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So läuft der Fernseher wieder

Keine Panik, wenn Ihr TV-Gerät heute morgen schwarz geblieben ist: Ihnen fehlt nur das richtige Signal. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es wiederbekommen.

Von Christoph Fröhlich

  Das analoge Satellitensignal wurde abgeschaltet. Beim Umstieg auf das digitale Fernsehen gibt es einiges zu beachten.

Das analoge Satellitensignal wurde abgeschaltet. Beim Umstieg auf das digitale Fernsehen gibt es einiges zu beachten.

Die Ära des analogen Satellitenfernsehens ist endgültig vorüber. Obwohl die Landesmedienanstalten und die Sender seit zwei Jahren über den Wechsel auf digitales Fernsehen informieren, dürften mehrere Hunderttausend Haushalte jetzt sprichwörtlich schwarz sehen: Ohne einen digitalen Satellitenempfänger gibt es statt Traumschiff und Günther Jauch nur noch ein dunkles Bild.

Dabei muss der Einstieg ins Digitalzeitalter gar nicht teuer sein: Manchmal genügen schon kleine Veränderungen an der Sat-Antenne. Sollten Sie noch nicht auf digitales Fernsehen umgerüstet haben, raten Experten zu Eile: Die Empfangsgeräte könnten knapp werden, viele Techniker sind bereits ausgebucht. stern.de erklärt, was Sie über das digitale Satellitenfernsehen wissen müssen.

Welche Vorteile bieten digitale Signale?

Digitale Signale sind besser als analoge. Sie benötigen weniger Kapazität bei der Übertragung und bieten gleichzeitig eine bessere Bild- und Tonqualität. Mit an Bord sind zudem neue technische Möglichkeiten, beispielsweise der elektronischen Programmführer (EPG), eine Art digitale Fernsehzeitschrift. Und: Durch die eingesparte Bandbreite gibt es mehr Sender in besser Auflösung.

Wie rüste ich um?

Für digitales Fernsehen brauchen Sie das passende Empfangsgerät, den sogenannten Receiver. Jeder Fernseher braucht ein eigenes Gerät, wollen Sie also in mehreren Zimmern fernsehen, benötigen Sie auch mehrere Receiver. Neugeräte bekommen Sie schon ab 20 Euro, je nach Ausstattung werden aber auch mehrere hundert Euro fällig. So können besser ausgestattete Receiver beispielsweise Fernsehsendungen auf eine integrierte Festplatte aufnehmen.

Sie sind noch auf der Suche nach dem passenden Gerät? Stiftung Warentest hat im März mehrere Geräte getestet. Ein Tipp: Bei modernen LCD-Fernsehern ist ein digitaler Empfänger häufig schon eingebaut. Dann können Sie sich die Neuanschaffung eines Receivers sparen.

Muss auch die Satellitenschüssel ausgetauscht werden?

Nein. Ist die Satellitenschüssel älter als zehn Jahre, muss möglicherweise nur das LNB-Empfangsteil ("rauscharmer Signalumsetzer") ausgetauscht werden. Die gibt es bereits für unter 20 Euro. Der LNB ist die zentrale Empfangseinheit und befindet sich mittig vor der Schüssel. Besitzen Sie mehrere Empfangsgeräte an einer Sat-Antenne, benötigen Sie außerdem einen Multischalter. Dieser kann bereits im LNB integriert sein.

Technik-Laien ist es nicht zu empfehlen, auf eigene Faust umzurüsten. Im Zweifelsfall sollte ein erfahrener Fernsehtechniker den Einbau vornehmen. Noch komplizierter wird die Umrüstung in Wohnanlagen. Wer lieber den Fachmann zu Rate zieht, sollte sich beeilen: Viele Firmen sind bereits ausgebucht.

Worauf muss ich sonst noch achten?

Wer einen Flachbildfernseher besitzt, sollte ein HD-taugliches Empfangsgerät kaufen, um in den Genuss von hochauflösenden Bildern zu kommen. So werden beispielsweise die Olympischen Spiele 2012 in HD übertragen. Aber auch RTL und Co. bieten mit HD+ ihr Fernsehprogramm in höherer Auflösung - allerdings kostenpflichtig.

Gibt es Alternativen zum analogen und digitalen Satellitenempfang?

Ja. Fernseh- und Hörfunkprogramme können nach wie vor über einen Kabelanschluss oder über das Internet (IPTV) empfangen werden. Eine dritte Möglichkeit: Via DVB-T kann bundesweit ein Großteil der öffentlich-rechtlichen Programme empfangen werden. In großen Städten wie Berlin, Hamburg oder München gibt es auch Zugriff auf viele Privatsender. Eine genaue Übersicht finden Sie auf www.ueberallfernsehen.de.

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