Spieglein, Spieglein in der Hand

23. Februar 2013, 07:18 Uhr

Wer gute Bilder machen will, braucht eine Spiegelreflexkamera - oder? Stiftung Warentest hat 18 Systemkameras mit und ohne Spiegel zwischen 380 und 2600 Euro getestet. Welche Kameras sich lohnen.

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Testsieger bei Stiftung Warentest wurde Panasonics Lumix DMC-GH3A©

Die Auswahl an Systemkameras ist riesig, jedes Jahr erscheinen Dutzende neue Modelle in den verschiedenen Preisklassen. Selbst erfahrene Fotografen verlieren schnell den Überblick. Stiftung Warentest hat 18 aktuelle Systemkameras mit und ohne Spiegel zwischen 380 und 2600 Euro getestet und verschiedene Objektive ausprobiert. Das Fazit: Gute Systemkameras müssen nicht teuer sein. Bereits für wenige hundert Euro bekommt man Kameras mit sehr guter Bildqualität.

Viel Qualität für viel Geld

Testsieger wurde Panasonics Lumix DMC-GH3A. Die spiegellose Kamera erreichte die Gesamtnote 1,8 und überzeugte die Tester vor allem mit einer brillanten Bild- und Videoqualität und einer guten Handhabung. Mit 2110 Euro ist sie aber auch eine der teuersten Kameras. Wesentlich günstiger ist die zweitplatzierte EOS 650D von Canon. Sie kostet im Durchschnitt 650 Euro, macht ebenfalls sehr gute Bilder und erreichte mit 2,0 ein nur etwas schlechteres Testergebnis. Vor allem die mittelmäßige Videoqualität und die etwas schlechtere Bedienbarkeit waren für den Punktabzug verantwortlich.

Auf dem letzten Platz landete Canons EOS M, die ebenfalls mit 650 Euro zu Buche schlägt. Zwar macht sie gute Bilder, die Handhabung, die Videoqualität, der Monitor und der Blitz sind aber nur befriedigend. Viel Punktabzug gab es für den nicht vorhandenen Sucher. Gesamtnote: 2,7.

Die beste Bildqualität im Test lieferte die Vollformatkamera EOS 6D von Canon. Sie hat eine brillante Farbwiedergabe und eine gute Auflösung. Außerdem verfügt sie über einen integrierten Wlan-Chip und kann GPS-Daten aufzeichnen. So kann später nachvollzogen werden, wo jedes Foto aufgenommen wurde. Allerdings ist die Akkulaufzeit eher schlecht.

Preis-Leistungs-Sieger wurde Canons EOS650D. Mit 650 Euro ist sie ein echtes Schnäppchen für Hobbyfotografen und kostet knapp 1500 Euro weniger als die EOS 6D. In puncto Bildqualität muss sich die billige Alternative dennoch nicht verstecken. Auch bei wenig Licht gelingen noch gute Fotos, der Monitor kann zudem geklappt und geschwenkt werden. Abstriche müssen Käufer bei Handhabung und der Ausstattung machen, etwa bei Sucher und Blitz. Zudem ist die EOS 650D nicht die Schnellste beim Speichern und Löschen, die Akkulaufzeit ist ebenfalls eher mau.

Die günstigste Kamera ohne Spiegel ist die Nikon 1 J2. Sie kostet 380 Euro, wiegt 388 Gramm und ist mit sieben Zentimetern Tiefe die flachste Kamera im Testportfolio. Sie löst sehr schnell aus und macht tolle Bilder, auch bei wenig Licht. Allerdings hat sie keinen Sucher und der Monitor ist nicht klappbar, ein externer Blitz kann ebenfalls nicht angeschlossen werden. Eignet sich vor allem für mobile und sportbegeisterte Fotografen.

Mehr Informationen zu dem Test sind unter http://www.test.de/digitalkameras;test.de/digitalkameras erhältlich.

cf
 
 
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