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4. März 2010, 09:20 Uhr

Auf Google mit Gebrüll

Google, Kritik, Suchmaschine, Microsoft,

Medienmogul Rupert Murdoch, Chef der News Corp., sieht Google News als Bedrohung an© Kevin Lamarque/Reuters

Murdoch: Haltet den Dieb!

Der australische Medienunternehmer ist sauer auf Google und erwägt angeblich sogar einen Gang vor Gericht. Rupert Murdoch meint, das Angebot Google-News sei Diebstahl seiner Inhalte und betrachtet den Nachrichtenaggregator als Bedrohung für sein Unternehmen. Seiner Ansicht nach nutzt der Suchmaschinenkonzern Inhalte seines Unternehmens unrechtmäßig.

Google glaube das Recht zu haben, "unsere Nachrichten zu nehmen und für seine eigenen Zwecke zu nutzen, ohne auch nur einen Penny zu ihrer Erstellung beizutragen", hatte der Verleger Ende 2009 auf einer Veranstaltung gesagt. "Um es mal unhöflich auszudrücken: Das ist Diebstahl."

Logischer Schluss: Google solle für das Indizieren von Inhalten der News-Corporation-Medien, darunter beispielsweise das "Wall Street Journal", bezahlen, fordert Murdoch. Google lehnt das ab.

Technische Sperre wäre Kinderspiel

Eigentlich könnte Murdoch Google einfach den Zugang zu seinen Seiten verwehren. Technisch ist das ein Kinderspiel. Doch der Medienunternehmer legt es offenbar viel lieber auf einen medienwirksamen Krach an.

Ähnliche Kritik war auch schon aus deutschen Verlagen zu hören. Gegner dieser Sichtweise geben zu bedenken, dass Google mit seiner automatisch erstellten Nachrichtenwebsite Nutzer auf die Online-Seiten der Verlage lenkt, ihnen also Nutzer zuführt - und ihnen damit beispielsweise hilft, Anzeigenerlöse zu steigern.

 
 
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