
Aufgrund von Hackerangriffen spielte Google mit dem Gedanken, seine Aktivitäten in China zu beenden© Ng Han Guan/AP
Der große Knall kam Mitte Januar: Nach vierjähriger Präsenz in China platzte Googles Chefjustiziar David Drummond der Kragen. Im Internet kündigte er eine "neue Herangehensweise an China" an, so die Überschrift seines Blogeintrags.
Drummond beschwerte sich über groß angelegte Hackerangriffe, mit denen Betriebsgeheimnisse und Dissidenten-E-Mails ausgespäht würden. Zudem müsse die Zensur der Suchergebnisse endlich beendet werden.
Google werde seine Geschäftsbeziehungen in China überdenken - was letztendlich die Schließung der Seite Google.cn und der dortigen Büros zur Folge haben könnte.
Vermutlich verhandeln die Amerikaner mit der chinesischen Regierung derzeit über eine Lockerung der Zensur und das Ende von Cyberattacken, hinter denen letztendlich die Regierung in Peking stecken soll. Sichtbare Konsequenzen hat der US-Konzern noch nicht gezogen. Googles chinesische Seite ist nach wie vor im Netz. Das Interesse des Konzerns liege darin, in China zu bleiben, lautet dazu die offizielle Devise der Amerikaner.