
Buchautoren protestieren gegen die geplante massenhafte Veröffentlichung von Büchern bei Google© Marius Becker/DPA
Das Ziel klingt groß. "Alle Bücher der Welt" wollte Google mit seinem Buch-Scan-Projekt frei zugänglich machen, doch auch dagegen regt sich international Widerstand. Ende Februar wurde zudem bekannt, dass Tausende teils prominente Autoren und Verlege aus den USA und Großbritannien das Projekt boykottieren wollen.
Gleichzeitig läuft in den USA ein juristisches Verfahren, das bisher noch nicht beendet werden konnte. Vor dem zuständigen Bezirksgericht in New York fand Mitte Februar eine Anhörung zum Abkommen zwischen dem Suchmaschinenkonzern und der amerikanischen Buchbranche statt. Mehr als 500 Stellungnahmen waren zu dem Streit eingereicht worden - zu viel für den Richter, der noch keine Entscheidung fällen konnte.
Kritiker werfen Google Urheberrechtsverletzungen vor. Amerikanische Verlage und Autoren hatten gegen das Vorhaben geklagt, nachdem Google Bücher in großem Stil eingescannt hatte. Ein daraufhin geschlossenes außergerichtliches Abkommen ist ebenfalls umstritten.
Google geht es auch darum, Bücher zu scannen und zu vertreiben, die vergriffen sind, aber bei denen das Copyright noch besteht. Die Einnahmen sollen mit Verlagen und Autoren geteilt werden.