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Adobe Flash: Google knipst nervige Blinke-Werbung aus

Adobes Flash Player dürfte zu den meistgehassten Programmen der Welt gehören. Und sein Ende kommt immer näher. Jetzt macht auch Google dem nervigen Ressourcenfresser die Tür zu.

Adobe Flash

Adobe Flash findet sich auf beinahe jedem Rechner - und sorgt dort für Unsicherheit

Als das Internet noch jung war, war Adobes Flash Player noch eine kleine Revolution. Statt statischer Bilder gab es Animationen, sogar etwas aufwendigere Spiele liefen in der Browser-Erweiterung. Dann entdeckte die Werbewirtschaft das Format - und überschwemmte den Browser mit immer mehr blinkenden Nerv-Bannern. Dass der Flash Player mit seinen vielen Sicherheitslücken auch bei den Schadsoftware-Entwicklern extrem beliebt ist, half seinem Ruf ebensowenig wie sein schier unstillbarer Ressourcenhunger. Kein Wunder also, dass nicht wenige Nutzer längst den Tod des ungeliebten Programmes herbeisehnen. Und der könnte nun näher bevorstehen als jemals zuvor. Denn jetzt macht auch Google Schluss mit Flash.

Der größte Werbeanbieter der Welt will ab Juni diesen Jahres keine neue Werbung mehr annehmen, die auf Flash beruht. Ab Januar 2017 ist dann endgültig Schluss für die nervigen Blink-Banner. Googles Werbenetzwerk Double Click zeigt sie dann schlicht nicht mehr an. Das hat Google im Hauseigenen Netzwerk Google Plus angekündigt. Stattdessen setzt man in Zukunft auf das modernere und auch sicherere HTML5. Das läuft auch auf Mobilgeräten und ersetzte bereits bei Youtube Flash als Standard-Player. Die Videoplattform soll aber weiterhin auch Flashfilme zeigen können.

Der langsame Tod des Flash Players

Für die Werbewirtschaft ist das ein klares Signal. Denn wenn der größte Anbieter des Internets auf das Flash-Format verzichtet, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die Konkurrenz nachzieht. Schließlich lohnt sich die Entwicklung von Werbebannern dann am meisten, wenn sie auch auf vielen Kanälen gespielt werden kann.

So wichtig wie früher ist Flash ohnehin nicht mehr. Nach Angaben des Techblogs The Verge ist der Anteil der Flashwerbung von noch 21 Prozent 2014 auf nur noch 6 Prozent im letzten Jahr gefallen. Grund dürfte auch die immer wichtigere mobile Internetnutzung sein. Smartphones und Tablets können Flashwerbung schlicht nicht anzeigen. Selbst Adobe riet im Dezember dazu, lieber auf HTML5 zu setzen. Das endgültige Ende von Flash ist wohl nur eine Frage der Zeit.

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