"Die E-Mail ist ein gefährliches Medium", warnt Jens Wollig, Professor für Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Es ist zwar schriftlich, dennoch nicht so verbindlich wie der konventionelle Brief und rasch verschickt - häufig ohne groß Nachzudenken. Meist ist die Sprache in einer E-Mail im Vergleich zu einem Geschäftsbrief etwas flapsig und es kommt leicht - mehr oder weniger bewusst - ein Unterton hinein, mit dem der Verfasser den Empfänger verletzen kann. "Ist durch eine E-Mail ein Konflikt entstanden, spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, zum Telefon zu greifen oder das persönliche Gespräch zu suchen." Differenzen, die durch ein E-Mail entstanden sind, können meistens nicht durch ein weiteres E-Mail ausgebügelt werden. "Lassen Sie sich nicht von E-Mails terrorisieren, fassen Sie sich bei den Inhalten kurz und denken Sie stets daran, dass Sie selbst mit einer missverständlich formulierten E-Mail viel mehr kaputt machen können, als in einem Gespräch", dies sind für Wollig die drei wichtigsten Empfehlungen im Umgang mit E-Mails.