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Amazons E-Book-Reader darf gestreichelt werden

Wischen statt Knöpfe drücken: Amazon bringt den "Kindle Touch" Ende April auch nach Deutschland. Auf den iPad-Konkurrenten "Kindle Fire" müssen deutsche Leser weiter verzichten.

  Amazon-Chef Jeff Bezos präsentiert den E-Book-Reader "Kindle Touch"

Amazon-Chef Jeff Bezos präsentiert den E-Book-Reader "Kindle Touch"

In den USA gibt es den "Kindle Touch" bereits seit Oktober 2011, nun kommt Amazons moderner E-Book-Reader auch nach Deutschland. Ab 27. April ist er zu kaufen. Bislang mussten Kindle-Leser hierzulande mit einem Cursorpad am unteren Rand des Geräts navigieren. Jetzt ähnelt die Bedienung Apples iPad.

Zwei Modelle mit Sechs-Zoll-Display schickt der Marktführer ins Rennen: Das Modell mit Wlan gibt es für 129 Euro, das mit UMTS-Verbindung für 189 Euro. Der Clou dabei: Amazon übernimmt erneut die kompletten Mobilfunk-Kosten, inklusive möglicher Roaming-Gebühren im europäischen Ausland. Bislang waren hierzulande zwei Kindle-Modelle auf dem Markt, das günstigste für 99 Euro. Diese nutzen die E-Ink-Technologie der klassischen E-Book-Reader mit Graustufen-Display und geringem Stromverbrauch.

Auf den iPad-Konkurrenten "Kindle Fire", das in den USA für 199 Dollar verkauft wird, müssen deutsche Leseratten nach wie vor verzichten. Bislang gibt es keine Pläne, das Gerät mit Farbdisplay und App-Unterstützung auf den deutschen Markt zu bringen. Die einzige Möglichkeit ist ein Import.

Pionier im Büchermarkt

Amazon hat frühzeitig auf digitale Bücher gesetzt und den ersten Kindle-Reader in den USA 2007 auf den Markt gebracht. Einen deutschen Kindle-Store gibt es seit knapp einem Jahr. Auch andere Anbieter sind in dem Markt aktiv: Apple hat für sein iPad-Tablet einen eigenen Online-Bücherladen. In Deutschland vertreiben die Buchhändler Thalia, Weltbild und Hugendubel sowie Hersteller wie Sony ebenfalls elektronische Lesegeräte.

"Europa holt bei der Verbreitung digitaler Bücher schnell zum US-Markt auf", sagte Amazons europäischer Manager für Kindle-Inhalte, Gordon Willoughby. Der Wechsel zu E-Readern bringe die Menschen in verschiedenen Ländern dazu, mehr Bücher zu kaufen. "Schon 2010 stellten wir in den USA fest, dass Leser nach dem Kauf eines Kindle drei Mal mehr Bücher erwarben als vorher. In Großbritannien erreichten wir diese Zahl 15 Monate nach dem Start des dortigen Kindle-Stores, in Deutschland bereits nach sechs Monaten."

Amazon nennt von Anfang an keine Absatzzahlen zu den Kindle-Geräten und Büchern. Es heißt immer nur, die E-Reader seien das populärste Produkt im Angebot. Marktbeobachter gehen von Millionen Geräten aus.

cf/DPA/DPA
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