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Samsungs TV-Eigentor

Technisch brillant, designtechnisch ein Desaster: Samsung versprach auf der Technikmesse CES in Las Vegas "eine nie dagewesene TV-Form" - und erntet für seinen Hightech-Fernseher vor allem Spott.

Von Christoph Fröhlich

  Riesenbildschirm zwischen zwei Torpfosten: Das Design von Samsungs neuem Hightech-Fernseher, der auf der CES in Las Vegas präsentiert wurde, dürfte nicht jedermanns Geschmack sein.

Riesenbildschirm zwischen zwei Torpfosten: Das Design von Samsungs neuem Hightech-Fernseher, der auf der CES in Las Vegas präsentiert wurde, dürfte nicht jedermanns Geschmack sein.

Sie gehorchen aufs Wort, kennen das Fernsehprogramm auswendig und wissen häufig besser, was auf der eigenen Facebook-Timeline passiert, als der Nutzer selbst: Schlaue Fernseher, genannt Smart-TVs, erobern langsam auch deutsche Wohnzimmer. Dennoch treten die Hersteller seit Jahren auf der Stelle. Zwar werden die Geräte dünner, die Rahmen schmaler und die Funktionsvielfalt wächst. Doch umwerfende Features, wirkliche Kaufargumente, suchte man in den vergangenen Jahren vergebens.

Umso gespannter blickte die Technikwelt am Montag nach Las Vegas zur Unterhaltungselektronikmesse CES. Mit viel Wirbel kündigte Samsung eine "wirkliche Innovation des TV-Designs mit einer noch nie dagewesenen Fernseher-Form" an und legte die Messlatte hoch. Die Besucher würden ein "zeitloses Äußeres" zu sehen bekommen. Die Vorankündigung machte neugierig: Würden die Südkoreaner einen Hochkant-Fernseher zeigen? Oder gar ein halbdurchsichtiges Display, von dem im vergangenen Jahr bereits erste Prototypen zu sehen waren?

Es ist ein … Tor-TV

Am Montagnachmittag (Ortszeit) ließ Samsung die Katze aus dem Sack - und sorgte bei vielen Anwesenden für lange Gesichter: Denn gezeigt wurde kein revolutionär neuer Fernseher, sondern ein großer Bildschirm in einem noch größeren Metallrahmen. Riesige 110 Zoll (2,79 Meter) misst das Display, das Bilder in Ultra-HD-Qualität darstellen kann und zwischen zwei Metallstangen wie ein Flipchart thront.

"Heute werden Sie sehen, was die Kunden morgen wirklich wollen und auch brauchen", verkündete Samsung-Präsident Boo-Keun Yoon stolz. Doch viele Besucher zweifelten an der Aussage: Will sich wirklich jemand einen Fernseher ins heimische Wohnzimmer stellen, der aussieht wie ein Fußball-Tor? Der eher einer Plakatwand als einem Smart-TV-Wunder ähnelt?

Technisch ist das Gerät beeindruckend, im Inneren steckt ein Vierkernprozessor, womit der Fernseher besser bestückt ist als viele Computer. Dank der Rechenpower liefert der S9 getaufte Fernseher fantastische Bilder in 4K-Aufösung mit acht statt zwei Millionen Pixeln, wie sie handelsüblichen Full-HD-Fernseher zeigen. Und natürlich sind auch zahlreiche schlaue Funktionen an Bord.

Doch richtige Freude kann sich beim Betrachter nicht einstellen: "Es ist, als würde man einen wunderschönen Paradiesvogel fangen", schreibt Sam Biddle vom US-Technikblog "Gizmodo", "und ihn anschließend in Ketten und riesige Metallstangen aus dem Tower of London stecken". Einige User spotteten, der neue Fernseher erinnere eher an eine Tafel aus Schulzeiten als an ein Flaggschiff-TV. Das Schlimmste: Die Stangen sind nicht abnehmbar.

Samsung agiert planlos

Zum Preis des Fernseher-Monsters hielt sich Samsung bedeckt, wann das Gerät in Deutschland erhältlich sein wird, ist ebenso ungewiss. Doch der jüngst vorgestellte Samsung-TV lässt Branchenbeobachter auf eines hoffen: das baldige Erscheinen des Apple-Fernsehers. "Bis Apple den TV-Markt betritt, wird Samsung ziellos herumirren", schreibt Buster Heine vom Apple-Blog "Cult of Mac". "Statt abzuwarten, hat sich Samsung entschieden, wahllos TV-Software-Features auf die Kunden loszulassen, in der Hoffnung, dass eines von ihnen einschlagen wird".

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