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Hackerangriff legt "Washington Post" lahm

Die Website der "Washington Post" wurde von Hackern attakiert, die das Regime des syrischen Machthabers Baschar al Assad unterstützen. Stundenlang war die Seite nur eingeschränkt benutzbar.

  Der Hackerangriff zielte nicht nur auf die "Washington Post" sondern auf das angeblich verzerrte Bild des syrischen Bürgerkriegs, welches westliche Medien vermitteln würden.

Der Hackerangriff zielte nicht nur auf die "Washington Post" sondern auf das angeblich verzerrte Bild des syrischen Bürgerkriegs, welches westliche Medien vermitteln würden.

Die US-Tageszeitung "Washington Post" ist nach eigenen Angaben Opfer einer Hackerattacke von Unterstützern des syrischen Machthabers Baschar al Assad geworden. Leser einiger Artikel auf ihrer Internetseite seien am Donnerstag von dort auf den Web-Auftritt der "Syrian Electronic Army" umgeleitet worden, hieß es in einer Erklärung. Der Hinweis auf der Seite der "Washington Post" klärte die Leser auch darüber auf, dass an einer Lösung des Problems gearbeitet werde. Am Freitag war die Seite wieder fehlerfrei aufrufbar.

Hacker der Syrian Electronic Army hatten in den vergangenen Monaten zahlreiche Medien angegriffen, darunter die Nachrichtenagenturen AFP und AP sowie die britische BBC und die Wirtschaftszeitung "Financial Times". Besonders spektakulär war der Angriff auf AP Ende April: Dabei verbreiteten die Hacker über das Twitterkonto der Nachrichtenagentur die Fehlinformation: "Zwei Explosionen im Weißen Haus, Obama verletzt." Die US-Börse stürzte daraufhin kurzzeitig ab.

Die Organisation wirft arabischen und westlichen Medien vor, "falsche Informationen" über die Ereignisse in Syrien zu verbreiten. In der Vergangenheit hatte sich die Gruppe bereits zu Hackerangriffen auf die Internetseiten von Sky News Arabia und al Jazeera Mobile sowie auf die Seiten von Regierungen in der Region bekannt.

ono/AFP/AFP

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