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Sony startet die nächste Gaming-Generation

Sony wird in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag die Playstation 4 vorstellen. Für den Konzern muss die neue Konsole ein großer Erfolg werden. Was zu erwarten ist.

  Sony wird in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag die Playstation 4 vorstellen.

Sony wird in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag die Playstation 4 vorstellen.

Sony wagt sich im Spielemarkt aus der Deckung: Branchenbeobachter sind sich sicher, dass der japanische Konzern beim "PlayStation Meeting 2013" in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag seine Konsole der nächsten Generation in New York vorstellen wird - und damit dem Rivalen Microsoft mit der Xbox zuvorkommt. Noch ist allerdings nichts wirklich sicher, auch der Name der neuen Konsole ist vorerst unbekannt. Doch Sony feiert beim Videoportal Youtube bereits in einer Video-Retrospektive die großen Meilensteine der Playstation-Geschichte.

Konsolenhersteller kämpfen mit harten Bandagen

Die Nachfolgerin der mehr als sechs Jahre alten Playstation 3 werde zeigen, ob Sony noch immer - ähnlich wie Apple - die Kraft hat, die Kunden mit seinen Produkten zu überraschen, sagte Hiroshi Yamashina, Analyst bei der Beratungsfirma BNP Paribas Securities in Tokio der Nachrichtenagentur Bloomberg. Für einen Erfolg müsse Sony vor allem auch Gelegenheitsspieler mit der Konsole ansprechen.

Das Geschäft mit Spielekonsolen ist in den vergangenen Jahren deutlich härter geworden. Browserspiele mit immer ausgefeilterer Grafik boomen. Und vor allem Gelegenheitsspiele auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets machen dem einstigen Kerngeschäft der Branche schwer zu schaffen. Erhebungen der US-Marktforschung NPD Group zufolge stieg der Wert von per Download bezogenen PC-Spielen im vergangenen Jahr zum Beispiel um 16 Prozent an, der Wert der verkauften traditionellen Titel für Konsolen ging dagegen um 21 Prozent zurück.

Nintendo steht vor Problemen

Selbst die sogenannten Hardcore-Spieler, die regelmäßig neue Spielepakete gekauft haben, gehen dazu über, mehr und mehr auf mobilen Geräten zu spielen. "Sony und Nintendo weigern sich zu akzeptieren, dass sie nicht mehr so einen Markt haben wie vor 20 Jahren", sagte Michael Pachter, Analyst bei Investment-Firma Wedbush Securities in Los Angeles.

Nintendo hatte im Oktober als erster der großen drei Konsolenhersteller seine neue Wii U auf den Markt gebracht und damit den Start der nächsten Generation der Geräte eingeläutet. Das dazugehörige Gamepad lässt sich als Steuerung sowie als zweiter Bildschirm nutzen. Zumindest in Sachen Umsatz verlief der Start der Konsole für Nintendo zufriedenstellend, auch wenn der Absatz der Geräte zunächst geringer ausfiel als beim Vorgängermodell. Für das laufende Quartal rechnet Nintendo aber mit einem Einbruch der Verkäufe, im Januar sollen in den USA laut Marktforschern nur rund 57.000 Geräte verkauft worden sein.

Online-Angebot ist wichtiger Erfolgsfaktor

Die Online-Angebote an Filmen und Musik, die die Spielgeräte zu Unterhaltungszentralen machen, dürfte für den Erfolg der Konsolen von großer Bedeutung sein. Ebenso neue Spieletitel, die dank neuer Technologie über das bisher bekannte hinausgehen. Wichtig wird aber vor allem sein, wie die Konzerne dem Interesse der Nutzer entgegenkommen, Spiele auch mobil zu spielen. Sony werde seine Erfahrungen im Konsolengeschäft künftig auch auf Smartphones übertragen, kündigte Sony-Chef Kazuo Hirai laut Bloomberg an.

Mit der PSP und der Playstation Vita hat der Konzern seit Jahren auch eine mobile Konsole im Programm. Allerdings gehen die Verkaufszahlen zurück. Den Preis der PS Vita will der Konzern Medienberichten zufolge jetzt senken. Wie das Portal "play3.de" berichtete, soll die Konsole sowohl mit Wifi als auch mit 3G-Funk nun für 19.980 Yen (rund 160 Euro) in die Läden kommen - vorerst wohl nur in Japan. Ob auch für Europa eine Preissenkung geplant ist, blieb zunächst unklar.

Spiele aus der Cloud

Unterdessen brodelt die Gerüchteküche darüber, mit welchen Features und Entwicklungen die Konzerne ihre Stammkunden überzeugen und neue Kunden gewinnen wollen. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, dürfte Sonys nächste Konsole auch Spiele aus dem Netz streamen können. Ob das Unternehmen auf diesem Weg die Abwärtskompatibilität mit älteren Spielen gewährleisten wird, bleibt abzuwarten.

Das Spielemagazin "GamePro" geht davon aus, dass sich Sony von dem damals gemeinsam mit IBM entwickelten Prozessor Cell trennen wird. Realistisch dürfte sein, dass in der nächsten Playstation ein "Bulldozer"-Prozessor von AMD mit acht Kernen verbaut sein wird, schreibt das Magazin. Auch der Grafikchip werde voraussichtlich von AMD stammen. "IGN" hat bereits #link;http://www.stern.de/spiele/vorschau/bilder-eines-mutmaslichen-ps4-controllers-im-internet-entdeckt-12802.html;erste Bilder eines Prototyps des Controllers# für die nächste Playstation veröffentlicht. Demnach besitzt das neue Steuergerät auch ein kleines Touchpad für die Navigation mit dem Finger sowie möglicherweise auch ein Touchscreen.

Warten auf Microsofts Next-Gen-Konsole

Noch ungewiss ist, wann Microsoft einen Nachfolger seiner Xbox 360 präsentieren wird. Branchenbeobachter vermuten aber, dass der Softwarekonzern seinem Rivalen nicht allzu viel Vorsprung einräumen dürfte. Bis die neuen Geräte tatsächlich auf den Markt kommen, wird es voraussichtlich aber mindestens bis zum Sommer, wenn nicht sogar bis Ende des Jahres dauern.

Microsoft wird die Nachfolgerin der Xbox 360 vermutlich mit einer deutlich verbesserten Spracherkennung ausstatten, die ähnlich intelligent wie Apples Siri funktionieren soll. So soll sich die Konsole künftig auch per Sprachbefehl ein- und ausschalten lassen, berichteten US-Medien übereinstimmend vor knapp zehn Tagen. Auch Fragen wie "Was spielen meine Freunde am liebsten?" soll die Konsole beantworten können.

cf/DPA/DPA

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