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Xbox One - jetzt auch mit Spielen

Auf der Videospielemesse E3 muss Microsoft ausgerechnet den Spielern seine neue Konsole Xbox One schmackhaft machen. Also: kein Wort über Entertainment für die ganze Familie, nur Games, Games, Games.

Von Ralf Sander

  Das Rennspiel "Forza 5" könnte eines der Highlights für Xbox One werden.

Das Rennspiel "Forza 5" könnte eines der Highlights für Xbox One werden.

Als Microsoft vor rund drei Wochen seine #link;/branch/static_stern2/bilder/stern_5/digital/2013/KW24/forza.jpg;Xbox One vorstellte#, machte das Unternehmen sehr deutlich, dass die neue Spielkonsole ein Unterhaltungscenter für Fernsehen Filme, Musik und Internet werden, mit dem man auch spielen kann. Viele Xbox-Spieler reagierten sauer, fühlten sich nicht ernst genommen und ließen ihrer Wut online freien Lauf. Und der Aktienkurs des Konkurrenten Sony stieg um zehn Prozent. Microsoft hatte also einiges gutzumachen bei seiner Pressekonferenz auf der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles.

Anpfiff mit Solid Snake

Als das Licht ausgeht im Saal des Galen Centers, und auf der Leinwand ein verwitterter Kämpe durch eine detaillierte Wüste reitet, wird klar, dass Microsoft offenbar verstanden hat: Kein Geringerer als Solid Snake aus der erfolgreichen Schleichaction-Serie "Metal Gear Solid" darf die Show eröffnen. Seine Stimme leiht im erstmals Schauspieler Kiefer Sutherland. Den Fans wird warm ums Herz. Die Vorschau zu "Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain" verspricht fantastische Optik, realistische Wettereffekte und Tagesverläufe sowie das Wiedersehen mit vielen lieb gewonnen Charakteren der Serie. Hinterher betritt "Metal Gear"-Mastermind Hideo Kojima persönlich die Bühne und erklärt in ein paar dürren Worten, das mit der neuen Xbox One alles unglaublich toll werden wird. Ein Satz, der so oder ähnlich, von exakt jedem Entwickler auf der Bühne gesagt werden wird.

Ganz nebenbei: Termin und Preis

Klappern gehört halt zum Handwerk, und deshalb wird Microsoft nicht müde zu betonen, dass es für die Xbox One mehr exklusive Titel geben werde als je zuvor in der Geschichte der Xbox. Ein Ruf in Richtung der schmollenden Spielerschaft: "Wir haben Euch nicht vergessen!" Die Spiele stehen so sehr im Vordergrund, dass die Hardware nur am Rande vorkommt. Die wichtigste Information des Abends das Gerät betreffend, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Xbox One kommt im November 2013 auf den Markt und wird in Europa 499 Euro kosten.

Highlights mit großem Potenzial

Eines der interessanteren Games des Abends kommt vom deutschen Entwicklerstudio Crytek, das sich mit den "Crysis"-Shootern einen Ruf erarbeitet hat, technisch ganz weit vorne zu sein. "Ryse: Son of Rome" weckt die Antike spektakulär zum Leben. In der Rolle eines römischen Soldaten kämpft der Spieler allein oder in Formation mit anderen Fußsoldaten. Die Schwertkämpfe mit spritzendem Blut und Zeitlupeneffekten erinnern optisch an die TV-Serie "Spartacus". Mittels des Mikrofons der Kinect-Bewegungssteuerung sollen die Legionen auch mit gesprochenen Befehlen gesteuert werden können.

Die faszinierendste Story des Abends scheint in dem Action-Adventure "Quantum Break" zu stecken. Entwickler Remedy haben mit "Alan Wake" und dem Original-"Max Payne" bewiesen, dass sie das Schaffen von Atmosphäre und das Erzählen von Geschichten draufhaben. "Quantum Break" soll eine neuartige Verschmelzung von TV-Serie und Game bieten, versprechen die Finnen etwas kryptisch. Es geht um ein missglücktes Experiment, das die Zeit beschädigt hat. In der gezeigten Szene bewegt sich die Hauptfigur durch die kurzfristig eingefrorene Zeit und verändert Details im Ablauf der Ereignisse. Wie das alles im Spiel funktioniert - keine Ahnung. Sieht aber sehr spannend aus.

  "Ryse: Son of Rome" bietet blutige Action im alten Rom

"Ryse: Son of Rome" bietet blutige Action im alten Rom

Das wahre Potenzial der Xbox One scheint derzeit allerdings ein vermeintlich simples Rennspiel am ehesten auszureizen: "Forza 5" verblüfft gleich mehrfach. Der Detailgrad der Grafik ist spektakulär, die Oberfläche des Lacks ist ebenso genau zu erkennen wie die Nähte des Sitzleders oder Details der Karosserie. Eine echte Neuerung ist aber die "Drivatar" genannte Technologie: Das Spiel überwacht genau das Fahrverhalten des Spielers und erschafft daraus einen lernenden künstlichen Fahrer, der dem Spieler immer ähnlicher wird. Gegen diesen "Drivatar" kann man einerseits selbst antreten, um einen würdigen Gegner zu haben. Diese in der Cloud generierte KI vertritt den Spieler aber auch im Rennen gegen andere Konkurrenten, wenn er gerade selbst keine Zeit hat - und kann dabei sogar Punkte sammeln.

Weitere nennenswerte Titel sind der sprachgesteuerte Spielbaukasten "Project Spark", das epische Rollenspiel "The Witcher 3: Wild Hunt" und "Crimson Dragon", in dem sich Drachen in Luftschlachten ordentlich Feuer unterm Hinter machen. Fans von Sci-Fi.-Action dürfen sich auf "Titanfall" freuen, in dem man Kampfroboter in die Schlacht führt. Die großen Blockbuster-Serien dürfen auch nicht fehlen: Der Kriegsshooter "Battlefield 4" kommt ebenso für die Xbox One wie das Prügelspiel "Killer Instinct" und natürlich ein neues "Halo". Die Zombie-Schlachtplatte "Dead Rising 3" allerdings sorgte für eine böse Überraschung: Optisch wirkt das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt alt, besonders die Animationen wirkten hölzern.

Die alte Xbox lebt weiter

Und die alte Xbox 360? Reif für den Schrott? Mitnichten, sagt Microsoft - und bringt eine 360 Superslim auf den Markt, mit einem kleineren Gehäuse. Ein Preis wird noch nicht genannt. Noch hunderte von Spielen seien für die 360er Xbox zu erwarten, darunter auch Exklusivtitel.

Microsofts Netzwerk Xbox Live bekommt ein Update spendiert, darunter eine Software zum einfachen Aufzeichnen von Spielszenen. Viel wichtiger ist aber, was schon gemunkelt wurde: Die virtuelle Währung Microsoft Points wird beerdigt, stattdessen kann endlich mit echtem Geld bezahlt werden. Ein längst überfällig Schritt zu mehr Preistransparenz

Was Microsoft ignoriert hat

Wie sehr sich Microsoft darauf fokussiert hat, sich mit der - vielleicht ehemaligen - Kernzielgruppe zu versöhnen, lässt sich auch daran ablesen, was der Xbox-Bauer nicht zeigt: Casual Games und Tanz- und Sportspiele für die als Überwachungsroboter verdächtigte Bewegungssteuerung Kinect? Fehlanzeige. Titel wie "Kinect Sports Rivals", "Powerstar Golf" und "Zoo Tycoon" werden unauffällig per Pressemitteilung nachgereicht. Die Hardcore-Spieler, die Microsoft jetzt für die Xbox One begeistern muss, sind leicht zu verschrecken.

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