Wer bin ich, was weiß das Netz über mich? Der Weg zur virtuellen Selbstfindung geht in diesem Fall nicht über teure Zen-Seminare. Eine einfache Google-Recherche bietet schon einige Einblicke. Das folgende Beispiel funktioniert allerdings nur dann, wenn Sie nicht über einen Allerweltsnamen wie "Heinz Meier" oder "Anna Müller" verfügen.
Geben Sie Ihren eigenen vollständigen Namen in Anführungszeichen bei Google ein. Die Anführungszeichen stellen sicher, dass nach dem kompletten Namen gesucht wird, was die Anzahl potenzieller Treffer einschränkt.
Interessant wird die Suche, wenn man mit dem Namen gezielt Eigenschaften verknüpft, z.B. die Telefonnummer: Ergänzen Sie einen Begriff wie "Telefonnummer" oder "Adresse" zur Suchanfrage nach Ihrem Namen. Möglicherweise hat eine Personensuchmaschine schon einen Eintrag erstellt hat, der zu Ihrer Telefonnummer führt. Zur Telefonnummer wird obendrein noch der Wohnort genannt.
Selbst wenn beim Verfolgen des Links die komplette Adresse noch nicht unmittelbar preisgegeben wird, lässt sich das leicht anhand der gefundenen Telefonnummer nachholen. Dazu vernetzen wir die Information mit einer weiteren Quelle: Begeben Sie sich nun auf die Seite www.telefonbuch.de und geben Sie die recherchierte Nummer oder aber einen Namen und den Wohnort in das Suchfeld ein. Sollte die gesuchte Person der inversen Suche nicht widersprochen haben, so erscheint Ihre Adresse nach Abschicken der Suche im Suchfenster.
Aber warum sich die Mühe machen und selbst die Informationen aus dem Netz zusammenklauben? Das erledigen heutzutage Metasuchmaschinen wie yasni.de oder www.123people.de einfacher und schneller. Ein Beispiel: Begeben Sie sich auf yasni.de und suchen Sie dort nach Ihrem guten Namen. Sie werden (abhängig von Ihren bisherigen Aktivitäten im Netz) von der Fülle der dargebotenen Informationen überrascht sein .
Sollten Sie einen der oben beschriebenen Allerweltsnamen tragen, so haben Sie die Möglichkeit, über das Feld Suche eingrenzen weitere Stichworte zu ergänzen, welche die Ergebnisse der Suche dichter an Ihr wahres Ich heranführt. Sind Sie beispielsweise in Ihrer Freizeit bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv, so ergänzen Sie das Stichwort Feuerwehr.
Solange Sie im Netz stets mit Ihrem richtigen Namen unterwegs sind, ist yasni.de in der Lage, die angebotenen Informationen problemlos zu vernetzen. Es besteht aber die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was der Öffentlichkeit angeboten wird und was nicht. Dazu ist es erforderlich, ein Profil bei yasni zu erstellen. Das Ganze nennt sich dann neudeutsch Reputationsmanagement: Klicken Sie auf den Link Profil anlegen am oberen Fensterrand. Im folgenden Fenster geben Sie Ihren Namen und Vornamen, die E-Mail-Adresse sowie ein Passwort an. Klicken Sie den Bestätigungslink an, der an die angegebene E-Mail Adresse geschickt wird. Ihr yasni-Profil ist aktiviert.
Sie können nun Ihr Profil auf der yasni-Seite ändern, indem Sie zum Beispiel ein schmeichelhaftes Porträtfoto hochladen. Über selbst definierte Stichworte in der Rubrik Relevante Begriffe zu ... können Sie ein kurzes Persönlichkeitsprofil erstellen, das immer dann erscheint, wenn nach Ihnen gesucht wird.
Nachdem Sie sich eingeloggt haben sollten Sie noch einmal Ihren Namen suchen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, die angebotenen Suchergebnisse durch Anklicken der davor befindlichen Checkbox auszuwählen und Ihrem Profil zuzuordnen. Ein Interessent, der fortan nach Ihrem Namen sucht, findet nun als Erstes die von Ihnen ausgewählten Informationen vor. Dadurch lässt sich das Bild, das Sie in der Öffentlichkeit abgeben, gezielt steuern.
Übrigens: Es gibt mittlerweile auch professionelle Anbieter, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Ihre Fußspuren im Netz zu verwischen bzw. ins rechte Licht zu rücken. Als Beispiel seien an dieser Stelle myON-ID oder Reputation Defender genannt.