Das Gute an einem digitalen Bild ist, dass Sie seine Farben auf alle möglichen Arten verändern können. Alle Profiprogramme bieten zahlreiche Bearbeitungsmethoden - oft zu viel. Diese Methoden lassen sich auf das ganze Bild oder auch nur auf einen Bereich anwenden.
Farbe ist ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens und wir empfinden sie gefühlsmäßig als einfach und selbstverständlich. In Wirklichkeit ist Farbe aber komplex und ihre Natur nicht eindeutig, denn es geht hier sowohl um optische Aspekte als auch um subjektive Wahrnehmung. In der Geschichte der Kunst hat man sich auf die Bandbreite der Farben und ihre Wirkung geeinigt.
Die drei Hauptmodi für Farbbilder sind RGB, CMYK und Lab. Alle haben ihre Vorteile, aber denken Sie daran, dass Sie auf dem Bildschirm eine RGB-Darstellung sehen. Was hier gilt, gilt nicht unbedingt auch für die anderen Modi.
Jeder Modus hat zudem seinen eigenen Farbraum. Sie können von RGB oder CMYK zu Lab wechseln, ohne etwas zu verlieren, aber jede andere Konvertierung führt zu Farbverlusten. Und jeder Modus verfügt auch noch über Farben, die die anderen nicht haben. Schon allein aus diesem Grund ist es einfacher, den Modus zu behalten, in dem das Bild angelegt wurde.
Ihr eigenes Urteilsvermögen ist das wichtigste Werkzeug bei der Farbanpassung und somit entscheidet Ihr Auge über die Arbeit. Es sind schließlich Ihre Fotos und nur Sie legen fest, wie sie aussehen sollen. Wenn Sie sich auf die Farbechtheit Ihrer Bildschirmdarstellung verlassen können, müssen Sie zuerst das rohe Bild beurteilen. Ist es zu dunkel oder zu hell? Sehen Sie einen Farbstich? Und wenn, haben Sie ihn beabsichtigt oder nicht? In den Dialogfeldern für Tonwerte und Gradationskurven finden Sie drei wertvolle Werkzeuge: die Pipetten für Weißpunkt, Schwarzpunkt und Mitteltöne, die automatische Korrekturen erlauben. Selbst wenn Sie sie bei der "echten" Arbeit nicht benutzen, bieten sie Ihnen doch eine gute Vorschau. Noch mächtiger ist das Verändern von Farben in einzelnen Bildbereichen.
Einige Beispiele: Tipps zum Ändern von Farben.
Das Bild lesen mit dem Densitometer
Ein Densitometer ist in der konventionellen Fotografie ein teures Profiwerkzeug. In Photoshop ist es kostenlos und kann sich als außerordentlich nützlich erweisen. Mit einem Densitometer können Sie zum Beispiel die Tiefe des Schattens oder die Reinheit der Lichter prüfen. Wählen Sie "Fenster: Informationen", um eine Anzeige der Zeigerposition und die Messwerte für jeden Kanal zu erhalten. Das Werkzeug arbeitet unabhängig vom Bildschirm und das macht es so wertvoll. Ein tiefer Schatten sieht vielleicht auf dem Monitor schwarz aus, könnte in Wirklichkeit aber schwächer sein. Auch die Schwellenwert-Funktion in Photoshop ist ein sehr hilfreiches Werkzeug, da es die Lichter in einem Bild anzeigt.