Es stehen Ihnen vier Methoden zur Verfügung, um Werte in einem Bild anzupassen: zwei einfache und zwei hilfreiche. Die Methoden für den Anfänger - automatische Korrekturen und Variationen - zeichnen sich durch eine leichte Bedienbarkeit aus. Allerdings verfügen Sie nicht über präzise Einflussmöglichkeiten. Automatiken sind zwar bei den ersten Farbkorrekturen hilfreich, aber dennoch sollten Sie sich mit den professionellen Kontrollfunktionen der Tonwertkorrektur und der Gradationskurven vertraut machen.
Das Histogramm zählt bestimmt nicht zu den anwenderfreundlichsten Werkzeugen, ist aber nahezu unverzichtbar, wenn es um die Beurteilung des Dynamikumfangs zwischen Schatten und Lichtern geht. Sie sollten sich das Histogramm der Tonwertkorrektur wie eine Landkarte der Tonwerte vorstellen und mit etwas Übung ist es auch so einfach wie eine normale Landkarte zu lesen. Der Tonwertumfang breitet sich horizontal wie ein Querschnitt in 256 Schritten aus, dabei zeigt die Höhe jeder Säule an, wie stark dieser bestimmte Tonwert im Bild repräsentiert ist. Bei einem positiven RGB- oder Graustufenbild sind die Schatten bzw. Tiefen auf der linken und die Lichter auf der rechten Seite angeordnet. Im CMYK-Modus ist es umgekehrt.
Wenn Sie über die darunter liegenden Regler das Histogramm (Tonwertkorrektur in Photoshop) anpassen, ändern Sie Helligkeit oder Kontrast. Über den mittleren Regler ändern Sie die Gesamthelligkeit und mit den äußeren den Kontrast. Ändern Sie etwas in den einzelnen Farbkanälen, so beeinflussen Sie damit Farbhelligkeit und -kontrast. Schauen Sie zuerst immer ins Histogramm, um ein Bild zu beurteilen. Gibt es an einem Ende Leerräume, können Sie mit dem äußeren Regler den Kontrast verstärken, ohne dass Sie Bildinformationen verlieren. Wenn Sie mit der Filmtheorie vertraut sind, wird Ihnen die Gradationskurve bekannt vorkommen. Sie zeigt in einem Diagramm an, wie der Film auf die Belichtung reagiert. Im Bereich der digitalen Fotografie steuern die vergleichbaren Kurven sehr sensibel und wirkungsvoll alle Farbanpassungsmethoden. Anfangs sehen die Werte wie eine gerade diagonale Linie aus, aber wenn Sie daran ziehen, können Sie alles ändern. Ziehen Sie einen Punkt auf dieser Linie nach oben, erhöhen Sie die Helligkeit. Formen Sie eine S-förmige Kurve, erhöhen Sie den Kontrast. Sie können alle Tonwerte in jedem Bild beliebig verändern.
Verschiedene Beispiele: Von Histogrammen und Gradationskurven.