80 Prozent der Fritzbox-Router sind unsicher

12. Februar 2014, 11:58 Uhr

Eine Lücke in Fritzbox-Routern sorgte für horrende Telefonrechnungen. Obwohl die Updates seit Tagen bereitstehen, wurden nur 20 Prozent der Geräte aktualisiert. Behörden raten nun zum Update.

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Wurde Ziel von Hackern: die Router der Marke Fritzbox©

Diese Sicherheitslücke schreckte deutsche Internetnutzer auf: Durch eine Schwachstelle in Routern der Marke Fritzbox konnten Kriminelle private Daten auslesen und die Geräte so manipulieren, dass sie vom Nutzer unbemerkt teure Hotlines im Ausland anriefen. Im Fall eines Mannes aus Moers im Ruhrgebiet kamen so innerhalb einer halben Stunde etwa 4200 Euro Telefonkosten zustande.

Die Firma AVM, die die Router der Marke Fritzbox herstellt, hat am Wochenende für insgesamt 19 deutsche und zwölf internationale Router-Modelle Sicherheits-Updates zum Download bereitgestellt (hier finden Sie eine Liste der unterstützten deutschen Modelle).

Doch offenbar sind viele Deutsche update-faul: Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) meldet, haben bislang nur rund 20 Prozent der Fritzbox-Anwender das wichtige Sicherheitsupdate installiert. Zudem ruft das BSI die Provider auf, die ihren Kunden eine Fritzbox bereitgestellt haben, diesen das von AVM veröffentlichte Update schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen.

Wichtig: Passwort ändern!

Die Installation des Updates ist simpel, auf seiner Website hat AVM eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht. Kunden, die eine von ihrem Kabelnetzbetreiber bereitgestellte Fritzbox nutzen (Modell 6360, 6340 oder 6320 Cable), müssen sich noch etwas gedulden: Die neue Software wird derzeit von den Anbietern geprüft und demnächst freigegeben.

Doch mit der Installation des Updates ist es noch nicht getan. Da die Angreifer durch die Sicherheitslücke auch die Passwörter des Routers auslesen konnten, müssen Fritzbox-Nutzer unbedingt das Kennwort des Geräts ändern.

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