die Spieler haben jeweils einige Meister, Gesellen und Lehrlinge zur Verfügung, die je nach Ausbildungsgrad verschiedene Aufgaben ausführen können. In jeder Runde Wählen die Spieler einen ihrer "Angestellten" (in Form von Karten) aus und lassen diesen arbeiten. Die Schneider können etwa Rohstoffe erwerben, Kleider schneidern oder diese verkaufen und verleihen. Natürlich gibt es nicht immer genug Stoffe in den passenden Farben und manchmal sind auch gerade keine guten Kleider vorhanden, wenn man endlich losschneidern will. Genug Geld sollte man auch immer zur Verfügung haben. Außerdem sollte man sich unbedingt beizeiten an der Finanzierung von Musikern, Statuen und einem Feuerwerk beteiligen, will man in der Gunst des Königs stehen. Man muss seine Angestellten und Ressourcen also gut managen.

Glücklicherweise kann man im Laufe des Spiels weiteres und kompetenteres Personal einstellen, sodass man seinen Betrieb immer weiter ausbaut und mehr und mehr Ansehen gewinnt, bis es nach sieben Runden zur Schlusswertung kommt.

Was ist toll?
In die Rolle eines Schneidermeisters zu Zeiten Ludwig XV. ist man in noch keinem Spiel geschlüpft, das macht Rokoko durchaus reizvoll. Das Spiel hebt sich somit sehr erfrischend von den vielen 0815-Mittelalter-Themen ab, die en masse auf den Markt geworfen werden.

Was nervt?
Das Spiel ist etwas unübersichtlich: Angefangen beim dunklen und detailverliebten Spielplan, auf dem man gerne mal etwas übersieht, bis zur Schlusswertung, die ziemlich komplex geraten ist, macht dieses Spiel es einem nicht leicht, immer einen guten Überblick zu behalten. Man muss tatsächlich ein Spiele-Kenner sein, um darüber hinweg zu sehen und das Spiel genießen zu können.

Für wen ist es das Richtige?
Rokoko funktioniert sehr gut, ohne wirklich zu begeistern. Es ist ein vielschichtiges Strategiespiel, das sicherlich in den Sammlungen vieler Spiele-Freaks und Vielspieler seinen Platz finden wird. Kurzum: Für erfahrene Spieler passt es. Wer sich sein erstes "Kennerspiel" zulegt, sollte allerdings lieber zum übersichtlicheren Istanbul greifen.

Details:
Rokoko von Louis und Stefan Malz und Matthias Cramer, eggertspiele/Pegasus Spiele, 2-5 Spieler, 90 Minuten Spielzeit, ab 12 Jahren, um 35 Euro.

Concordia

Das römische Reich wächst rasant und die Spieler müssen sicher stellen, dass ihre Familiendynastie möglichst viel Einfluss in den Provinzen gewinnt.

Worum geht's?
Um die Besiedelung der antiken Welt durch die Römer. Mal wieder, möchte man fast hinzufügen. Die Spieler übernehmen jeweils eine römische Dynastie und versuchen, möglichst viel Einfluss im sich ausdehnenden Reich zu gewinnen. Dazu besiedeln sie von Rom aus die bekannte Welt.

Wie funktioniert's?
Handkarten sind das A und O in diesem Spiel. Jeder Spieler besitzt einen Satz von ihnen und spielt eine pro Zug aus. Eine Aktion wird durchgeführt und schon ist der Nächste dran. Die Karten ermöglichen einem, bestimmte Ressourcen in den Provinzen zu produzieren, Sesterzen einzusammeln oder Siedler weiter hinaus in entferntere Provinzen zu schicken, um Städte zu gründen.

Im Laufe des Spiels kauft man weitere Karten hinzu, sodass man sich ein immer besseres Kartendeck zusammenstellt und immer mehr Aktionen zur Verfügung hat. In diesem Sinne ist Concordia ein Nachfahre des Spiel des Jahres 2009 Dominion, das den "Deckbau" populär gemacht hat.

Die Karten haben allerdings noch eine zweite Funktion: Sie geben vor, wie viele Siegpunkte man am Ende des Spiels bekommt, etwa für die Anzahl der errichteten Städte oder für die Anzahl der Provinzen, in denen man vertreten ist.

Was ist toll?
Concordia ist ein friedliches Aufbauspiel, bei dem man sich sehr gut auf die Entwicklung der eigenen Dynastie konzentrieren kann. Man kann sich einen Plan zurechtlegen und diesen verfolgen, ohne dass einem die Mitspieler groß in die Quere kommen können. Abgerechnet wird zum Schluss, dann weiß man auch, wessen Strategie die beste war.

Was nervt?
Abgerechnet wird nur zum Schluss. So weiß man während des Spiels meist überhaupt nicht, wie gut oder schlecht man eigentlich dasteht. Concordia ist zwar bis zum Ende spannend, allerdings fällt auch sämtliches Taktieren weg, das häufig ins Spiel kommt, wenn sich ein Mitspieler frühzeitig absetzt. Nur äußerst geübte Spieler merken schon während des Spiels, wie der Römer läuft, und können versuchen, gegenzusteuern, was bei diesem Spiel eh schon schwierig genug ist. Zwischenwertungen hätten Concordia gut getan.

Für wen ist es das Richtige?
Concordia ist tatsächlich ein Strategiespiel, das man ein paar Mal gespielt haben muss, um es einigermaßen zu beherrschen. Die ersten Partien verlaufen eher zäh, danach wird es richtig interessant. Spieler, die Lust haben, sich mehrfach auf ein wirklich gutes Spiel einzulassen, werden Concordia lieben.

Details:
Concordia von Mac Gerdts, PD Verlag, 2-5 Spieler, 90 Minuten Spielzeit, ab 12 Jahren, um 37 Euro.

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