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19. Oktober 2009, 08:32 Uhr

Wie sicher sind soziale Netzwerke?

Der Hackerangriff auf SchülerVZ bringt soziale Netzwerke insgesamt ins Gerede. Deutschlands oberster Datenschützer warnt davor, allzu viele Daten bereitwillige ins Netz zu stellen, und auch die IT-Branche selbst macht sich ihre Gedanken.

SchülerVZ, Datenmissbrauch, Datenschutz, Schaar

Datenschutzbeauftragter Peter Schaar warnt davor, zu viele persönliche Daten ins Netz zu stellen© Fritz Reiss/AP

Der große Hackerangriff auf das Online-Forum Schüler VZ führt zu einer generellen Debatte über soziale Netzwerke und den dadurch möglichen Datenmissbrauch. Experten warnen davor, allzu bereitwillig persönliche Daten ins Internet zu stellen. Beispielsweise der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar: "Der Fall zeigt, dass man sich überlegen muss, wo man Daten preis gibt, speziell im Internet", sagte Schaar der "Berliner Zeitung". "Daten, die im Internet stehen und von einer großen Zahl von Menschen genutzt werden, können nur schwer gegen Missbrauch geschützt werden."

Auch der Branchenverband der Internetwirtschaft reagierte mit Besorgnis. "Beim Datenschutz von Kindern und Jugendlichen in Online-Netzwerken muss ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet sein. Das muss allerhöchste Priorität genießen", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des IT-Verbandes Bitkom der Zeitung. Glücklicherweise gehe es bei SchülerVZ nicht um sensible Daten wie Kontonummern. Doch zeige der Fall, wie wichtig es sei, dass Eltern genau darauf achteten, was ihre Kinder in Online-Netzwerken tun.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass mindestens zwei Hacker persönliche Daten von bis zu einer Million Jugendlicher, die SchülerVZ nutzen, illegal kopiert und weitergeben haben.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
0c3z0 (19.10.2009, 17:07 Uhr)
Der User selbst, ist der grosste Unsicherheitsfaktor
Was ich offentlich zeige ist nun mal offentlich. Auch wen es nur "Freunde" etc [wie bei Sozial Netzwerke ublich] sehen konnen, die Info ist einfach preisgegeben. Sobald die Person in meinem Freundeskreis ist, hat sie auch schon den Fuss in der Tur. Und nachdem die Mehrheit dazu neigt, Hunz & Kunzs Einladung in den Freundeskreis anzunehmen, ist das ja auch nicht schwer. Der Rest ist nur noch eine Frage der Methode, und wird nicht zu kontrollieren sein, da die Info ja legal zur Schau steht. Schon mal ueberlegt wie die Software funktioniert?? Nichts anderes als der Mensch. Es werden die Seiten angerufen, angeschaut gefiltert nud gespeichert. D.h wenn der Mensch Zutritt hat, dann hat es auch die Software. Sie ist nichts anderes als ein automatischer Browser auf Datensammlung (einfach gesagt). Wie soll daher im Gegensatz der Server wissen, wer die Seiten aufruft?? Der Fall waere anders wenn es um meine privaten, vor jedem anderen, geschutzten Daten gehe, doch das war ja nicht de Fall.
Ich denke, rein von IT-Seite her sind die meisten namhaften Netzwerke "ziemlich" sicher. Die groesste Unsicherheit ist, wie bei den meisten IT Gebieten, der User selber.
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