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31. August 2009, 19:30 Uhr

Flache TV-Geräte werden sparsam und schön

Von wegen Krise: In Berlin zeigen die Hersteller von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten die Highlights der Saison. Ganz klar: TV in High Definition ist das Trendthema der Messe. Doch auch in der Küche gibt es Innovationen en Masse.

HD, High Definition, HDTV

Die Fernsehwelt ist flach und in High Definition© Reuters/Nicky Loh

Schlanker, sparsamer, schärfer: Im Mittelpunkt der diesjährigen IFA in Berlin stehen wieder einmal die Flachbild-Schönlinge. Ihre Hersteller versprechen noch bessere Bildqualität und stärkere Kontraste. Zugleich werden die hochauflösenden Fernseher immer schmaler und verbrauchen weniger Strom.

Das Thema Energieverbrauch ist auch bei den Haushaltsgeräten top, die zum zweiten Mal auf der nach eigenen Angaben weltweit bedeutendsten Messe für Consumer Electronics präsentiert werden. Als gäbe es keine Wirtschaftskrise sind vom 4. bis 9. September so gut wie alle namhaften Aussteller der Unterhaltungselektronik- und der Haushaltsgeräte-Branche wieder dabei - von Philips über Sony bis Miele, Siemens, Loewe, Metz, Grundig oder Toshiba. Präsentiert werden zahlreiche neue Trends.

Fernsehproduzenten führen ein neues Bildschirmformat von 21:9 vor, mit dem es möglich ist, Cinemascope-Filme ohne schwarze Balken zu sehen. Darüber hinaus sind einige Geräte ans Internet angebunden, so dass per Fernbedienung ohne Computer im Netz gesurft werden kann. Auch keine Utopie ist mehr, dass Fernsehbilder in 3D wohl bald in den Wohnzimmer flimmern werden.

Alternative zu Plasma- und LCD-Geräten

Die Technik der Fernseher entwickelt sich rasant: Dank lichtemittierender Dioden (LED), die über den ganzen LCD-Bildschirm der Fernseher verteilt sind und gruppenweise angesteuert werden, wird ein höheres Kontrastverhältnis erreicht. Zugleich wird so bei den HDTV-Geräten Energie gespart. Die meisten laufen mittlerweile mit einer Bildwiederholungsrate von 200 Hertz - so dass die Bewegungen fließender und natürlicher wirken.

Dass Bild- und Tonsignale kabellos von einer externen Box empfangen werden, entwickelt sich mehr und mehr zum Standard. Durch die neuen Technologien können auch immer schlankere Geräte gebaut werden - das schmalste hat eine Tiefe von nur noch neun Millimetern. Und es gibt eine Alternative zu Plasma- und LCD-Bildschirmen. Gezeigt werden organische Leuchtdioden (OLED), deren Lebensdauer aber noch geringer ist als die der anorganischen Leuchtdioden (LED).

Viele Alleskönner

Auch die Kompaktkameras bieten Neues: Nicht nur die Lichtempfindlichkeit wird immer besser. Nikon hat Miniprojektoren eingebaut, mit denen Fotos mit Bilddiagonalen von bis zu 40 Zoll (100 Zentimeter) an die Wand geworfen werden können. Die Kamera soll 429 Euro kosten und im September auf den Markt kommen. Wie überhaupt die Geräte immer mehr zu Alleskönnern werden.

Die Funktionen der mobilen Endgeräte lassen sich kaum noch voneinander trennen - Konvergenz pur. Mit Navigationsgeräten kann man Videos gucken, mit Digitalkameras filmen, mit Handys den eigenen Standort erkunden und im Internet surfen, mit mobilen Musik-Playern Fotos angucken. Weiteres Thema auf der IFA ist die nächste Generation der Blu-ray-Player mit neuen Funktionen und der Möglichkeit, Flachbildschirme und Beamer mit hochauflösenden Inhalten zu füttern.

Die Reinigungskraft eines Wassertropfens mal 400

Auch die sogenannte "Weiße Ware", die nach dem Erfolg von 2008 nun sogar auf einer um zwei Hallen vergrößerten Fläche präsentiert wird, setzt auf Elektronik. Bosch beispielsweise präsentiert eine Spülmaschine mit einer Hydraulik-Technologie. Das System steigere die Reinigungskraft eines Wassertropfens gleich um das 400-fache, wirbt das Unternehmen. Ein AEG-Trockner soll 43 Prozent weniger Energie verbrauchen als für die höchste Energieeffizienzklasse A gefordert wird. Es gibt auch Kurioses wie den ersten Einbau-Toaster für die Küchenschublade oder eine Waschmaschine, die gleich zwölf Kilogramm fasst.

Zudem wird es wieder überall zischen und dampfen: Präsentiert werden die exklusivsten und schicksten Espresso-Maschinen und Kaffee-Automaten. Und natürlich werden auch wieder Bügeleisen, multifunktionale Kühlschränke, Dampfgarer für vitaminschonendes Kochen und Möglichkeiten für die Vernetzung des Zuhauses gezeigt. Die Macher setzen darauf, dass sich ausschließlich der Name IFA für die Messe einbürgert. Die ausgeschriebene ursprüngliche Version Internationale Funkausstellung ist ja auch spätestens mit Aufnahme der "Weißen Ware" nicht mehr zutreffend.

Branche trotzt der Krise

Die 49. IFA sieht sich auch in diesem Jahr als Motor für die Branche. Trotz Krise geht es der recht gut. Von Januar bis Mai stieg der Umsatz mit klassischen Unterhaltungselektronik-Produkten um 3,3 Prozent. Bei Haushaltsgroßgeräten betrug das Plus 8,6 Prozent. In diesem Jahr werden wieder ähnlich viele Aussteller und Besucher wie im vergangenen Jahr erwartet. 2008 hatten 1.245 Aussteller aus 63 Ländern ihre Neuheiten gezeigt. Rund 200.000 Menschen waren auf das Messegelände unter dem Funkturm gepilgert. Auch das Ordervolumen soll mit mehr als drei Milliarden Euro wieder ähnlich hoch ausfallen.

AP/Holger Mehlig
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
flyingfree (01.09.2009, 06:35 Uhr)
@ Fakten
hört hört...
Fakten besitzt nur reindeutsche Ware.
STR_EDDS (01.09.2009, 01:55 Uhr)
@fakten
Wer ist "wir"?
Fakten (01.09.2009, 00:10 Uhr)
Wer kauft?
...wir haben andere Sorgen, als nicht in unserem Lande hergestellte Waren zu kaufen.
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