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Klicken Sie bloß nicht auf "Malaysia MH370 gefunden"

Die Suche nach dem verschollenen Flugzeug der Malaysia Airlines bewegt und beschäftigt Menschen in aller Welt. Deswegen versuchen Betrüger auf Facebook mit falschen Videos Geld zu verdienen.

  Mit Videos von der angeblich gefundenen Malaysia-Airlines-Maschine versuchen Betrüger auf Facebook und Twitter Geld zu verdienen.

Mit Videos von der angeblich gefundenen Malaysia-Airlines-Maschine versuchen Betrüger auf Facebook und Twitter Geld zu verdienen.

Die Überschrift verspricht: "Malaysia Airlines-Flugzeug nahe des Bermuda-Dreiecks entdeckt. Neuestes BBC-Video veröffentlicht". Was sich auf Facebook oder Twitter wie die Antwort auf die Frage liest, was mit Malaysia Airlines Flug MH370 passiert ist, ist in Wirklichkeit Betrug. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich solche Video-Links wie ein Lauffeuer, berichtet die britische Zeitung "The Independent".

Das liegt daran, dass das Rätsel um Flug MH370 Menschen auf aller Welt beschäftigt. Betrüger versuchen daraus Profit zu schlagen, dass sie Nutzer auf ihre Seiten zu locken. "Wir haben gesehen, dass sich die Links auf Twitter verbreiteten", sagte Schadsoftware-Experte Chris Boyd der Zeitschrift "Wired". "Einige führten auf echte Nachrichtenseiten, andere auf Blogs, die nur Werbung enthielten, Seiten, die Nutzern Informationen oder Geld entlocken - oder gefälschte Nachrichtenseiten."

Profit aus menschlichem Leid

Die Betrugsmaschen sind laut Boyd nicht neu, sie lassen sich bei jedem größeren Unglück beobachten - etwa beim Tsunami in Japan 2011 oder vergangenes Jahr beim Erdbeben auf den Philippinen. Mit Buttons wie "Pray for MH370" ("Bete für MH370") werden Nutzer in eine vermeintliche Facebook-Gruppe gelockt. Tatsächlich sieht die Seite Facebook aber nur sehr ähnlich, damit sie den Nutzern vertraut vorkommt.

Andere Links bringen Nutzer auf gefälschte Newsseiten, wo sie erst den "Gefällt mir"-Button anklicken müssen, bevor sie das Video zu sehen bekommen. Wer auf den Seiten Fragen beantwortet, teilt persönliche Informationen mit den Machern der Seiten. Diese Informationen verkaufen die Betrüger weiter und verdienen so Geld. Werden die gefälschten Seiten populär, ist für die Betreiber laut Boyd viel Geld drin - zumindest, wenn man bereit ist, aus menschlichem Leid Profit zu schlagen.

Thomas Krause
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